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Xhaka erhält nach Buhrufen Solidarität aus dem Kosovo

Es sei eine "ungeheuerliche Schande"

Granit Xhaka wurde beim Spiel in Pristina gegen den Kosovo, überraschend ausgebuht. Die Buhrufe sorgten für Unverständnis, sogar im Kosovo selbst.

Captain Granit Xhaka im Geburtsland seiner Eltern mit Buhrufen empfangen. Dies sorgte für Überraschung und Unverständnis, nicht nur bei Xhaka selbst, sondern auch bei Beobachtern im Kosovo. Xhaka, der in Basel geboren wurde, bezeichnet den Kosovo noch immer als sein "Zuhause". Umso mehr schmerzte ihn die negative Resonanz im Nationalstadion "Fadil Vokrri".

"Ich bin auch überrascht. Das schmerzt, wenn ich ehrlich bin. Ich muss es akzeptieren. Offenbar hat es nicht allen gefallen", äusserte sich Xhaka gegenüber SRF nach dem Spiel. Als möglicher Grund für die Buhrufe wird ein früheres Interview Xhakas genannt, in dem er sich zu den Nationenwechseln von Albian Hajdari und Leon Avdullahu äusserte. Er hatte dabei Zweifel geäussert, ob die beiden in den nächsten Jahren Stammspieler in der Schweizer Nationalmannschaft geworden wären.

Trotz der angespannten Atmosphäre im Stadion zeigte sich nach dem Spiel, dass zwischen Xhaka, Hajdari und Avdullahu kein Groll herrscht. Ein gemeinsames Foto der drei Spieler wurde in den sozialen Medien geteilt, begleitet von der Botschaft "Wir sind eins".

Die Buhrufe stiessen auch im Kosovo selbst auf Kritik. Der kosovarische Sportkommentator Taulant Dajaku bezeichnete den Vorfall als "ungeheuerliche Schande". Er betonte die Verbundenheit der Familie Xhaka mit dem Kosovo und erinnerte daran, dass Granits Vater das Land nicht freiwillig verlassen hatte.

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2025-11-19 15:30:21