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Koller hadert nach Auftaktniederlage mit der Zürcher Chancenauswertung

"Musst den Ball über die Linie würgen"

Der FC Zürich muss zum Saisonauftakt eine bittere Pillen schlucken. Trotz einer durchaus überzeugenden Vorstellung in der ersten Halbzeit unterlag der FCZ dem FC St.Gallen nach einem späten Doppelschlag mit 1:2. Im Gespräch mit dem SRF sparte Trainer Marcel Koller nicht mit Kritik an den entscheidenden Unkonzentriertheiten seiner Mannschaft.

Bis zur Pause lieferten die Zürcher im ausverkauften Berit Sitterstadion einen abgeklärten Auftritt ab und belohnten sich in der 50. Minute durch ein Traumtor von Umeh Emmanuel mit der verdienten Führung. Doch innerhalb von nur vier Minuten kippte die Partie komplett zugunsten der Ostschweizer, die durch Lukas Görtler und den eingewechselten Andrin Hunziker das Spiel drehten.

Angesprochen auf den abrupten Bruch im Zürcher Spiel fand Marcel Koller gegenüber SRF deutliche Worte für die verhängnisvollen Aussetzer in der Defensive: "Das sind halt kleine, entscheidende Momente. Meistens ist es ein Spieler, der vielleicht etwas zu spät auf Aktionen des Gegners reagiert. Dann können sie das Tor schiessen oder haben eine gefährliche Situation. Das sind Unaufmerksamkeiten, an denen wir weiter arbeiten müssen."

Der Ruf nach mehr Pragmatismus

Mit Blick auf die Offensive vermisste der 65-jährige in den entscheidenden Szenen die nötige Abgebrüchigkeit. Es fehle im Moment noch an der nötigen Konsequenz in der Box: "Bei uns ist es im Moment vielleicht noch so, dass wir es zu schön machen wollen. Aber es ist egal, wie: Du musst den Ball einfach über die Linie würgen."

Auch der physische Einbruch in den Schlussminuten sei Teil des aktuellen Entwicklungsprozesses. Das geforderte hohe Tempo könne über 90 Minuten noch nicht durchgezogen werden, wofür Koller vor allem den Umbruch und das junge Alter vieler Akteure verantwortlich machte: "Wir sind auch noch daran zu arbeiten, dass wir das richtige Tempo gehen können. Das kann man nicht alles in so kurzer Zeit aufbauen, das braucht noch etwas Zeit."

Trotz des Dämpfers zum Einstand zieht Koller auch Mut aus dem Auftritt im Sitterstadion. Besonders der Zusammenhalt innerhalb der Truppe habe gestimmt: "Positiv war, dass die Spieler miteinander gespielt, gegeneinander gekämpft, gerufen und sich gegenseitig unterstützt haben. Das muss noch besser und stärker werden, aber das haben wir schon gesehen."

Für die kommenden Wochen fordert der Trainer daher vor allem eines: Ruhe und akribische Arbeit. "Wir sind Schüfeli um Schüfeli näher gekommen an das, was man sehen will. Es ist noch nicht fertig, aber wir bleiben dran", versicherte Koller vor den nächsten Aufgaben in der Meisterschaft.

Brack Super League FC Zürich Fussball Gian Menzi Marcel Koller

2026-07-26 19:57:15

Event

26.07.2026 16:30
FC St.Gallen 1879 2:1 FC Zürich

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