sport.ch

Jashari muss jetzt seine Nati-Chance erhalten und Zesiger könnte seine Form unter Beweis stellen

Unsere Startelfprognose für das Schweizer Testspiel gegen Mexiko

Die Schweizer Nationalmannschaft weilt derzeit in der USA, um sich rund ein Jahr vor der Weltmeisterschaft im Land des Gastgebers "die Lust" zu wecken, wie Nati-Trainer Murat Yakin sagte. Um auch die Zuversicht und das Selbstvertrauen für die anstehende WM-Qualifikation zu stärken, wären zwei Testspielsiege zum Abschluss der Fussballsaison 2024/25 natürlich Gold wert. 

Am kommenden Samstag (7. Juni) spielt die Schweiz um 22.00 Uhr Schweizer Zeit gegen Mexiko, ein sehr starker und gefährlicher Kontrahent. Wir wagen nun die grosse Prognose, mit welcher Elf Murat Yakin die Partie beginnen könnte. Dabei gehen wir davon aus, dass er erneut auf eine Dreier-Abwehr setzen wird und die Nati in einem 3-4-1-2-System auflaufen könnte. 

Tor: Gregor Kobel 

Gegen Mexiko dürfte der Nati-Trainer mit grosser Wahrscheinlichkeit auf seine Nummer 1 im Tor setzen. Gregor Kobel zeigte zum Saisonende hin sehr starke Leistungen für den BVB und war einer der Garanten dafür, dass die Dortmunder auf den letzten Drücker doch noch die Champions-League-Quali erreichten. Seine Form ist sehr gut, weswegen er auch gegen die Mexikaner spielen dürfte. Vor allem auch hinsichtlich dessen, dass er dann womöglich gegen die USA geschont wird, da der BVB am 17. Juni bereits das erste Spiel an der Klub-WM bestreitet. 

Innenverteidigung rechts: Cédric Zesiger

Eigentlich wäre vorgesehen gewesen, dass Denis Zakaria gegen Mexiko starten soll, doch aufgrund von muskulären Problemen musste der Monaco-Söldner das Nati-Camp verlassen. Da es sich zudem bekanntlich um ein Testspiel handelt, wäre es aus Sicht von Murat Yakin eine ideale Gelegenheit, auch mal der zweiten Schweizer Garde eine Bewährungschance zu geben. Cédric Zesiger hätte es nach seiner starken Rückrunde für den FC Augsburg definitiv verdient, wenn er sich auch im Nati-Trikot präsentieren dürfte. In der Bundesliga agiert der Linksfuss ebenfalls in einer Dreier-Kette, weswegen er das Spielsystem bestens kennt und unserer Ansicht nach eine sehr gute Option wäre, um gegen Mexiko von Beginn an mittun zu dürfen.

Innenverteidigung Mitte: Manuel Akanji

Als Abwehrboss gibt es natürlich kein Vorbeikommen an City-Legionär Manuel Akanji. Der  29-Jährige ist in der Innenverteidigung der Schweizer Nati absolut gesetzt, weswegen er auch gegen Mexiko von Beginn an auf dem Platz stehen dürfte. Schliesslich gilt bei ihm die gleiche Ausgangslage wie bei Kobel, wird er doch ebenfalls noch an der erstmaligen Austragung der Klub-WM teilnehmen dürfen. Gut möglich, dass er dann ebenfalls gegen die USA eine Verschnaufpause erhält, um möglichst erholt in das neue Klubturnier starten zu können. 

Innenverteidigung links: Ricardo Rodríguez 

Auf der linken Seite in der Dreier-Abwehr war zuletzt Ricardo Rodríguez jeweils gesetzt, somit gehen wir davon aus, dass Murat Yakin nach der Verletzung von Denis Zakaria diesbezüglich keine Experimente wagen wird. Da Yakin sechs Verteidiger aufgeboten hat, wäre es auch durchaus denkbar, dass Rodríguez nach einer langen Saison nicht die volle Spielzeit absolvieren würde. Doch um gegen Mexiko gut in die Partie zu starten wäre der Sevilla-Verteidiger ein Kandidat, der Ruhe, Sicherheit und Erfahrung von Beginn weg auf den Platz bringen könnte.

Rechtes Mittelfeld: Silvan Widmer 

Der Routinier fehlte zuletzt beim März-Zusammenzug in der Nati, doch nun ist Silvan Widmer zurück. Auch wenn er beim 1. FSV Mainz 05 vornehmlich mit einer Jokerrolle vorliebnehmen muss, sehen wir ihn gegen Mexiko in der Startelf. Dies in erster Linie darum, um zu sehen, in welcher Form er sich tatsächlich befindet. Der 32-Jährige hat zuletzt im Nati-Dress zumeist überzeugen können und für ihn selbst wäre es sicherlich wichtig, nochmals möglichst viel Spielpraxis zu erhalten und sein Selbstvertrauen mit hoffentlich guten Leistungen erhöhen zu können. 

Zentrales Mittelfeld: Granit Xhaka

Im zentralen Mittelfeld gibt es natürlich kein Vorbeikommen am Captain, ist doch Granit Xhaka der Dreh- und Angelpunkt im Schweizer Spiel. Der 32-Jährige konnte bei Bayer 04 Leverkusen zwar nicht mehr ganz an die Fabelsaison 2023/24 anknüpfen, trotzdem war er bei der Werkself immer noch der grosse Chef auf dem Platz. Mit seiner Routine, seiner Erfahrung und vor allem seiner Klasse kann Murat Yakin natürlich keinesfalls auf seine Dienste verzichten. 

Zentrales Mittelfeld: Ardon Jashari 

Es wäre definitiv Zeit, an der Seite von Granit Xhaka auf einen der grossen Shootingstars von dieser Saison zu zählen. Ardon Jashari hat bei Brügge in Belgien eingeschlagen wie eine Bombe und auf ganzer Linie überzeugen können. Er wurde nicht umsonst zum "Spieler der Saison" in der Jupiler League gekürt, was eine fantastische Ehre für den 22-Jährigen ist. In der A-Nati bekam das Juwel erst zwei Minuten Spielzeit, weswegen es nun höchste Zeit ist, ihn zum ersten Mal in die Startelf zu beordern. Wenn nicht jetzt, wann dann? 

Linkes Mittelfeld: Miro Muheim 

Als Pendant von Silvan Widmer würden wir auf der linken Seite auf Miro Muheim zählen. Schliesslich schwebt der 27-Jährige nach dem erlösenden Bundesliga-Aufstieg des Hamburger SV im Hoch und beim HSV war der gebürtige Zürcher auch einer der grossen Garanten dafür, dass es in dieser Saison endlich geklappt hat. Besonders beeindruckend waren seine 11 Assists in der 2. Bundesliga, was auch beweist, dass Miro Muheim über grosse offensive Qualitäten verfügt. Das linke Mittelfeld wäre deswegen eine ideale Position für ihn, da er dort seine defensiven Fähigkeiten zeigen, aber auch in der Offensive für Akzente sorgen kann. 

Offensives Mittelfeld: Remo Freuler

Da es definitiv Zeit wird, Ardon Jashari eine erste Startelfchance in der Schweizer Nati zu gewähren, dürfte Remo Freuler auf eine etwas offensivere Position rutschen. Der 33-Jährige war zuletzt an der Seite von Granit Xhaka im zentralen Mittelfeld gesetzt, wobei er dabei schon den immer etwas offensiveren Part abgegeben hat. Es wäre für Murat Yakin sicherlich interessant zu sehen, wie sich der Bologna-Söldner als Spielmacher präsentieren würde, gibt es doch auf jener Position seit dem Nati-Rücktritt von Xherdan Shaqiri ein kleines Vakuum. Falls Freuler im offensiven Mittelfeld nicht funktionieren würde, könnte er künftig seinen Nati-Stammplatz an den bereits erwähnten Jashari verlieren. 

Sturm: Breel Embolo

Der Nati-Coach könnte gegen Mexiko auf einen pfeilschnellen Zweier-Sturm setzen. Zum einen wäre da Breel Embolo, der derzeit die Nummer 1 in der Schweizer Stürmer-Hierarchie sein dürfte. Der 28-Jährige erzielte für Monaco in dieser Saison insgesamt sieben Tore, was kein überragender Wert ist, doch es ist allgemein bekannt, dass der Nati ein richtiger Knipser im Sturm fehlt. Es gibt auf jeden Fall keine Gründe, die dafür sprechen, Embolo aus der Startelf zu ziehen. 

Sturm: Dan Ndoye 

An der Seite von Breel Embolo könnte es man einmal mit Dan Ndoye versuchen. Der Bologna-Star, der in diesem Sommer zu einem europäischen Topverein wechseln dürfte, schoss insgesamt neun Treffer in der abgelaufenen Saison und damit mehr als Breel Embolo. Bei seinem Verein wurde er zwar vornehmlich auf dem Flügel eingesetzt, doch er bringt die nötigen Qualitäten mit, um auch in einem Zweier-Sturm für viel Torgefahr sorgen zu können. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert. 

Ardon Jashari Breel Embolo Cédric Zesiger Dan Ndoye Denis Zakaria Fussball Fussball A-Nationalmannschaft Fussball International Fussball Nationalmannschaften Granit Xhaka Gregor Kobel Manuel Akanji Miro Muheim Remo Freuler Ricardo Rodriguez Silvan Widmer sport.ch

2025-06-05 16:00:54

Event

07.06.2025 22:00
Mexiko 2:4 Schweiz

Liveticker

Spieler