Die Super League hat sich längst als exzellentes Sprungbrett etabliert. Auch im Sommer 2025 verliessen zahlreiche Leistungsträger die Schweiz, um in den Top-Ligen Europas den nächsten Schritt zu wagen. Während einige in der Bundesliga oder der Ligue 1 voll einschlugen, kämpfen andere noch mit der neuen Intensität. Wir werfen einen Blick auf die Bilanz der prominentesten Abgänge.
Zur Information: Hierbei handelt es sich nur um eine Auswahl von Spielern und es wurden nur Ex-Super-League-Cracks berücksichtigt, die die Schweiz im Sommer 2025 verlassen haben.
Bei der TSG Hoffenheim setzte man im Sommer voll auf "Swissness". Albian Hajdari, der vom FC Lugano kam, hat sich beeindruckend schnell akklimatisiert. In der Abwehrkette der TSG ist der 22-Jährige fast unverzichtbar geworden. Sein Marktwert ist seither steil nach oben geschossen und es darf gesagt werden, dass sich sein Wechsel für ihn definitiv gelohnt hat. Auch in Hoffenheim ist man sehr zufrieden mit ihm, weswegen sein Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert worden ist.
Selbiges gilt auch für Leon Avdullahu. Nach dem Double mit dem FC Basel hat der 22-Jährige ebenfalls den Schritt in die Bundesliga zu Hoffenheim gewagt. Er hat sich sogleich zum Stammspieler gemausert und in der Bundesliga 30 Partien bestritten. Die beiden werden für die anstehende WM kein Thema sein, jedoch nicht aufgrund ihrer Leistungen, sondern weil sie sich für den Kosovo entschieden haben, die den WM-Einzug knapp verpassten.
Anton Kade kehrte nach seiner Zeit in Basel nach Deutschland zurück und zeigt beim FC Augsburg seine Qualitäten. Den Sprung zum Stammspieler hat er in den letzten Spielen geschafft und er darf insgesamt mit seinen 25 Einsätzen und fünf Scorerpunkten (vier Tore und ein Assist) sicherlich zufrieden sein. Sein Tempo und seine Dribbelstärke bereichern das Augsburger Spiel massiv.
Der 21-Jährige ist eine der grössten Schweizer Zukunftshoffnungen und sein Schritt von YB zum AC Mailand war natürlich riesig. Nicht viele hätten ihm zugetraut, in seiner ersten Saison für die Mailänder regelmässig zum Einsatz zu kommen. Seine 23 Serie-A-Spiele (ein Tor und zwei Assists) sind aller Ehren wert, auch wenn er meist als Joker eingesetzt wird. Athekame zeigt auf jeden Fall vielversprechende Einsätze und es ist ihm durchaus zuzutrauen, bei der AC Milan den grossen Durchbruch zu schaffen.

Ihm ist der Durchbruch in der Serie A bereits gelungen, was nicht viele für möglich gehalten hätten. Schliesslich wechselte Britschgi sehr früh vom FC Luzern nach Italien, wo er keinerlei Anlaufschwierigkeiten zeigte und sich deutlich schneller als erwartet einen Stammplatz erkämpfte. Er kommt auf bereits 27 Einsätze in der höchsten italienischen Spielklasse und dabei sind dem 19-Jährigen zwei Assists gelungen. In den letzten drei Partien kam Britschgi aber nur noch insgesamt 15 Minuten zum Einsatz.
Bei Hellas Verona ziehen zwei alte Bekannte im Mittelfeld die Fäden. Antoine Bernede ist nach seinem Wechsel von Lausanne-Sport zum absoluten Stammspieler gereift und hat bereits 29 Ligapartien absolviert (ein Tor und zwei Assists). An seiner Seite agiert manchmal Cheikh Niasse, der von den Young Boys kam. Der 26-Jährige ist zuletzt jedoch etwas ausser Rang und Traktanden gefallen, durfte er doch seit Ende Februar keine Minuten mehr sammeln. Insgesamt kommt der 26-Jährige auf 20 Ligaeinsätze (ein Assist).
Willem Geubbels zog es vom FC St.Gallen zurück in die Heimat zum Paris FC. In der Ligue 1 zeigt er vereinzelt seine Klasse, die Konstanz ist jedoch ein Problem. In 21 Ligue-1-Partien gelangen ihm drei Tore, womit er nicht wirklich glücklich sein dürfte. Die gleiche Anzahl an Treffern erzielte er noch zu Saisonbeginn in nur drei Partien für die Espen. In Paris ist er mehr Joker als Starter, muss er doch öfter auf der Bank Platz nehmen, als ihm lieb sein dürfte.
Weniger gut läuft es bislang für Kevin Carlos. Der ehemalige Torschützenkönig der Super League, der zuletzt beim FC Basel spielte, wartet bei OGC Nizza noch auf seinen ersten Saisontreffer. Mit nur 847 Einsatzminuten in der Ligue 1 und seiner mehrheitlichen Reservistenrolle ist sein erstes Jahr an der Côte d’Azur bisher eine Enttäuschung.
Der ehemalige Hopper Seko hat sich bei Le Havre direkt einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld gesichert. Der Japaner überzeugt mit seiner Zweikampfstärke sowie einer guten Passquote, womit er sich bei den Franzosen sogleich unersetzlich gemacht hat.
Deutlich weniger Einsatzzeit bekommt der ehemalige FCSG-Stürmer Felix Mambimbi. In der Ligue 1 kam er in 16 Partien auf insgesamt 524 Einsatzminuten und dabei ist ihm ein einziges Tor gelungen. Von einem Durchbruch in Frankreich kann beim 25-Jährigen keine Rede sein.
Bei Fortuna Düsseldorf macht der Ex-YB-Stürmer das, was man sich von ihm erhofft hat: Tore schiessen. Mit seiner Physis ist er der Fixpunkt im Sturmzentrum und er bewies erst kürzlich gegen Dynamo Dresden wieder seine Kaltschnäuzigkeit. Mit insgesamt 13 Toren (und drei Assists) gehört er zu den torgefährlichsten Spielern der 2. Bundesliga und er darf berechtigte Hoffnungen auf ein Schweizer WM-Aufgebot hegen.
Ebenfalls in der zweiten Liga, aber bei Schalke 04, ist Nikola Katic gelandet. Der Ex-Zürcher hat die Schalker Abwehr von Anfang an stabilisiert und sich einen Stammplatz erkämpft. Der Bosnier ist mit ein Grund dafür, dass die "Knappen" kurz davorstehen, den Aufstieg in die Bundesliga zu bewerkstelligen, auch wenn er zuletzt wegen einer Knieverletzung fehlte.
Filip Ugrinic wagte im Sommer den Sprung vom BSC Young Boys zum FC Valencia. In La Liga hatte er Startschwierigkeiten, doch zuletzt ist es ihm deutlich besser gelaufen. Insgesamt kam er in der Liga bislang 22-mal zum Einsatz und dabei sind ihm drei Assists gelungen. Auf einen Treffer für seinen neuen Verein muss er bislang aber noch warten.
Beim FC Luzern hat der junge Serbe in der letzten Saison eingeschlagen wie eine Bombe und selbiges darf man nun beim FC Brügge konstatieren. Der 20-Jährige hat sich beim belgischen Topclub sogleich einen Stammplatz erkämpft und er begeistert die Brügge-Fans mit seinen starken Leistungen. Wettbewerbsübergreifend durfte er bereits 50 Pflichtspiele für Brügge bestreiten und dabei sind ihm neun Tore gelungen. Der Youngster dürfte eine grosse Zukunft vor sich haben und sein Marktwert ist ebenfalls explodiert.

In Griechenland bei AEK Athen erlebt Dereck Kutesa eine durchwachsene Saison. Der Ex-Servettien kommt oft nur von der Bank und konnte die hohen Erwartungen der hitzigen AEK-Fans noch nicht ganz erfüllen. Am meisten wusste er im europäischen Geschäft zu gefallen. In insgesamt 13 Partien in der Conference League gelangen ihm immerhin fünf Tore und zwei Assists. In der griechischen Liga konnte er bislang hingegen keinen Treffer beisteuern.
Nach drei Jahren in Luzern entschied sich Klidjé im vergangenen Sommer für einen Wechsel nach Schottland zu Hibernian FC. In Schottland erhoffte man sich jedoch mehr vom 24-Jährigen als seine vier Scorerpunkte (drei Tore und ein Assist) aus 19 Partien. Im Winter hat er Hibernian leihweise bereits wieder verlassen und sich für einen Wechsel nach Dänemark zu Randers FC entschieden. Dort läuft es ihm aber noch schlechter, stand er in der Liga noch nie in der Startelf und wartet noch auf sein erstes Tor.
AEK Athen Albian Hajdari Aleksandar Stanković Antoine Bernede Anton Kade Ayumu Seko Brack Super League Cedric Itten Cheikh Niasse Club Brügge Damian Möschinger Dereck Kutesa FC Augsburg FC Schalke 04 Felix Mambimbi Filip Ugrinic Fortuna Düsseldorf Fussball Fussball International Hellas Verona Kevin Carlos Leon Avdullahu Nikola Katic OGC Nizza Paris FC Parma Calcio 1913 Randers FC Sascha Britschgi Thibault Klidjé TSG 1899 Hoffenheim Valencia CF Willem Geubbels Zachary Athekame