Ricardo Rodriguez steht vor seiner vierten Weltmeisterschaft und reist als vertragsloser Spieler in die USA. Während der Fokus des Routiniers voll auf dem Turnier liegt, lässt er seine sportliche Zukunft im Vereinsfussball komplett offen. Eine Rückkehr in die Schweiz ist dabei durchaus ein Thema.
Die sportliche Herausforderung bei der Endrunde geht für Rodriguez mit einer ungewohnten persönlichen Situation einher: Sein Vertrag bei Betis Sevilla läuft aus, weshalb er ohne festen Arbeitgeber zum Turnier reist. "Es ist sicher nicht einfach, dass ich noch nicht weiss, wie es nach der WM weitergeht. Das ist im Hinterkopf. Aber ich weiss, dass ich damit umgehen kann", erklärt der 33-Jährige gelassen im Interview mit blue Sport.
Nach 14 Jahren im Ausland - mit Stationen in der Bundesliga, der Serie A und der LaLiga - steht für den Nationalspieler bald die nächste wegweisende Entscheidung an. Diese muss aufgrund familiärer Verpflichtungen reiflich überlegt sein: Sein ältester Sohn Santiago wird bald fünf Jahre alt und steht vor der Einschulung.
Eine Rückkehr in die Heimat ist für Rodriguez daher eine ernsthafte Option, nachdem ein Wechsel zum FC Sion vor zwei Jahren bereits kurz bevorstand. Er betont jedoch, für fast alles offen zu sein:
"Ich könnte mir vorstellen, in den USA zu spielen, in Spanien zu bleiben oder zurück nach Italien zu gehen. Dubai, Katar, Japan - ich schliesse nichts aus. Der nächste Schritt muss gut überlegt sein."
Bevor das Rätsel um seinen neuen Club gelöst wird, gilt die volle Konzentration aber dem Nationalteam. Dort träumt der Routinier vom ganz grossen Wurf: "Ich träume vom Final. Aber das tut wohl jeder Fussballer, der an einer WM dabei ist."
Fussball Fussball A-Nationalmannschaft La Liga Raoul Schnellmann Real Betis Ricardo Rodriguez