Der FC St. Gallen setzt sich in einer ereignisarmen Partie in Thun mit 2:0 durch. Nachträglich für Gesprächsstoff dürfte vor allem die Penaltyentscheidung zugunsten der St. Galler sorgen.
Schaut man das Spiel, ohne vorher die Tabelle zu kennen, käme man nicht auf die Idee, dass hier der Erstplatzierte gegen den Zweitplatzierten spielt. Die Partie ist von vielen Zweikämpfen geprägt, Spielfluss kommt kaum auf. Die erste Tor-Chance der Partie geht auf das Konto der Berner Oberländer: In der siebten Minute kommt Franke nach einem Freistoss aus dem Halbfeld zum Kopfball. Zigi kann den frühen Rückstand mit einer Glanzparade verhindern.
In der 22. Minute gehen die Ostschweizer schliesslich in Führung. Aliou Balde steht nach einem schönen Pass von Okoroji plötzlich allein vor Steffen und verwandelt souverän. Zunächst hebt der Schiedsrichterassistent die Fahne, doch nach mehrminütiger Videostudium wird der Treffer gegeben.
Auch danach kommt kaum Spielfluss zustande, die Mannschaften neutralisieren sich weitgehend. Erst in der 71. Minute ergibt sich wieder eine grosse Chance: Meichtry schiebt den Ball aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Nur drei Minuten später erhalten die St. Galler einen Elfmeter zugesprochen. Thuns Verteidiger zieht Efekele leicht zurück, und dieser fällt sofort - ein sehr strenger Entscheid, der die Thuner ärgern dürfte.
In den restlichen Minuten kommen die Thuner kaum noch gefährlich vors Tor, sodass die Espen das Spitzenspiel in Thun verdient gewinnen. Der Tabellenführer zeigte sich in der Offensive zu harmlos, um etwas Zählbares mitzunehmen. Mit dem Sieg rücken die St. Galler auf drei Punkte an die Berner Oberländer heran.
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