Mit dem Ausscheiden von Borussia Dortmund, Manchester City und Inter Mailand ging an der Club-WM die Saison 2024/25 aus Schweizer Sicht offiziell zu Ende. Es gab wieder so einige Spieler, die besonders viele Spiele absolviert haben, verschiedene Überraschungen sorgten aber dafür, dass kein Nati-Spieler die 60-Spiele-Marke erreichte.
Gezählt werden in dieser Auflistung nur Pflichtspiele. Mit Testspielen hätte wohl der ein oder andere Schweizer Nati-Spieler oder Legionär in einer Top-5-Liga die 60er-Marke geknackt. Oben verlinkt seht ihr zum Vergleich die Top-10 der Vorsaison.
Nur gerade um 84 Minuten hat sich der Berner, der seit letztem Sommer für die Schweiz spielberechtigt ist, in diesem Ranking gegenüber Dereck Kutesa durchgesetzt. Die Saison begann für Monteiro in der Schweiz natürlich schon früh, hinzu kam dann bald danach auch die CL-Quali und die anschliessende Gruppenphase. Vier dieser 45 Spiele hat Monteiro im Dress der Schweizer Nati absolviert, seine Einsatzzeiten waren aber meist überschaubar.
Ein Spiel mehr im Verein und ein Spiel mehr in der Nationalmannschaft ist es bei Breel Embolo. In der Nations League stand er ausser im letzten Spiel gegen Spanien, in dem er wegen einer Gelb-Sperre fehlte, immer von Beginn weg im Einsatz, die neun verpassten Ligaspiele kompensiert er mit gleich zehn Spielen in der Champions League. Hinzu kommen bei ihm nach dem frühen Ausscheiden nur zwei Cupspiele und der Kurzeinsatz in der Trophée des Champions gegen Meister PSG.
Dank seiner ersten und bisher einzigen Minute im Natidress im Herbst, hat es auch ein Espe in dieses Ranking geschafft. Dass er diese Anzahl an Spielen aber mit nur einem Nati-Einsatz erreicht, macht seine Leistungen umso beeindruckender. Nachdem er in der Super League nur vier Partien verpasste, zählen sich bei ihm vor allem die Partien in der UECL-Quali und der anschliessenden Gruppenphase.
Der 24-Jährige ist tatsächlich einer der wenigen, die alle sechs Spiele in der Nations League absolviert haben, auch wenn sein erster Einsatz gegen Dänemark erst ganz kurz vor Schluss zustande kam. Obwohl er in der Liga nur zu 24 Spielen für Benfica kam, blickt er auf eine Saison mit viel Einsätzen, allerdings nicht Spielminuten zurück. In der Champions League und im portugiesischen Cup wurde er immer wieder eingewechselt, zu Beginn der Saison durfte er in Burnley gar noch zweimal in der Championship ran.
Gleich viele Spiele wie Amdouni hat in dieser Saison auch Filip Ugrinic absolviert, ist dabei allerdings mehr als 2200 Minuten länger auf dem Feld gestanden. In der Nations League nur mit zwei Einsätzen, hat er inklusive Qualifikation neun Spiele in der Champions League bestritten. In der Liga gehörte er mit 36 Spielen zu den Dauerbrennern und auch im Cup konnte er vier Einsätze sammeln. Einen noch besseren Platz verhinderte bekanntlich der FC Biel im Halbfinale.
Tatsächlich hat es der zurzeit so viel umworbene Brügge-Mittelfeldspieler geschafft, ohne ein einziges Pflicht-Länderspiel in diesem Ranking aufzutauchen, ein Nati-Spieler ist er natürlich trotzdem. In Belgien wurde der 22-Jährige schnell zum Stammspieler und unverzichtbaren Terrier im Mittelfeld. Die 35 Spiele in der Liga summieren sich gemeinsam mit sechs Einsätzen im Cup und elf Spielen in der Königsklasse. Er wurde in der Jupiler Pro League zurecht zum Spieler des Jahres gewählt.
Hätten wir in diesem Ranking einen Blick auf alle Schweizer geworfen, so würde hier Anto Grgic stehen. Für Lugano hatte er mit Liga, Conference League und Cup so einige Spiele. Allgemein hätten viele Super-League-Spieler, die europäisch vertreten waren, dieses Ranking aufgemischt. Diese werden hier aufgelistet:
Gar noch ein Spiel mehr, ohne seit der EURO 2024 je das Nati-Trikot getragen zu haben, durfte Yann Sommer bestreiten. Dafür, dass es trotz zwei kurzen Verletzungspausen so viele Spiele wurden, sorgte Sommer mit unglaublichen Paraden im Halbfinal der Champions League gleich selbst, so wurden es schlussendlich stolze 14 Partien in der Königsklasse. Zudem hat der Inter-Goalie zuletzt auch dank der Klub-WM vier Spiele mehr auf dem Buckel.
Er ging nach der EURO angeschlagen in die neue Saison, hat dann aber bis auf das letzte Spiel alle absolviert, 29 dieser 33 Spiele auch über die volle Distanz. Nach der phänomenalen Saison 2023/24 musste er sich mit der Werkself dann in der Liga aber Bayern München geschlagen geben, ebenso im Achtelfinal der Champions League. Im Halbfinal des DFB-Pokals war überraschend gegen Bielefeld Endstation. Ausser bei seiner Gelb-Rot-Sperre gegen Spanien spielte er auch in allen fünf Spielen der Nations-League-Kampagne.
Spielt Granit Xhaka im Natidress, so steht in den letzten Jahren meist Remo Freuler neben ihm. So hat der 33-Jährige alle Nations-League-Spiele bestritten, kann zudem mit Bologna auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, in der allerdings mit Rang 9 die europäischen Plätze verpasst wurden. Dort spielen dürfen die Rossoblù dann aber in der kommenden Saison dank des Cupsiegs trotzdem. Damit ist er tatsächlich der einzige in dieser Liste, der in dieser Saison Silberware gewinnen konnte. Im Club verpasste Freuler kaum ein Spiel und führte seine Mannschaft auch immer häufiger als Captain aufs Feld.
Der Grund, weshalb Freuler nicht die meisten Spiele absolviert hat, ist klar in zwei Gründen ersichtlich. Erstens hat die Nati-Nummer-1 mit Dortmund die Champions-League-Gruppenphase überstanden und schied erst im Viertelfinale gegen Barcelona aus, zweitens hat Kobel auch an der Klub-WM noch fünf Spiele absolviert. So war seine kurze Verletzungspause ebenso wenig auswirkend auf dieses Ranking wie das frühe Aus im Pokal.

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