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Trotz Patzer wird Simoni von FCL-Legende der Rücken gestärkt

Der 22-Jährige konnte bisher nicht überzeugen

Zwei Spiele, zwei Patzer – und null Punkte: Schlechter hätte die Saison nach seinem Wechsel für Simon Simoni wohl nicht beginnen können. Trotz der Fehler wird Simoni aber von einer Vereinslegende der Rücken gestärkt.

Nach den Niederlagen gegen den FC Thun und den FC Sion geriet Simon Simoni rasch ins Visier der Kritik. Zwei vermeidbare Fehler des albanischen Torhüters kosteten die Innerschweizer wertvolle Zähler. Für Roger Tschudin, der 1989 mit dem FC Luzern die Meisterschaft feierte, ist eine Goalie-Diskussion dennoch verfrüht: "Jetzt auf ihn einzuprügeln und ihn als Fehleinkauf abstempeln zu wollen, halte ich für falsch", sagte er beim Blick.

Man mache damit weder der Mannschaft noch dem 22-Jährigen einen Gefallen. Der Mangel an Spielpraxis nach zwei Jahren in Deutschland müsse durch Vertrauen kompensiert werden. "Man muss ihm mindestens fünf bis sieben Spiele geben, bevor man sich ein seriöses Urteil bildet", so Tschudin.

Statistische Rückendeckung

Trotz der Aussetzer sprechen die zugrundeliegenden Zahlen keineswegs gegen Simoni. Mit einem Wert von 6,39 bei den "Post-Shot Expected Goals" (PSxG) verzeichnet der Albaner ligaweit die höchsten Anforderungen an seine Paraden - die Luzerner Defensive liess auffallend viele hochkarätige Abschlüsse zu. Auch bei den garantierten Torgewinnen belegt Simoni trotz der Fehler aktuell den vierten Platz im Ligavergleich.

Konzentration im Fokus

Den Fauxpas gegen Sion ordnet Tschudin als typischen Konzentrationsfehler ein: "Von 100 solchen Bällen hält er 99. Er war gedanklich schon bei der nächsten Aktion." Die Qualitäten des Goalies stehen für den Ex-Profi ausser Frage: Simoni strahle Ruhe aus und gebe dem Team Stabilität. Bis zum zehnten Spieltag müsse der Schlussmann jedoch zeigen, dass er die nötige Stärke besitzt, um die Antwort auf dem Rasen zu geben.

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2026-08-04 19:45:21