Nach der Niederlage gegen YB im ersten Saisonspiel kam der FC Sion gegen den FC Luzern locker zum ersten Sieg der Saison. Dabei hatte auch Josias Lukembila grossen Einfluss, der nach seiner Einwechslung zu gefallen wusste.
Nach einer sehr frühen Roten Karte gegen den FC Luzern tat sich der FC Sion trotz Feldüberlegenheit phasenweise schwer, den Sack endgültig zuzumachen. Die Entscheidung brachten schliesslich die Einwechslungen nach einer knappen Stunde: Das eingewechselte Trio um Franck Surdez, Theo Berdayes und Josias Lukembila sorgte für den spielentscheidenden Schwung. Lukembila glänzte zunächst als Vorbereiter und setzte kurz darauf mit einem blitzsauberen Tor zum 3:0 den Schlusspunkt.
"Ich denke, ich war heute eine Art Super-Sub", erklärte Lukembila nach dem Abpfiff schmunzelnd beim Blick. "Es ist der Job von uns Reservisten, das Spiel zu beenden – besonders bei dieser Hitze, wenn die Kräfte beim Gegner nachlassen."
Bemerkenswert ist die neugewonnene Breite im Sittener Kader. Während Coach Didier Tholot in der vergangenen Aufstiegssaison meist auf eine feste Stammformation vertraute, kamen in den ersten Partien der neuen Spielzeit bereits 18 verschiedene Akteure zum Einsatz. Die Überraschung dabei: Mit Fodé Sylla stand bislang erst ein echter Neuzugang auf dem Platz.
Tholot profitiert von Leistungssprüngen im bestehenden Kader sowie erhöhter taktischer Variabilität, etwa durch das neue Sturmduo Winsley Boteli und Rilind Nivokazi in einem variablen 4-4-2-System. Mit Blick auf die anstehenden Qualifikationsspiele zur Conference League gegen den FC Noah aus Armenien ist die Kadertiefe ein entscheidender Trumpf. Lukembila nimmt seine neue Rolle als Edeljoker daher gelassen an: "Der Coach sagt immer: Es gibt jene, die beginnen, und jene, die beenden. Wir werden diese Saison viele Spiele haben – da braucht es jeden einzelnen von uns."
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