Christian Constantin, der langjährige Präsident des FC Sion, blickt mit Optimismus in die Zukunft seines Vereins. Nach der Rückkehr in die Super League vor zwei Jahren zeigt die Mannschaft eine klare Aufwärtstendenz. In der Saison 2025/26 sicherte sich Sion mit dem vierten Platz die beste Platzierung seit Jahren und qualifizierte sich erstmals seit 2017 für den Europacup. Dieser Erfolg basiert auf einer beeindruckenden Serie von zehn ungeschlagenen Spielen am Ende der Saison sowie einer stabilen Verteidigung mit nur 40 Gegentoren in 38 Partien - die beste Abwehr der Liga.
Im Gespräch mit Keystone-SDA zeigt sich Constantin selbstbewusst: "Ab Februar hatten wir meiner Meinung nach die beste Mannschaft des Landes." Sein Ziel für die kommende Saison ist klar: "Wie immer, besser abzuschneiden als in der vergangenen Saison."
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Kontinuität im gesamten Verein. So hat Sitten Ende April den Vertrag mit Trainer Didier Tholot vorzeitig bis 2029 verlängert. Tholot, der sich mittlerweile in seiner dritten Amtszeit beim Club befindet, hat laut Constantin seine Perspektive geändert: "Als Didier mit Mitte fünfzig hierherkam, hatte er den Ehrgeiz, die Girondins de Bordeaux, seinen Lieblingsverein, zu trainieren, als diese noch in der Ligue 1 spielten. Inzwischen, in seinem Alter, hat er verstanden, dass Sion sein letztes Zuhause im Fussball ist."
Auch im Kader setzt Constantin auf Beständigkeit. Schlüsselspieler wie Winsley Boteli, Theo Berdayes und Jan Kronig haben sich bis 2030 an den Verein gebunden. Zusätzlich wurde der 20-jährige Mittelfeldspieler Fodé Sylla von Lens verpflichtet, um den Kader weiter zu verstärken. "Wir haben eine relativ junge Mannschaft, daher ist es das Ziel, den Kern des Teams zu behalten, damit wir uns spielerisch und ergebnistechnisch weiterentwickeln können", erklärt Constantin. "Wenn ich die Mannschaft im Sommer umbaue, erziele ich danach nie gute Ergebnisse. Wenn ich dasselbe Kader beibehalte, kann ich so weit wie möglich kommen, denn es herrscht schon ein Zusammenhalt."
Ein Wermutstropfen bleibt dennoch: Innenverteidiger Kreshnik Hajrizi fällt verletzt aus, und der Verein sucht derzeit aktiv nach einem Ersatzspieler. Trotzdem zeigt sich Constantin zuversichtlich, dass Sion mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der neuen Saison auf allen drei Ebenen - Super League, Europacup und Schweizer Cup - erfolgreich sein wird. "Didier und der gesamte Stab haben es geschafft, diesen Willen, sich gemeinsam zu verbessern, zu vermitteln. Und dahinter sorgt die Erfolgsdynamik für den Rest."
Am heutigen Sonntag (26. Juli) steht für die Walliser die erste grosse Bewährungsprobe an. Im Wankdorf-Stadion treffen sie auf den BSC Young Boys. Die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen sind noch frisch: Das spektakuläre 3:3 in der letzten Saison markierte den Abschluss einer beeindruckenden Spielzeit. Nun will Sitten ein Zeichen setzen und die Ungeschlagenheit gegen die verstärkten Berner in die neue Saison mitnehmen. Wie Constantin gegenüber Keystone-SDA betont: "Wir sind nicht weit davon entfernt", die nötige Kaderbreite für eine erfolgreiche Saison auf allen Fronten zu erreichen.
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