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Nur zwei Schweizer WM-Fahrer kratzen an Manzambis Effizienz

Knackpunkt Offensive

Vor dem Kräftemessen mit dem amtierenden Weltmeister bereitet die Schweizer Offensive Kopfzerbrechen. Das Nationalteam muss abermals ohne Johan Manzambi auskommen. Händeringend wird nach treffsicherem Offensivpersonal gesucht.

Die Schweizer Nationalmannschaft konnte im Achtelfinale gegen Kolumbien nicht kaschieren, dass mit Johan Manzambi und Ruben Vargas zwei absolute Aktivposten im Angriffsspiel gefehlt hatten. Gemeinsam hatten die beiden fünf der neun Schweizer Tore an diesem Turnier erzielt. Hinter beiden Offensivspielern stand vor der Partie ein Fragezeichen. Vargas kam in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit dann doch ins Spiel und verwandelte später den entscheidenden Elfmeter. Nach diesem 30-minütigen Einsatz sind die Hoffnungen berechtigt, dass es am Wochenende bereits wieder für die Startelf reichen wird.

Ein Rennen gegen die Zeit wird es für Johan Manzambi. Normalerweise dürften die wenigen Tage nicht ausreichen, um eine Knieprellung gänzlich auszukurieren. So dürfte der mit fünf Torbeteiligungen gefährlichste Schweizer auch im Kräftemessen mit dem Weltmeister fehlen. Und auf Tore ist die Schweiz gegen Argentinien definitiv angewiesen. Genau an jenem Knackpunkt scheiterte die Schweiz beim letzten Aufeinandertreffen im WM-Achtelfinale 2014. Auch in 120 Minuten wollte damals der Ball den Weg ins argentinische Tor einfach nicht finden. Am Ende siegten die Argentinier dank des Treffers von Angel Di Maria (118.).

Zudem wartet auf die Mannschaft von Murat Yakin das bislang torgefährlichste Team des Turniers. 14 Tore hat Argentinien bereits erzielt, allen voran sticht natürlich Superstar Lionel Messi mit seinen acht Treffern heraus. Der Auftritt der Schweizer Hintermannschaft gegen Kolumbien ist aber eine klare Ansage, für diese Herausforderung ebenfalls bereit zu sein. Dieser geballten Feuerkraft gilt es nicht nur in der Defensive zu trotzen, sondern auch selbst mit Toren entgegenzuhalten.

Torjäger im Schweizer Nationalteam

Dass im Schweizer Nationalteam die ganz grossen Torjäger rar gesät sind, zeigt der Umstand, dass sich Johan Manzambi mit seinen mittlerweile sechs Treffern in 16 Länderspielen teamintern bereits auf den achten Rang gespielt hat. Breel Embolo führt die Liste mit 26 Toren derzeit deutlich an, gefolgt von Rekordnationalspieler Granit Xhaka, der mit seinem Elfmeter gegen Bosnien-Herzegowina sein 18. Länderspieltor erzielte.

Im Kreise der Nationalmannschaft kommen von den WM-Fahrern nur Cedric Itten und Zeki Amdouni in die Nähe der Effizienz Manzambis. Der Offensivspieler des SC Freiburg trifft im Nati-Trikot im Schnitt alle 0,38 Partien. Amdouni liegt bei einem Schnitt von 0,34 und Itten bei 0,28 Toren pro Spiel. In anderen Worten: Manzambi und Amdouni treffen durchschnittlich etwas häufiger als in jedem dritten Spiel. Bei Itten ist es etwas häufiger als in jedem vierten Spiel.

Aus dem Schweizer WM-Kader haben neben den drei Torhütern auch sechs Feldspieler noch keinen Treffer im Nationaldress vorzuweisen. Es sind dies die vier Verteidiger Eray Cömert, Aurele Amenda, Luca Jaquez und Miro Muheim sowie die beiden Mittelfeldspieler Djibril Sow und Ardon Jashari. Vielleicht ist es gar nicht ein grosser Torjäger, sondern ein Tor-Debütant, der den Schweizer WM-Traum einen Schritt näher rücken lässt.

Ob Lionel Messi, Kylian Mbappé, Erling Haaland oder Harry Kane - die meisten anderen Viertelfinalisten wissen die ganz grossen Torjäger in ihren Reihen. Ob die Schweiz sich dennoch in diesem illustren Kreis der derzeit besten acht Nationen bewähren wird, zeigt sich in Kansas City.

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2026-07-11 13:35:19