Der Juli ist da! Während dieser Monat bei der allgemeinen Bevölkerung vor allem aufgrund der hohen Temperaturen zu Schweissausbrüchen führt, werden diese bei Fussballspielern durch die ausgelaufenen Verträge und die ungewisse Zukunft ausgelöst.
Bevor wir zu den zehn wertvollsten Schweizer Spieler kommen, die noch ohne Vertrag dastehen, möchten wir natürlich drei Spieler nicht unerwähnt lassen, die einzig aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr zu den wertvolleren gehören.
Neben diesen drei älteren Spielern gibt es mit Kristian Sekularac aber auch einen 21-Jährigen, der für die Schweizer Vereine sehr interessant sein könnte. Bei Juventus war er in der Jugend, spielte dann in der Premier League 2 für Fulham und erzielte in der Hinrunde in 13 Spielen acht Tore. Zuletzt war er nach Ungarn verliehen, wo er aber nicht fest verpflichtet wurde.
Der schweizerisch-serbische Doppelbürger dürfte nur den eingefleischten Fussballfans ein Begriff sein. Für eine Saison war er gar bei Ajax Amsterdam in der Jugend, konnte sich danach beim FCZ aber nie durchsetzen. Nach einer soliden Challenge-League-Saison in Wil wechselte er 2022 nach Serbien, sammelte für Radnicki Nis in drei Jahren aber nur gerade 34 Pflichtspieleinsätze.
Für den ehemaligen FCB-Junior lag der rote Teppich für eine grosse Karriere ausgerollt bereit. Kurz nach seinem 20. Geburtstag gab er auf dem Weg bis zu diesem Jahr letzten Meisterschaft des FCB 2017 sein Debüt, rund ein Jahr später erzielte er sein erstes Tor in der Super League. Er wechselte zu Gijon, später in die zweite Mannschaft von Valencia, Mjällby IF, nach Winterthur und Schaffhausen. So richtig durchsetzen konnte er sich nirgends, zuletzt in Kolumbien wurden seine Leistungen für Academia Puerto Cabello wieder etwas besser.
Mit einem emotionalen Abschiedspost verabschiedete sich der 28-Jährige erst kürzlich von seinem Stammverein. Zwischendurch einmal beim FC Zürich, absolvierte Schättin insgesamt 220 Partien für die erste Mannschaft des FC Winterthur, war beim Aufstieg dabei und ist seither nicht mehr abgestiegen. Wie 4-4-2.ch Mitte Juni berichtete, zögerte er mit der Vertragsverlängerung, da ein Angebot aus Zypern von Anorthosis Famagusta eingetroffen sei. Ein Wechsel soll kurz bevorstehen. Er wäre nach Bojan Milosavljevic und U17-Weltmeister Oliver Buff der dritte Schweizer, der das Trikot der Zyprer überstreifen würde.
Bisher hat der Schweiz-Kosovare die Westschweiz noch nie verlassen. Aus der Jugend von Servette wechselte er vor über zehn Jahren zu Étoile Carouge, später zog es ihn zu Lancy, Nyon und schliesslich zum FC Stade-Lausanne-Ouchy, bei dem er die letzten fünf Jahre verbrachte und somit auch in der Super League zu seinen Einsätzen kam. Wo es den 30-Jährigen nun hinzieht, ist noch offen.
Der 35-fache Nationalspieler hatte einst alle Anlagen, zum Schweizer Nummer-1-Stürmer zu werden. Von Zürich aus wechselte er nach Nürnberg, wo er eine phänomenale Saison spielte. Anschliessend wollte es aber in Leverkusen, Mönchengladbach und Hamburg nirgends so richtig und so wählte Drmic Norwich City als nächsten Verein. Später wechselte er zu Rijeka und Dinamo Zagreb, bei dem er bis 2024 unter Vertrag stand. Jetzt ist der zweifache kroatische Meister aber schon über ein Jahr ohne Verein.
Die fussballerischen Anfänge des 31-Jährigen hat in der Schweiz kaum jemand mitbekommen. Aus der U16 des FCZ wechselte er 2010 in die U18 von Arsenal, versuchte später sein Glück in Nürnberg und bei 1860 München. 2015 kam er zurück in die Schweiz und spielte für je zwei Jahre in St.Gallen und Sion. Weiter ging es dann in den Niederlanden, in Saudi-Arabien, der deutschen Zweitklassigkeit und zuletzt in Rumänien. Man darf gespannt sein, welche Provinz seine nächste sein wird.
Es ist ein weiterer Spieler, auf den man einst grosse Stücke hielt. Bei den Bernern aus dem Nachwuchs in die erste Mannschaft gekommen, feierte er drei Meistertitel, versuchte sich dann bei Cambuur. Dort verlor er in seinem Leihjahr allerdings an Wert und schloss sich anschliessend dem FCSG an. In St.Gallen war er meist in der Joker-Rolle, konnte seine wenigen Einsatzminuten in der vergangenen Saison aber immerhin für drei Toren und fünf Assists nutzen. Im Alter von 24 Jahren hat er beste Chancen, einen neuen Verein zu finden.
16-mal lief der gebürtige Schaffhauser für die U21-Nati auf und war Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft. Bei den Hoppers entwickelte er sich schon früh zu einem Leistungsträger, ging 2023 allerdings den Weg in seine zweite Heimat Kroatien. Bei NK Osijek war er lange Stammspieler, musste zuletzt allerdings immer häufiger auch auf der Bank Platz nehmen. Trotzdem hat er mit drei Toren und drei Assists gezeigt, dass er es noch immer drauf hat.
Wir schwelgen in Erinnerungen an 2014, als der Mann aus Sursee gegen Ecuador in der letzten Minute traf. Oder an 2021, als er mit einem Doppelpack die grosse Sensation gegen Frankreich im EM-Achtelfinal ermöglichte. Haris Seferovic war über die Jahre bei absoluten Topclubs, entschied sich aber 2023 für den Wechsel in die Vereinigte Arabische Emirate. Dort wechselte er ligaintern im Winter von Al-Wasl zu Al-Nasr, bei seiner zweiten Station gelangen ihm immerhin zwei Tore in zwölf Einsätzen.
Der Zeitpunkt der Vereinslosigkeit kommt sehr überraschend. Noch im vergangenen Sommer blieb er Lorient trotz Abstieg treu, schaffte den direkten Wiederaufstieg und wurde zum besten Torhüter der Ligue 2 ausgezeichnet. Nun allerdings steht er ohne gültiges Arbeitspapier da und muss sich nach einem neuen Verein umschauen. Obwohl er bereits 31 Jahre alt ist, dürfte der ein oder andere Verein an Yvon Mvogo interessiert sein.
Al-Wasl SC BSC Young Boys Dinamo Zagreb Dominic Hodel FC Basel 1893 FC Lorient FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Stade-Lausanne-Ouchy FC Winterthur FC Zürich Felix Mambimbi Filip Frei FK Radnicki Nis Fulham FC Fussball Fussball International Grasshopper Club Zürich Haris Seferovic Josip Drmic Kevin Bua Kristian Sekularac Martin Angha Mergim Qarri Neftali Manzambi NK Osijek Pascal Schürpf Petar Pusic Reto Ziegler Tobias Schättin Yvon Mvogo