sport.ch

Rrudhani spürte nach dem heftigen Foul von Owusu sein Bein nicht mehr

Sion-Torschütze musste eine Tablette schlucken

Der FC Sion feiert einen deutlichen 3:0-Heimsieg gegen den FC Luzern. Matchwinner Donat Rrudhani zieht nach der turbulenten Partie Bilanz, spricht beim SRF über die frühe Rote Karte, fahrlässige Chancenverwertung und den entscheidenden Impuls von der Ersatzbank.

Der FC Sion bleibt auf Kurs. Nach der Niederlage gegen die BSC Young Boys und dem anschliessenden Befreiungsschlag unter der Woche legten die Sittener am Wochenende mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen den FC Luzern nach. Ein Spiel, das bereits in der Anfangsphase mächtig an Fahrt aufnahm.

Früher Platzverweis und Goalie-Fehler ebnen den Weg

Bereits in den Startminuten standen Schiedsrichter und Spielgeschehen im Fokus. Nach einer harten Szene sah Tyron Owusu die Rote Karte - eine Entscheidung, die Donat Rrudhani nach Durchsicht der Bilder als völlig korrekt einstufte: "Für mich ist es eine klare Rote Karte. Ich denke nicht, dass er das extra gemacht hat, es ist unglücklich für ihn, aber am Schluss ist es einfach Rot." Gegenüber von blue Sport hat er ausserdem gesagt: "Ich hatte viele, viele Schmerzen. Am Anfang habe ich mein Bein gar nicht gespürt. (...) Ich musste in der Halbzeit eine Tablette nehmen."

Sion nutzte die Überzahl schnell und ging nach einem Patzer des Luzerner Torhüters Simon Simoni durch Rrudhani in Führung. "Ein Fehler vom Goalie. Glücklich für mich, leider unglücklich für ihn", kommentierte der Torschütze die entscheidende Szene gewohnt pragmatisch.

Mangelnde Effizienz in der ersten Hälfte

Trotz der frühen Führung und der zahlenmässigen Überlegenheit verpasste es die Heimmannschaft vorerst, den Sack frühzeitig zuzumachen. Sion dominierte das Geschehen, liess im Abschluss jedoch die letzte Konsequenz vermissen. "Uns hat in der ersten Halbzeit ein bisschen die Effizienz gefehlt. Ich denke, wir müssen da mindestens mit zwei, drei Toren Vorsprung in die Pause gehen", analysierte Rrudhani selbstkritisch. Stattdessen hielten die Gäste das Spiel lange Zeit offen.

Joker bringen die Entscheidung

In der zweiten Halbzeit schlich sich bei Sion zeitweise der Schlendrian ein. Das Pressing griff nicht mehr wie gewünscht, was Rrudhani auch auf die physische Belastung der vergangenen Wochen zurückführte: "Es kommt vielleicht auch mit der Müdigkeit von den letzten zwei Wochen."

Die Wende brachten schliesslich die Einwechslungen von der Bank. Die frischen Kräfte nutzten die Räume in der Luzerner Hintermannschaft eiskalt aus und sorgten mit weiteren Treffern für die endgültige Entscheidung. "Wir haben gewusst, dass die Spieler, die von der Bank kommen, den Unterschied machen werden. Sie sind mit frischem Blut reingekommen, haben Tore und Assists geliefert und das brutal gut gemacht", lobte Rrudhani die Tiefe des Kaders.

Am Ende stand ein ungefährdeter 3:0-Erfolg zu Buche - inklusive "Clean Sheet" für die Sittener Defensive. Für Rrudhani und sein Team ein enorm wichtiger Schritt: "Der Sieg tut brutal gut. Wir haben gewusst, dass es kein einfaches Spiel wird, aber am Schluss haben wir das richtig souverän gewonnen. Das ist wichtig für uns."

Brack Super League Damian Möschinger Donat Rrudhani FC Luzern FC Sion Fussball Tyron Owusu

2026-08-02 20:40:36

Event

02.08.2026 16:30
FC Sion 3:0 FC Luzern

Liveticker

Spieler