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Ein Zusammenzug mit wenig Spielpraxis liess Hajdari zweifeln

Wechsel von der Schweiz zum Kosovo

Albian Hajdari hat mit watson über seine Gefühlswelt rund um den Nationenwechsel von der Schweiz zum Kosovo gesprochen. Vor allem ein Zusammenzug mit der Schweiz liess den Entschluss reifen, dass er sich für den Kosovo entscheiden solle.

Albian Hajdari stand einst im Aufgebot bei einer Nations-League-Partie. Wäre er zum Einsatz gekommen, würde der Innenverteidiger der TSG Hoffenheim noch heute für die Schweizer Nationalmannschaft spielen. Da er aber ohne Einsatzminute in Pflichtspiel blieb, konnte sich der Innenverteidiger noch zum Nationenwechsel entscheiden.

Dieser Entschluss reifte nach dem Zusammenzug im letzten Sommer, wie er gegenüber watson verraten hat: "Ich hatte mir erhofft, als Option für die Zukunft die Möglichkeit zu bekommen, mich zu zeigen. Als es dann "nur" 45 von 180 Minuten wurden, war ich ehrlicherweise enttäuscht." Er habe es nicht verstanden, dass man junge Spieler aufbiete und ihnen dann kaum Einsatzzeit gewähre.

Möchte das Gesicht der Nationalmannschaft werden

Der Entscheid gegen die Schweiz ist aber vor allem auch ein Entscheid für den Kosovo. Hajdari habe sich mit der Geschichte des Landes auseinandergesetzt. Das habe den Wunsch reifen lassen, für den Kosovo aufzulaufen: "Kosovo ist ein relativ junges Land, das in der letzten Zeit viel leiden musste. Ich habe viele Gespräche geführt mit Leuten, die das erlebt haben. Da wurde mir bewusst: Wenn ich mit dieser Nation etwas erreiche, an einer WM oder EM teilnehmen kann oder nur schon einen Sieg einfahre, kann ich die Leute extrem stolz machen. Das war für mich der prägende Punkt: Ich kann ein Teil davon sein, das Land zum Erfolg zu bringen. Das hat in mir eine Wärme hervorgerufen."

Bei der Nationalmannschaft des Balkanstaates könnte Hajdari das Gesicht des Teams werden. Das wäre in der Schweiz nicht möglich gewesen, so der Innenverteidiger. Sein Entscheid habe auch viele negative Reaktionen ausgelöst, doch damit habe er gerechnet. Er nehme sich Kommentare auf Social Media nicht zu Herzen.

Die WM-Qualifikation hat Albian Hajdari mit dem Kosovo knapp verpasst. Erst in der entscheidenden Playoff-Partie scheiterte der kleine Staat an der Türkei.

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2026-06-01 11:22:53