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Der erste Schritt der 'neuen' Nati - Die Gesichter ändern sich aber nicht gross

So könnte die Schweiz an der Nations League aufs Feld gehen

In den kommenden beiden Nations-League-Partien werden wir eine Schweizer Nati sehen, die wir so noch nicht kennen. Mit den Abgängen von Schär, Sommer und Shaqiri ist Murat Yakin zu Änderungen gezwungen - wie sieht die neue Startaufstellung der Nati aus?

Im Tor ist die Sache klar

Yann Sommer ist zurückgetreten, aus seinem Schatten tritt nun - nach einer gefühlten Ewigkeit - Gregor Kobel. Der Schlussmann von Borussia Dortmund gehört mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro zu den teuersten und wohl auch besten Torhütern der Welt - nach starken Leistungen in der Bundesliga und den europäischen Wettbewerben erhält er jetzt auch die Chance, sich auf der internationalen Bühne zu beweisen. Wir sind gespannt auf die neue Nummer eins im Nati-Tor. 

An der Dreierkette wird festgehalten

Bereits bei der Kaderbekanntgabe hat Murat Yakin eines klargestellt: An seiner Dreierkette gibt es nichts zu rütteln - zu solide stand man an der EM in dieser Formation, zu fest haben sich die Spieler mittlerweile daran gewöhnt. Wohl ebenso wenig im Zweifel steht Abwehrchef Manuel Akanji. Der Defensivmann von Manchester City übernimmt in der Nati je länger je mehr eine Führungsrolle, wird auf der mittleren Innenverteidigerposition die Dreierkette zusammenhalten. 

An seiner linken Seite vermuten wir Ricardo Rodriguez. Der Routinier verliess vor einigen Wochen den FC Torino in Richtung Sevilla, wo er bei seinem neuen Club wohl vermehrt wieder in einer Viererkette zum Einsatz kommen wird. Dass Rodriguez die Position des linken Innenverteidigers beherrscht, ist jedoch klar: An der vergangenen Europameisterschaft machte er in "Muris" Dreierkette einen überaus soliden Eindruck. 

Rechts in der Dreierkette gilt es die Position von abtreter Fabian Schär zu besetzen. Ähnlich wie im Nati-Tor erwarten wir auch hier das Aufblühen eines Spielers, der lange im Schatten seiner Konkurrenz stand: Nico Elvedi ist seit etlichen Jahren fester Bestandteil der Schweizer Nati, nun soll er endlich an seine Starterrolle kommen. 

Im Mittelfeld die Allzweckwaffe Aebischer 

Vor der Dreierkette wird Murat Yakin wohl weiterhin auf ein Vierermittelfeld vertrauen. Das Herzstück der Mannschaft bilden Arbeitstier Remo Freuler und Nati-Captain Granit Xhaka. Obschon gut möglich ist, dass in der Rotation auch einmal Denis Zakaria oder Vincent Sierro zu Einsätzen kommen, lässt sich am Duo Xhaka-Freuler eigentlich nicht rütteln - so lange die beiden in der Nati sind, stehen sie auch auf dem Platz. 

Granit Xhaka und Remo Freuler geniessen von Murat Yakin vollstes Vertrauen

Spannender wird es auf den Aussenbahnen. Rechts erwarten wir nun doch Silvan Widmer. Der Mainz-Captain war in der ersten Kaderbekanntgabe aus gesundheitlichen Gründen noch nicht dabei, ersetzt jetzt aber Dominik Schmid, welcher aufgrund einer Verletzung ausfällt. Ist Widmer fit, so wird er spielen - in der Nati überzeugt er mit seiner Arbeitsmoral und seiner Laufbereitschaft und ist im Laufe der Jahre zum Publikumsliebling avanciert. 

Es bleibt die linke Aussenbahn zu besetzen, im Nati-Kader steht jedoch kein Spieler, auf den diese Position zu richtig zugeschnitten wäre. Murat Yakins Antwort auf diese Situation: Allzweckwaffe Michel Aebischer. Der Bologna-Kicker etablierte sich an der vergangenen EM ziemlich überraschend als Leistungsträger, kam auch mehrfach auf dieser Position zum Einsatz. Aebischer ist ein spielintelligenter und arbeitsfreudiger Spieler, in der Defensive wird er seine Pflicht auf der Aussenbahn erfüllen, im Spiel gegen vorne wohl eher durch die Mitte wirken. 

Embolo ohne Verletzungssorgen ist nochmal ganz was anderes

Wir kommen zur Offensive. Dort fehlt verletzungsbedingt ein weiterer EM-Shootingstar. Dan Ndoye, Teamkollege von Michel Aebischer und Remo Freuler bei Bologna, muss an der Nations League aussetzen. Doch nicht nur Ndoye, natürlich fehlt da auch noch Nati-Legende Xherdan Shaqiri, der heimgekehrte Sohn des FC Basel ist aus der Nati zurückgetreten - obschon er an der EM nur noch von der Bank kam, ist auch "Shaq" nicht leicht zu ersetzen. 

Wer soll es also richten? Links erwarten wir Rubén Vargas. Der 26-Jährige kickt seit mittlerweile fünf Jahren in der Bundesliga, zeigte dort sowie in der Nati stets, dass er die gegnerische Defensive vor ernste Probleme stellen kann und ist bei Murat Yakin weitestgehend gesetzt. Das Pendant auf der rechten Seite soll Fabian Rieder bilden. Der Ex-YB-Kicker ist ein anderer Spielertyp, imponiert nicht wie Vargas mit Geschwindigkeit und Explosivität, sondern weiss sich mit einer hervorragenden Technik und einem taktischen Spielstil auszuzeichnen. Ein wertvoller Spieler, der neben der Nati nun auch in der Bundesliga aufblühen will. 

Bleibt nur noch der Neuner - dort ist es eine klare Angelegenheit: Breel Embolo stellte an der EM einmal mehr unter Beweis, dass er - selbst kurz nach einer Verletzung - immer noch die beste Stürmeroption ist, die die Schweiz zu bieten hat. Mit seiner physischen Überlegenheit, seinem Zug zum Tor und seinen Fähigkeiten am Ball ist der Mittelstürmer einer der Lieblingsspieler Murat Yakins. An einem richtig fitten Breel Embolo führt auch für tolle Spieler wie Zeki Amdouni und Kwadwo Duah kein Weg vorbei - zumindest noch nicht. 

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2024-09-02 23:00:30