Luigi Nocentini startet mit einem 4:2-Sieg in Luzern perfekt in seine Zeit als FCB-Interimstrainer. Xherdan Shaqiri steht wieder in der Startelf - und bedankt sich mit zwei Toren und einem Assist.
Das Debüt von Luigi Nocentini als Verantwortlicher des FC Basel beginnt denkbar schlecht. Nach gerade einmal 28 Sekunden bringt Oscar Kabwit den FC Luzern in Führung. Doch der FCB reagiert und dreht die Partie noch vor der Pause. Am Ende steht ein 4:2-Sieg.
"Es war wunderschön, wenn ich ehrlich bin", sagt Nocentini danach gegenüber SRF. Vor den mitgereisten FCB-Fans sei es ein Erlebnis gewesen, das er nur schwer vergessen werde. "Ich weiss nicht, ob ich diese Nacht schlafen kann. Aber das spielt keine Rolle." Besonders zufrieden ist der 37-Jährige mit der Reaktion seiner Mannschaft auf den frühen Rückstand. Genau das erwarte er von seinen Spielern. "Wir können in Rückstand geraten, aber unser Niveau darf deswegen nicht sinken." Seine Mannschaft solle weiter an ihrem Fussball festhalten und versuchen, das Spiel zu dominieren.
Viel Zeit für Veränderungen hatte Nocentini nicht. Gerade einmal drei Tage blieben ihm zur Vorbereitung. Sein wichtigstes Anliegen sei deshalb nicht taktischer Natur gewesen. "Das Hauptziel war, ihnen das Vertrauen zu geben, dass sie eine gute Mannschaft sind", erklärt der Italiener. Manchmal müsse man lediglich im Kopf etwas umstellen und wieder an das glauben, was man tun wolle.
Einen grossen Anteil am gelungenen Einstand schreibt Nocentini auch seinem Staff zu. Dieser habe ihn in den vergangenen Tagen enorm unterstützt. Zum Sinnbild des erfolgreichen Neustarts wird Xherdan Shaqiri. Der Captain steht wieder in der Startelf und liefert beim 4:2 zwei Tore und einen Assist.
Auch an der Seitenlinie lebt Nocentini intensiv mit. "Vielleicht muss ich meine Emotionen etwas besser kontrollieren", gibt er lachend zu. Ganz abstellen will er sie aber nicht: Mit seiner Art wolle er die Mannschaft zusätzlich antreiben.
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