sport.ch

'Wenn es wild wird, sieht es gut für uns aus'

Kurz vor dem Rückspiel

Der FC Thun steht vor dem entscheidenden Rückspiel der Champions-League-Qualifikation - und Trainer Gianluca Privitelli setzt auf Intensität. Vor dem Abflug sprach der Thuner Trainer über den ungewohnten Alltag, die Regeneration nach dem Ligaeinsatz und den Matchplan für den grossen Abend.

Für Gian-Luca Privitelli ist derzeit vieles neu. Charterflug, internationale Medienkonferenz, ausländische Journalisten - der Trainer des FC Thun erlebt seine ersten internationalen Wochen mit Thun. Gross beeindrucken lässt er sich davon aber nicht.

"Es ist ohnehin alles neu für mich", sagte Privitelli im Interview mit SRF. "Das Wichtigste ist nicht die Pressekonferenz oder das Drumherum, sondern dass wir den Fokus auf das Team legen und einen guten Auftritt zeigen."

Der Tag vor dem Rückspiel verlief für die Thuner dennoch ungewöhnlich. Am Montagmorgen wurde in der Schweiz trainiert und der Matchplan nochmals besprochen. Danach ging es direkt zum Flughafen und mit einem Charterflug zum Auswärtsspiel. Thun verzichtete auf das sonst übliche Abschlusstraining im Stadion des Gegners. Laut Privitelli war dies bewusst entschieden worden. Nach dem späten Super-League-Spiel am Samstag gegen Luzern habe die Regeneration Priorität gehabt. Zudem habe man die Reiseplanung gemeinsam mit den Spielern abgestimmt.

Nach dem Remis im Hinspiel ist alles offen

Sportlich erwartet der Trainer ein intensives Rückspiel. Besonders das Pressing und das Umschaltspiel sieht er als Schlüssel zum Erfolg. "Entscheidend wird sein, dass wir sie mit unserer Intensität überraschen können. Wenn wir über Umschaltmomente und Angriffe aus der Tiefe gefährlich werden wie in der ersten Halbzeit des Hinspiels, dann haben wir gute Chancen."

Privitelli glaubt, dass ein offenes Spiel seinem Team entgegenkommt. "Wenn es ein wildes und intensives Spiel wird, sieht es sehr gut für uns aus. Wenn wir dagegen lange tief im Block verteidigen müssen, kann es schwierig werden."

Nach dem Remis im Hinspiel schliesst der Thuner Trainer auch Verlängerung oder Penaltyschiessen nicht aus. Entsprechend wurde die Belastungssteuerung detailliert geplant. "Wir müssen nicht nur wissen, wie wir das Spiel beginnen, sondern auch, wie wir es beenden. Wer in der 65. Minute eingewechselt wird, muss unter Umständen nochmals sehr lange spielen."

Dinamo Zagreb FC Thun Berner Oberland Fussball Gian-Luca Privitelli Soraya Sägesser UEFA Champions League

2026-07-28 11:34:04