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Der FC Sion will Nati-Verteidiger Ricardo Rodriguez zurück in die Super League holen

Man führe bereits seit zwei Monaten Gespräche

Der FC Sion zeigt Interesse an Nati-Star Ricardo Rodriguez, wie der Blick berichtet. Der spanische TV-Sender El Chiringuito TV brachte die Meldung zuerst in Umlauf. Sitten-Präsident Christian Constantin bestätigte: "Wir sind dran. Seit zwei Monaten führen wir Gespräche."

Rodriguez, 32-jährig und mit 129 Einsätzen für die Schweizer Nationalmannschaft, steht derzeit bei Real Betis Sevilla unter Vertrag. Der erfahrene Verteidiger könnte eine wichtige Verstärkung für Sions Defensive sein, die nach den Abgängen von Gora Diouf und Federico Barba dünn besetzt ist.

Der Transfer wäre ein weiterer Coup für die Constantins, die in der Vergangenheit bereits namhafte Spieler wie Gennaro Gattuso, Valon Behrami und zuletzt Mario Balotelli ins Wallis lockten. Allerdings erwiesen sich viele dieser Transfers als Flops.

Bei Rodriguez, U17-Weltmeister und Schweizer Fussballer des Jahres 2014, wäre das Risiko eines Misserfolgs geringer. Seine Erfahrung und Zuverlässigkeit könnten dem jungen Sion-Team helfen.

Dennoch gibt es Faktoren, die gegen einen Wechsel sprechen. Rodriguez spielt regelmässig auf höchstem europäischen Niveau, sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft. Eine Rückkehr in die Schweiz während eines WM-Jahres erscheint unwahrscheinlich.

Zudem setzt Betis Sevilla weiterhin auf den Schweizer. Der Verein erreichte mit Rodriguez im Mai das Finale der Conference League und belegte in der Primera Division den sechsten Platz. Aus dem Umfeld des Spielers heisst es, er wolle seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag erfüllen.

Auch der FC Zürich, Rodriguez' Jugendverein, soll gemäss spanischen News-Blogs Interesse zeigen. Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel stossen im Umfeld des Spielers auf Unverständnis.

Trotz der Hindernisse bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Sportchef Barthélémy Constantin ist bekannt dafür, hartnäckig zu verhandeln. Er war es auch, der 2022 so lange an Mario Balotelli festhielt, bis dieser in Sitten unterschrieb - ein Transfer, der sich letztendlich als Fehlschlag erwies.

Rodriguez wäre jedoch das Gegenteil von Balotelli: zuverlässig, erfahren und ein potenzieller Führungsspieler. Ob es den Constantins gelingt, ihn ins Wallis zu locken, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz ist gross und Rodriguez' aktuelle Situation bei Betis Sevilla spricht eher gegen einen Wechsel.

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2025-08-11 13:30:47