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Sechs Kandidaten, die berechtigte Hoffnungen auf ein Nati-Aufgebot haben dürfen

Ob einer von ihnen auch tatsächlich von Murat Yakin aufgeboten wird?

Für die Schweizer Nationalmannschaft gilt es beim letzten Zusammenzug in diesem Kalenderjahr ernst, will man doch den drohenden Abstieg aus der Gruppe A in der Nations League noch verhindern. Am 7. November wird Murat Yakin sein letztes Nati-Aufgebot im Jahr 2024 bekannt geben. 

Es ist gut möglich, dass der Nati-Coach den ein oder anderen Namen aufbieten wird, welcher mit dem Umfeld der Schweizer A-Nati noch nicht so vertraut ist. Wir nehmen nun einmal sechs Spieler in den Fokus, die auf ein Aufgebot hoffen dürfen. 

Aurèle Amenda (Eintracht Frankfurt) 

Der erst 21-Jährige gilt als grosses Versprechen für die Zukunft, geht man bei ihm doch stark davon aus, dass er früher oder später ein fixer Bestandteil der Nati-Abwehr sein wird. Bei Eintracht Frankfurt hat Amenda in seiner ersten Auslandssaison bislang noch einen schweren Stand, kommt er doch nur vereinzelt und in erster Linie als Joker zum Einsatz. Der junge Defensivspieler muss sich zuerst noch an das höhere Niveau in der Bundesliga gewöhnen, weswegen man ihn in Frankfurt auch behutsam aufbaut. 

Trotzdem darf der gebürtige Bieler darauf hoffen, von Murat Yakin eine Einladung für die A-Nati zu erhalten. Dies in erster Linie darum, weil mit Grégory Wüthrich (Sturm Graz), Becir Omeragic (Montpellier) und Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach) gleich drei Nati-Kandidaten mit Verletzungsproblemen zu kämpfen haben. Ausserdem kommt Ricardo Rodriguez bei seinem neuen Verein Betis Sevilla kaum zum Zug und auch Cédric Zesiger musste bei Wolfsburg mit einen Bankplatz vorliebnehmen. Gut möglich, dass Amenda ein Aufgebot erhält und reinschnuppern darf. 

Albian Hajdari (FC Lugano) 

Der 21-Jährige ist ein weiterer ernsthafter Nati-Kandidat, ist doch Albian Hajdari beim FC Lugano in der Innenverteidigung meistens gesetzt und zeigt auch konstant starke Leistungen. Auch international konnte er bereits den Beweis erbringen, mehr als nur mithalten zu können. Einen Mann mit Spielpraxis und Selbstvertrauen kann die Nati-Defensive definitiv gut gebrauchen. 

In der U21 nahm Hajdari bereits eine Schlüsselrolle ein und in Zukunft dürfte der Youngster auch regelmässig in der A-Nati mit von der Partie sein. Die anstehenden Nations-League-Duelle wären für Murat Yakin ein guter Zeitpunkt, um den Lugano-Crack genauer unter die Lupe nehmen zu können. Ausserdem wäre er bei einem möglichen Einsatz gegen Serbien oder in Spanien auch fest an die Schweiz gebunden, könnte der Doppelbürger theoretisch auch noch für Kosovo auflaufen. 

Miro Muheim (Hamburger SV) 

Einer, der immer mal wieder mit der Schweizer Nati in Verbindung gebracht wird, jedoch noch nie aufgeboten wurde, ist Miro Muheim. Der mittlerweile 26-Jährige gehört beim Hamburger SV in der 2. Bundesliga zu den absoluten Stammspielern. Zuletzt durfte der polyvalent einsetzbare Defensivspieler jeweils in einer Dreierkette ran, was Murat Yakin in drei von vier Nations-League-Spielen sowie an der sehr erfolgreichen EM-Endrunde in Deutschland auch spielen liess. 

Miro Muheim wäre prädestiniert dafür, den Platz des formschwachen Rodriguez einnehmen zu können, der, wie weiter oben bereits erwähnt, bei Betis Sevilla einen schweren Stand hat. Ausserdem überragt der gebürtige Zürcher beim HSV mit seinen Standards und seinen Flanken, lieferte er doch in der Liga in elf Saisonpartien schon sensationelle sieben Assists. Das wäre bereits für einen Offensivspieler eine überragende Quote. Er hätte es definitiv verdient, endlich für die Nati aufgeboten zu werden. Schliesslich könnte er in einer Viererkette auch die Position des linken Verteidigers bekleiden. Sein grosses Problem ist halt, dass er "nur" in der 2. Bundesliga spielt. 

Alvyn Sanches (FC Lausanne-Sport) 

Die Lausanner haben das derzeit formstärkste Team der Super League, konnten doch die letzten vier Spiele allesamt zu null gewonnen werden. Massgeblichen Anteil am Aufschwung der Westschweizer hat Alvyn Sanches, von welchem man schon immer wusste, dass er riesiges Potenzial besitzt. Nun liefert der 21-Jährige auch konstant ab, weswegen er mit Sicherheit im Blickfeld des Nati-Trainers stehen dürfte. 

Bereits in der U21 nahm der zentrale Mittelfeldspieler eine essenzielle Rolle ein und spätestens in dieser Saison blüht der Youngster auch in der höchsten Schweizer Spielklasse so richtig auf. Das Bewundernswerte ist vor allem, dass Sanches den Fussball einfach aussehen lässt. Bei ihm kann es eigentlich auch nur eine Frage der Zeit sein, bis er seine Nati-Premiere feiern darf.

Falls Yakin für die entscheidenden Spiele gegen Serbien und in Spanien auf formstarke Spieler zurückgreifen will, gibt es am Lausanne-Spielmacher eigentlich kein Vorbeikommen. Möglicherweise plant Yakin damit, Denis Zakaria als Innenverteidiger aufzustellen, womit ein Platz im Mittelfeld frei werden würde. Der Monaco-Söldner fehlte zuletzt in der Champions League jedoch aufgrund von muskulären Problemen. Dazu fällt auch noch Michel Aebischer verletzungsbedingt aus. 

Dereck Kutesa (Servette FC) 

Apropos Formstärke; dies gilt insbesondere auch für den aktuellen Top-Goalgetter der Super League. Dereck Kutesa hat in dieser Spielzeit seinen Torriecher gefunden und in bislang 13 Super-League-Partien schon neun Treffer erzielen können. Es ist bereits jetzt seine mit Abstand beste Saison, lag sein Bestwert bezüglich CSSL-Toren über eine gesamte Saison gesehen zuvor bei vier (2018/19 und 2023/24). Selbst im Nachwuchs lag der Tore-Bestwert von Kutesa über eine gesamte Saison gesehen bei sieben. 

Man kann also definitiv davon sprechen, dass der 26-Jährige in dieser Saison so richtig explodiert ist, befindet sich der Genfer in der Form seines Lebens. Da Rubén Vargas aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung eher keine Option für die Schweizer Nati sein dürfte, könnte stattdessen Kutesa zum Handkuss kommen und das möglicherweise zweite Nati-Spiel seiner Karriere feiern. Verdient hätte er ein Nati-Aufgebot mit seinen Leistungen allemal. 

Franck Surdez (KAA Gent) 

Ein sechster und unserer Meinung nach letzter Kandidat, der leise auf ein Nati-Aufgebot hoffen darf, ist Franck Surdez. Der 22-Jährige zählt in Belgien bei KAA Gent zu den Stammkräften und weiss dort durchaus zu überzeugen. Der polyvalent einsetzbare Neuenburger sammelte in der Liga beispielsweise beachtliche sechs Scorerpunkte (ein Tor und fünf Assists) aus 13 Spielen. Auch international kommt Surdez in der Conference League regelmässig zum Einsatz, auch wenn er dort noch nicht die Produktivität wie in der Liga an den Tag legen konnte. 

Zuletzt lief es ihm und seinem Team aber nicht mehr nach Wunsch, wartet man doch seit vier Ligaspielen auf einen Sieg (drei Unentschieden und eine Niederlage). Auch Surdez selbst konnte seinen starken Saisonstart nicht mehr weiterführen, hat er es doch auch nicht ändern können, dass Gent seit drei Partien auf einen Torerfolg wartet. Sein Selbstvertrauen dürfte also durchaus ein wenig gelitten haben, aber grundsätzlich ist der 22-Jährige einer, der definitiv das Potenzial hat, Nati-Spieler sein zu können. 

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2024-11-06 10:00:05