Langsam nimmt der Transfersommer Fahrt auf. Auch um die Schweizer Nationalspieler ranken sich einige Gerüchte. Wir liefern den Überblick, wo die Schweizer WM-Fahrer nach diesem Sommer landen könnten.
Vor wenigen Tagen kam das Gerücht auf, dass Granit Xhaka noch einmal bei einem absoluten Topclub unterkommen könnte. Chelsea mit Xabi Alonso soll den Schweizer Nati-Captain verpflichten wollen. Sunderland möchte allerdings Xhaka keinesfalls abgeben. Es wird also ein Tauziehen der beiden Vereine werden. Sind die Londoner bereit, viel Geld für den 33-Jährigen auf den Tisch zu legen? Ein erstes Angebot von knapp zehn Millionen Euro wurde klar abgelehnt. Noch im letzten Sommer bezahlte Sunderland 15 Millionen Euro.
Für Xhaka wäre es eine grossartige Geschichte, wenn der Transfer zu den Blues klappen würde. Einerseits würde er sicherlich noch einmal eine ordentliche Stange Geld verdienen, andererseits könnte er mit seinem einstigen Leverkusen-Trainer nochmals um Titel spielen. Der einzige Wermutstropfen aus Spielersicht wäre das Verpassen des europäischen Abenteuers. Mit Sunderland würde Xhaka in der Europa League spielen. Chelsea wird im kommenden Jahr kein internationales Spiel bestreiten.
Eintracht Frankfurt verhandelt nach Informationen von Sky mit Coventry City über einen Verkauf von Aurele Amenda. Demnach befände sich der Bundesligist bereits in fortgeschrittenen Gesprächen wegen des 22-jährigen Innenverteidigers. Im Raum steht eine Ablöse von bis zu 20 Millionen Euro inklusive Boni. Der Schweizer Nationalspieler könnte damit bereits nach zwei Jahren und nur 32 Bundesligaspielen nach England weiterziehen. Bei den Hessen hat sich Amenda noch nicht als unumstrittene Stammkraft durchgesetzt.
Amenda würde mit seinem Transfer beim Aufsteiger der Premier League unter Vertrag stehen. Die Einsatzchancen stünden für den Schweizer nicht schlecht. Coventry City wird in diesem Sommer Geld investieren müssen, um eine Chance in der besten Liga der Welt zu haben. Mit Aurele Amenda würde bereits eine ordentliche Ablösesumme investiert werden. Mit ihm alleine wird Coventry aber nicht in der höchsten Liga bleiben.
Der Transfer in die Premier League birgt für den Schweizer aber auch Gefahr. Das Team von Frank Lampard ist klarer Abstiegskandidat. Gelingt der Klassenerhalt nicht, steht Amenda in einem Jahr vor der Frage, ob er die Sky Blues wieder verlässt oder wirklich den Gang in die Zweitklassigkeit antreten möchte. Bei Zeki Amdouni kann sich der Frankfurter erkundigen, wie es ist, sich neue Optionen suchen zu müssen. Der Offensivspieler ist bereits zweimal mit Burnley in die Championship abgestiegen.
Seit Jahren liebäugelt Nico Elvedi mit einem Abgang aus Mönchengladbach. Bislang ist der Innenverteidiger immer bei der Borussia geblieben. Nahe stand der Abwehrspieler einst vor einem Engagement bei Wolverhampton. In diesem Sommer gab es wieder Gerüchte um einen Premier-League-Transfer. Leeds United mit Daniel Farke soll am Schweizer Innenverteidiger interessiert sein.
Mit einer bislang stabilen WM konnte Elvedi positiv auf sich aufmerksam machen. Bei Leeds würde er auf einen Trainer treffen, den er bereits aus gemeinsamen Gladbach-Zeiten kennt. Damit dürfte Elvedi wissen, was ihn erwartet und auch mit genügend Einsatzminuten rechnen. Ein Transfer, sofern der 29-Jährige wirklich eine Luftveränderung anstrebt, ergäbe also Sinn. Borussia Mönchengladbach kann wegen des Vertrags bis 2027 nur noch jetzt eine gute Ablöse fordern. Ein Abgang ist also nicht unwahrscheinlich.
Johan Manzambi ist der Shootingstar der Schweizer Nationalmannschaft. Mit drei Toren und einem Assist hat der Spieler des SC Freiburg nochmals ordentlich Eigenwerbung betrieben. Davor spielte Manzambi bereits eine herausragende Saison im Verein. Der 20-Jährige besticht mit seiner Polyvalenz. Im Mittelfeld kann der Schweizer auf jeder Position spielen. Er überzeugt sowohl defensiv als auch offensiv.
Das alles sind Argumente, die den Preis in die Höhe getrieben haben. Bereits vor der WM war von einer Ablöseforderung der Breisgauer in der Höhe von 50 Millionen Euro die Rede. Diese Summe dürfte nicht kleiner geworden sein. Es ist daher klar, dass sich nicht mehr Dutzende Vereine Manzambi leisten können. Mit Newcastle United soll nun ein erster zahlungskräftiger Verein aus England ernsthaftes Interesse am Nationalspieler angemeldet haben. Manzambi ist der Schritt in die Premier League zuzutrauen. Mit seinen Qualitäten könnte er die Zentrale der Magpies definitiv beleben.
Atalanta Bergamo muss im zentralen Mittelfeld einen gewaltigen Verlust hinnehmen. Ederson wird in der nächsten Saison für Manchester United auflaufen. Die Bergamasken haben dafür rund 50 Millionen Euro erhalten, benötigen jetzt aber einen neuen Strippenzieher in der Mitte. Dieser könnte Ardon Jashari lauten. Offenbar besteht das Interesse aus Bergamo. Der Schweizer Nationalspieler soll aber nicht zwingend den nächsten Transfer anstreben. Es ist zu vernehmen, dass sich Ardon Jashari lieber bei Milan durchsetzen würde. Damit dürfte es am Ende des Sommers in diesem Fall nur bei einem Gerücht bleiben und nicht in einem Transfer enden.
Ricardo Rodriguez' Vertrag bei Betis Sevilla läuft in diesen Tagen aus. Wirklich viele konkrete Gerüchte um seinen neuen Arbeitgeber gibt es vom Aussenverteidiger noch nicht. Rodriguez möchte sich erst nach der Weltmeisterschaft um den neuen Verein kümmern. Auch einer Rückkehr in die Schweiz ist der Routinier nicht abgeneigt, wie er vor einigen Tagen auf einer Pressekonferenz verriet.

So darf sich auch der FC Zürich Hoffnungen auf ein Engagement machen. Beim FCZ begann die Reise des Schweizer WM-Rekordspielers einst. Eine Rückkehr zum Stadtclub würde einen Kreis schliessen. Für Rodriguez selbst ergäbe der Wechsel auch Sinn. Er könnte wieder in seine Heimat ziehen und würde noch einmal eine gewichtige Rolle im Verein spielen. Beim FC Zürich wäre er der unangefochtene Leader und der Club selbst würde den verlorenen Sohn wohl auch mit offenen Armen empfangen. Nach dem Rücktritt von Yannick Brecher täte eine Identifikationsfigur dem Verein gut.
Seit 2016 spielt Remo Freuler in der Serie A. Unterbrochen wurde diese Zeit nur durch ein einjähriges Engagement in der Premier League bei Nottingham Forest. Nun ist der Vertrag Freulers bei Bologna ausgelaufen und der Nati-Dauerbrenner muss einen neuen Verein suchen. Dabei soll der Schweizer ein Thema bei AS Roma sein. Die Römer suchen noch nach einem Mittelfeldspieler und neben Franck Kessié ist auch Remo Freuler eine Option. Andere ernsthafte Gerüchte gab es rund um Freuler noch nicht. An der Weltmeisterschaft könnte der Schweizer also weiter Eigenwerbung betreiben, um sich seinen neuen Job zu sichern.
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