Noah Okafor hat sich dazu entschieden, aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückzutreten. Unter Nationaltrainer Murat Yakin möchte Okafor nicht mehr länger für die Nati spielen.
Zwischen Murat Yakin und Noah Okafor kriselte es in der Vergangenheit schon mehrfach. Der Flügelspieler beschwerte sich mehrfach öffentlich über ausgebliebene Aufgebote. Im Frühling ist es dann eigentlich zur grossen Aussprache gekommen. Okafor wurde dann auch zur Weltmeisterschaft aufgeboten, spielte dort aber nur eine Nebenrolle. Während der Endrunde lobte Yakin seinen Spieler mehrfach dafür, wie er seine Rolle annehme. Jetzt ist aber alles anders und Okafor hat sich dazu entschieden, aus der Nationalmannschaft auszutreten.
Die Entscheidung von Okafor habe nichts mit mangelnden Einsatzminuten zu tun, er spricht von der schwierigsten Zeit, die er in Nordamerika erlebt habe: "Umso enttäuschender war für mich, was ich dort erlebt habe. Nicht, weil ich wenig gespielt habe, sondern wegen der Art und Weise, wie mit mir umgegangen wurde. Für mich war es die schwierigste Zeit meiner bisherigen Karriere." Nach der Aussprache mit dem Nationaltrainer sei er eigentlich guten Mutes angereist. Okafor verhehlt auch nicht, dass er in der Vergangenheit Fehler gemacht habe. Dafür habe er sich aber entschuldigt.
Unter Murat Yakin möchte Okafor nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen. Der Erfolg gebe dem Trainer recht, dennoch stehe seine Entscheidung: "Natürlich will ich keine Sonderbehandlung von ihm. Nur gegenseitigen Respekt und Vertrauen, aber diese Grundlage sehe ich für die kommenden Jahre nicht", so die harten Worte Okafors.
Vor allem das WM-Sechzehntelfinale gegen Algerien hat beim 26-Jährigen auch einige Narben hinterlassen: "Es sind Dinge passiert, die mich tief getroffen haben. Vertrauen ist verletzt worden. Zusagen wurden nicht eingehalten. Und als ich gegen Algerien spielen durfte, wurde selbst bei kleinen Fehlern weit weg von unserem Tor auf eine Art und Weise reagiert, die mich tief getroffen hat.
In seiner Mitteilung schliesst Noah Okafor versöhnlich. Er sei der Schweiz dankbar für alles, was er erleben durfte. Er habe bei jedem Einsatz sein Herz auf dem Platz gelassen.
Die Schweizer Nationalmannschaft steht schon bald wieder im Einsatz. Ende September und Anfang Oktober stehen vier Nations-League-Partien auf dem Programm. Noah Okafor wird man im Aufgebot nun vergeblich suchen.
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