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Als Startelf sind sie 49.5 Millionen Euro wert, auf einen Nati-Einsatz warten sie bislang vergeblich

Die wertvollsten Schweizer ohne Länderspiel

Die Schweizer Nationalmannschaft startet in die WM-Kampagne. Vor allem die Entscheidung gegen das Schweizer Nationalteam von Leon Avdullahu sorgte zuletzt für Schlagzeilen. Wir rücken allerdings andere Spieler in den Fokus. Folgend eine Top-Elf der Schweiz nach Marktwerten mit Spielern ohne Länderspieleinsatz.

Marvin Keller (BSC Young Boys - MW: 9.0 Mio. €)

Der Torhüter in unserem Lineup steht beim bevorstehenden Zusammenzug im Kader des Schweizer Nationalteams. Ein Einsatz von Marvin Keller in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen den Kosovo und gegen Slowenien ist aber praktisch ausgeschlossen. Dass ihn Murat Yakin aber berücksichtigt, ist ein Lohn für die starken Leistungen, die der 23-Jährige beim BSC Young Boys immer wieder zeigt. Keller hat gute Chancen, sich schon während der WM-Kampagne gegen die Mitstreiter Yvon Mvogo und Jonas Omlin um die Nummer zwei im Schweizer Tor durchzusetzen. An Gregor Kobels Position dürfte der YB-Keeper allerdings noch längere Zeit nicht rütteln. 

Luca Jaquez (VfB Stuttgart/GER - MW: 6.0 Mio. €)

Vom System her gibt die marktwertmaximierte Auswahl der Spieler ein 3-4-3 vor. Der wertvollste Schweizer Innenverteidiger ohne Länderspieleinsatz ist Luca Jaquez. Der 22-Jährige wechselte in der vergangenen Winterpause vom FC Luzern in die Bundesliga. Die Saisonvorbereitung hat der Schweizer genutzt, um sich einen Platz in der Startformation des VfB Stuttgart zu erkämpfen. Der Saisonstart ist für ihn aber äusserst unglücklich verlaufen, beim Ligaauftakt zog er sich einen Nasenbeinbruch zu. Jaquez fällt deswegen vorerst aus und damit dürften die Karten um den Stammplatz in der Abwehr neu gemischt werden. 

Etabliert sich Luca Jaquez wirklich in der Bundesliga als Stammkraft, wird das erste Aufgebot für das A-Nationalteam nur noch eine Frage der Zeit sein.

Karim Sow (FC Lausanne-Sport - MW: 5.0 Mio. €)

Im Zentrum der Dreierkette kommt einer zum Einsatz, der um die Schweizer Lufthoheit bemüht wäre. Karim Sow entwickelt sich beim FC Lausanne-Sport prächtig. Es hätte nicht überrascht, wenn er schon in diesem Sommer den nächsten Karriereschritt angestrebt hätte. Noch ist der 22-Jährige aber Teil des Kaders der Waadtländer und ein später Wechsel in diesem Transferfenster zeichnet sich nicht ab. Sow wird in Lausanne aber dank der erfolgreichen Qualifikation für die Conference League die Möglichkeit erhalten, sich auf der internationalen Bühne zu präsentieren. Seit dem Zugang von Bryan Okoh muss Sow allerdings härter um seine Einsatzzeit kämpfen. 

Junior Ligue (FC Zürich - MW: 4.0 Mio. €)

Etwas Flexibilität war nötig, um die Positionen in dieser fiktiven Aufstellung zu besetzen. Junior Ligue hat beim FC Zürich unter Ricardo Moniz bewiesen, dass er auch eine Position in der Innenverteidigung einnehmen kann. Der 20-Jährige glänzt sowieso durch seine Polyvalenz. Ursprünglich wurde Junior Ligue als Offensivspieler ausgebildet, bei den Profis wurde er dann aber auf die defensiveren Positionen umgeschult. Am wertvollsten ist der Youngster allerdings als linker Abwehrspieler. Auf der Aussenbahn kann er sein Tempo und seinen Offensivdrang am besten ins Spiel einfliessen lassen. Zum Saisonbeginn noch verletzt, gab er am Samstagabend sein Comeback.

Zachary Athekame (AC Milan/ITA - MW: 5.0 Mio. €)

Als rechter Schienenspieler schafft Zachary Athekame den Sprung in diese Aufstellung. Beim Schweizer U21-Internationalen dürfte es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er das erste Mal für die A-Nationalmannschaft aufgeboten wird. Auch hier ist ein gutes Timing gefragt, denn Athekame könnte theoretisch auch für Nigeria spielen, schliesslich hat er Wurzeln im Land am Golf von Guinea. Für eine Ablösesumme von kolportierten zehn Millionen Euro hat der Rechtsverteidiger vor wenigen Tagen vom BSC Young Boys zur AC Milan gewechselt. Auf seinen ersten Einsatz bei den Rossoneri wartet Athekame allerdings noch. 

Cheveyo Tsawa (FC Zürich - MW: 4.0 Mio. €)

Es folgt gleich der nächste U21-Internationale. Im zentralen Mittelfeld dürfte es für Cheveyo Tsawa allerdings deutlich schwieriger sein, den Sprung ins A-Nationalteam zu schaffen, als beispielsweise für Aussenverteidiger Athekame. Der 18-Jährige hat aber definitiv noch viel Zeit, um sich zu einem Nationalspieler zu entwickeln. Trotz des jungen Alters steht er schon bei 30 Einsätzen für die Profimannschaft des FC Zürich. Er dürfte von der Entscheidung von Leon Avdullahu, nicht für die Schweiz aufzulaufen, einer der Profiteure sein. Das reduziert nämlich die Anzahl der Positionskonkurrenten um einen wahrlich talentierten Mittelfeldspieler. Mit einem Vertrag bis 2029 dürfte er dem FCZ dereinst eine stolze Ablösesumme einbringen.

Alexis Antunes (Servette FC - MW: 3.0 Mio. €)

Für die offensiven Belange im Mittelfeld wäre Alexis Antunes zuständig. Der 25-Jährige hat sich im Spiel des Servette FC zu einem wichtigen Lenker und Denker entwickelt. Er dürfte von allen bislang erwähnten Akteuren die schlechtesten Karten auf einen Länderspieleinsatz haben. Es dürfte in seinem Alter wohl nicht reichen, beim Servette FC eine wichtige Rolle innezuhaben. Womöglich steht für Antunes aber schon in absehbarer Zeit ein Tapetenwechsel bevor. Beim Club, für den er schon seit der U18 spielt, läuft sein Vertrag nur noch bis zum Saisonende. Wechseln oder verlängern - der Gedanke ans Nationalteam dürfte bei dieser Entscheidung wohl keinen Einfluss haben. 

Dominik Schmid (FC Basel 1893 - MW: 4.0 Mio. €)

Als linker Schienenspieler setzen wir auf einen, der schon fürs Nationalteam aufgeboten wurde. In der EM-Qualifikation gegen Belarus und Israel sass Dominik Schmid im März 2023 allerdings zweimal während 90 Minuten auf der Bank. Im September 2024 wäre er dann für Spiele in der Nations League aufgeboten gewesen, verletzte sich dann aber kurz davor. Seither hat sich die Ausgangslage wohl zu seinen Ungunsten verändert. Im November bekam dann Miro Muheim seine Chance auf der linken Abwehrposition und der Spieler des Hamburger SV nutzte diese Gelegenheit. Für den Führungsspieler beim FC Basel eine äusserst unglückliche Situation. 

Darian Males (BSC Young Boys - MW: 3.0 Mio. €)

Auch Darian Males hat die Stufen der Nachwuchsnationalteams bis zur U21 durchlaufen. Noch im Trikot des FC Basel war es zwischenzeitlich gar Thema, ob das serbische Nationalteam der Schweiz Males streitig machen wird. Doch auch nach den 28 Torbeteiligungen in einer Saison in Rot-Blau reichte es ihm noch nicht in den Kader, die Konkurrenz auf den Aussenpositionen ist damals schlichtweg zu stark gewesen und daran hat sich bis heute nichts geändert. Hinzu kommt, dass der vorzugsweise auf rechts eingesetzte Offensivspieler bei den Young Boys nicht so fleissig Scorerpunkte sammelt, wie zu FCB-Zeiten. 

Lars Villiger (FC Luzern - MW: 3.5 Mio. €)

Die Sturmposition ist immer wieder eine Sorgenstelle des Nationalteams. Wer weiss, womöglich erhält auch Lars Villiger dereinst die Chance, sich zu beweisen. Derzeit laboriert der Luzerner aber an einer Knieverletzung, ein Einsatz fürs Nationalteam wäre derzeit ohnehin kein Thema. In der Hinrunde der letzten Saison hat Villiger seinen Marktwert nochmals ordentlich in die Höhe geschraubt, was ihm schlussendlich auch die Erwähnung in diesem Artikel eingebracht hat. Grundsätzlich kann das FCL-Eigengewächs nur eines machen, um sich fürs Nationalteam aufzudrängen: Tore schiessen. Bislang ist es ihm noch nicht gelungen, in einer Super-League-Saison auf eine zweistellige Toranzahl zu kommen. 

Théo Berdayes (FC Sion - MW: 3.0 Mio. €)

Zum Abschluss verschieben wir den Fokus und blicken noch ins Wallis. Auch Théo Berdayes Marktwert beläuft sich mittlerweile auf drei Millionen Euro, womit er sich einen Platz in dieser Elf verdient hat. Der Flügelspieler, der zwar vorzugsweise auf rechts aufläuft, ebenso aber auch auf links eingesetzt werden kann, durchläuft eine schwierige Phase. In der letzten Saison lief er noch mehrheitlich in der Startformation der Sittener auf, nun muss er sich mit Einsätzen als Joker begnügen. Beisst sich der 23-Jährige durch diese Phase durch, dürfte es ihn langfristig stärker machen. 

Für die beiden Torhüter Philipp Köhn (MW: 5.0 Mio. €) und Pascal Loretz (MW: 3.5 Mio. €), sowie Aussenverteidiger Lewin Blum (MW: 3.0 Mio. €) hatte es trotz passendem Marktwert keinen Platz in dieser Formation. 

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2025-08-31 12:00:32