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Nach der WM wartet für die Schweizer Nati die nächste Mammutaufgabe

Vier Spiele innert elf Tagen

Die Enttäuschung über das WM-Aus gegen Argentinien sitzt noch tief. Viel Zeit zum Grübeln bleibt der Schweizer Nationalmannschaft aber nicht. Bereits im Herbst beginnt mit der Nations League die Mission EM 2028 - und die hat für Murat Yakins Team eine enorme Bedeutung.

Die Weltmeisterschaft 2026 hat gezeigt, dass die Schweizer Nationalmannschaft mit den Grossen mitreden kann. Erst im Viertelfinal war gegen Weltmeister Argentinien Endstation. Dennoch droht der Nati auf dem Weg zur Europameisterschaft 2028 eine deutlich schwierigere Ausgangslage, als es der starke WM-Auftritt vermuten lässt.

Der Grund liegt im Nations-League-System der UEFA. Anders als bei der FIFA-Weltrangliste entscheidet für die Setzliste der EM-Qualifikation ausschliesslich die Nations League. Weil die Schweiz 2024 aus der Liga A abgestiegen ist, wird sie bei der Auslosung der EM-Qualifikation nicht zu den gesetzten Teams gehören.

Doch es kommt für die Nati noch dicker. Die Schweiz könnte sogar in den dritten Lostopf abrutschen. Das würde passieren, wenn sie ihre Nations-League-Gruppe mit Schottland, Slowenien und Nordmazedonien nicht auf einem der ersten beiden Plätze abschliesst. Ein solcher Rückfall hätte weitreichende Folgen. Die Nati müsste in der EM-Qualifikation voraussichtlich gleich gegen zwei nominell stärkere Gegner antreten und hätte einen deutlich steinigeren Weg an die Endrunde.

Umgekehrt bietet die Nations League aber auch eine zweite Chance. Wie bereits in den vergangenen Jahren können sich Teams über diesen Wettbewerb einen Platz in den EM-Playoffs sichern, falls die direkte Qualifikation misslingen sollte.

Yakin vor dem nächsten Umbruch

Für Nationaltrainer Murat Yakin beginnt damit unmittelbar nach der WM die nächste wichtige Phase. Nach dem Viertelfinal-Aus erklärte er, dass die Rückkehr in die Liga A das klare Ziel sei. Gleichzeitig sieht er in der Nations League die Möglichkeit, den Kader weiterzuentwickeln.

Mehrere Talente dürften in den kommenden Monaten ihre Chance erhalten. Spieler wie Zachary Athekame, Sascha Britschgi, Bruno Ogbus, Alessandro Vogt oder Winsley Boteli könnten erstmals im A-Nationalteam auflaufen. Andere junge Kräfte wie Johan Manzambi, Alvyn Sanches, Aurèle Amenda, Ardon Jashari oder Luca Jaquez dürften nach ihren starken Entwicklungen noch stärker eingebunden werden.

Der Umbruch könnte ohnehin schneller kommen als erwartet. Zwar haben sich die Routiniers nach der WM grundsätzlich offen gezeigt, ihre Nationalmannschaftskarriere fortzusetzen. Garantien gibt es aber keine. Deshalb muss Yakin den Konkurrenzkampf weiter anheizen und Alternativen aufbauen.

Ein intensiver Herbst wartet auf die Nati

Der erste Zusammenzug nach der Weltmeisterschaft wird für die Schweizer gleich zur Belastungsprobe. Aufgrund des neuen Nations-League-Modus stehen Ende September und Anfang Oktober gleich vier Länderspiele innerhalb von elf Tagen auf dem Programm.

Die Schweiz startet mit den Auswärtsspielen in Nordmazedonien (26.09.) und Schottland (29.09.). Danach folgen in Luzern zwei Heimspiele gegen Slowenien (03.10.) und erneut Nordmazedonien (06.10.). Mitte November wird die Gruppenphase mit dem Auswärtsspiel in Slowenien (13.11.) sowie dem Heimspiel gegen Schottland (16.11.) abgeschlossen.

Am 6. Dezember werden in Belfast die Gruppen für die EM-Qualifikation ausgelost. Dann wird sich zeigen, ob sich die Schweiz dank einer erfolgreichen Nations League doch noch eine bessere Ausgangslage sichern konnte - oder ob nach dem starken WM-Auftritt ausgerechnet der Weg zur Europameisterschaft zur nächsten grossen Hürde wird.

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2026-07-13 11:01:00