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Neben Baldé dürfen sich die Espen auch bei Stanic für den Punkt bedanken

Der Innenverteidiger wurde in der Pause laut

Nach einer schwachen ersten Halbzeit gegen den FC Luzern wurde es in der Kabine des FC St.Gallen laut. Verteidiger Jozo Stanic ergriff das Wort - mit Erfolg: Dank eines Doppelpacks von Aliou Baldé retteten die Espen noch ein 2:2-Unentschieden und wendeten die drohende Niederlage ab.

Die Wände in der Luzerner Swissporarena sind dünn. Nur eine Tür trennt die Gästekabine vom Medienraum – lautstarke Ansprachen dringen ungefiltert nach aussen. "Das kann nicht sein. Wir sind katastrophal", hallte es gemäss Blick in der Pause des Rivalenduells deutlich vernehmbar durch die Gänge. Der FCSG lag nach einer uninspirierten Leistung zurück, die Stimmung war am Tiefpunkt.

Stanic übernimmt das Wort

Trainer Enrico Maassen stellte nach der Partie bei oben genanntem Medium klar, dass die deutlichen Worte nicht von ihm stammten. "Meine Stimme war das nicht", so der 42-Jährige. Er habe zwar eine klare Leistungssteigerung gefordert, um in der Tabelle oben zu bleiben, das Wort "katastrophal" sei jedoch nicht Teil seines Vokabulars gewesen.

Stattdessen trat ein Führungsspieler aus dem Team hervor. Innenverteidiger Tom Gaal gab nach dem Schlusspfiff Einblick in die internen Abläufe: "Heute war es Jozo Stanic, der einmal laut geworden ist." Stanic selbst bereute seinen Ausbruch nicht: "Manchmal braucht es das. Zuletzt war es lange ruhig, aber heute hat es geholfen."

Baldé rettet den Punkt

Die Kabinenpredigt verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Ostschweizer agierten im zweiten Durchgang deutlich griffiger. Hauptverantwortlich für den Punktgewinn war Aliou Baldé. Der 23-Jährige, in der zweiten Hälfte auf den Flügel beordert, sicherte den Espen mit zwei Treffern das Remis. Während St.Gallen die Moral feierte, herrschte auf Luzerner Seite Frust über den verspielten Vorsprung. In einer hitzigen Schlussphase gerieten Gaal und Luzerns Adrian Bajrami aneinander, was der St.Galler Verteidiger jedoch gelassen kommentierte: "Ein bisschen Emotionen am Schluss sind auch geil."

Fokus auf den Cup-Halbfinal

Mit dem Rückenwind der Aufholjagd blickt der FCSG nun auf das Cup-Halbfinale gegen Yverdon. "Es ist ein Do-or-Die-Spiel. Wir wollen mit unseren Fans nach Bern", betont Gaal. Trotz einer Serie von 14 ungeschlagenen Spielen mahnt Trainer Maassen zur Vorsicht: "Das ist keine Garantie. Es wird ein schwieriges Spiel." Die Hoffnung bleibt, dass am Ende erneut ein Lächeln steht - diesmal hoffentlich ohne den Umweg über eine "katastrophale" erste Halbzeit.

Brack Super League Dominic Hodel Enrico Maassen FC St.Gallen 1879 Fussball Jozo Stanic Tom Gaal

2026-04-13 19:20:54

Event

12.04.2026 16:30
FC Luzern 2:2 FC St.Gallen 1879

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