Während in Nordamerika am Dienstag das Halbfinale der Fussball-WM startet, ist das Schweizer Nationalteam von seinem Einsatz in die Heimat zurückgekehrt. In Zürich wurde die Nati von ihren Fans nochmals gefeiert.
Auf dem Turbinenplatz in Zürich wurde am Dienstagmittag das Schweizer Nationalteam nach dem Aus im WM-Viertelfinale empfangen. Das Nationalteam nutzte den Moment, um sich für die Unterstützung während der vergangenen Wochen zu bedanken. Er sei sehr stolz, liess Verbandspräsident Peter Knäbel verlauten. "Wir wären gerne noch eine Woche länger geblieben, aber es ist natürlich auch schön, wenn man so heimkommen darf", fügte Nationaltrainer Murat Yakin an.
Nach seinem dritten Turnier mit dem Nationalteam verglich Yakin seine Gemütslage mit der von nach der EURO, auch damals habe man gewusst, dass mehr möglich gewesen wäre. Dennoch nimmt er hauptsächlich die positive Erfahrung mit: "Wir haben gesehen, dass wir dem amtierenden Weltmeister nicht nur ebenbürtig waren, wir waren grösstenteils sogar besser. Es zeigt, wie grossartige Spieler wir haben, um auch auf diesem Niveau gegen die Top-Mannschaften zu spielen. Es wäre mehr möglich gewesen, das wissen wir. Es ist eine kleine Genugtuung, dass wir von einem Halbfinale und mehr hätten weiterträumen können."
Speziell strich Yakin den Teamgeist heraus, den die Schweiz ausgezeichnet habe. Einen ähnlichen Ton schlug Captain Granit Xhaka an. Die Einheit habe die Schweiz ausgezeichnet: "Wir haben keinen Spieler mit einem grossen Namen, aber dafür haben wir einen Teamspirit und eine Energie in der Mannschaft - und das ist es, was die Schweiz auszeichnet." Shootingstar Johan Manzambi machte seine Teamkollegen für seine Spielfreude auf dem Rasen verantwortlich: "Wenn wir ein Spiel mit einer Mannschaft mit so viel Qualität bestreiten können, macht uns das Spass." Zudem erklärte der zuletzt ausgefallene Manzambi, dass es seinem Knie immer besser gehe.
"Es ist schwierig zu realisieren, was wir erreicht haben", meinte Granit Xhaka, der davon ausgeht, dass die wirklichen Leistungen erst in den Ferien so richtig verarbeitet werden können. Torhüter Gregor Kobel bezeichnete es als "crazy", mitbekommen zu haben, wie viele in der Schweiz um 3 Uhr in der Früh das Viertelfinale gegen Argentinien mitverfolgt hätten.
Der Schweizer Nationalkeeper verdeutlichte aber nochmals, dass die Errungenschaften während der Weltmeisterschaft allen zuzuschreiben seien: "Wir haben alle vom Halbfinale geträumt. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, wir haben alles gegeben und jeder Einzelne hat dafür gekämpft. Riesiger Respekt an alle, die auf dem Rasen alles gegeben haben, an die Mannschaft und an die Fans, für die Unterstützung - es wäre nicht möglich gewesen ohne jeden einzelnen."
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