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Die Entlassung von Lichtsteiner sei gemäss Stocker eine Niederlage für alle beim FCB

Stocker erklärte die Entscheidung

Erstmals nach der Entlassung von Cheftrainer Stephan Lichtsteiner am Mittwoch trat Valentin Stocker, als Sportlicher Leiter der ersten Mannschaft, vor die Mikrofone der Medien und erklärte die jüngste Entscheidung des FC Basel.

Bereits nach dem Spiel gegen den FC Lugano vor einer Woche war Valentin Stocker ein gefragter Interviewpartner. Damals meinte er noch, man wolle geduldig sein und nicht den Trainer sofort infrage stellen. Schon vor dem Spiel gegen den FC Lugano sei die Entscheidung gefallen, die Situation im Falle einer Niederlage erst ruhig zu analysieren, erzählte Stocker am Samstag vor dem Spiel gegen den FC Luzern gegenüber dem SRF.

Die sportliche Führung erkaufte sich dadurch also lediglich etwas Zeit. Am Mittwoch fiel dann doch die Entscheidung, sich von Stephan Lichtsteiner zu trennen. Stocker begründete das folgendermassen: "Es passierte aufgrund der Entwicklung und der Vergangenheit. Es ist schon eine Vorbelastung aus der Rückrunde der letzten Saison da gewesen. Der Kredit war auch nicht so vorhanden, rundherum in der Region. Für uns war es trotzdem wichtig, dass wir gesagt haben, dass es ein langfristiges Projekt sei und wir nochmals in den Sommer gehen möchten und die Transfers machen und schauen, wie sich das entwickelt. Nach den letzten Resultaten und der Art und Weise, wie wir gespielt haben, sahen wir es nicht und haben das Vertrauen verloren."

Die Verpflichtung des im Profibereich noch unerfahrenen 42-Jährigen bezeichnet Stocker dennoch nicht als Fehler. "Wir waren überzeugt, dass es gut kommt. Ich bin am Mittwoch auch vor die Mannschaft gestanden und habe gesagt, dass es für mich persönlich eine Niederlage für uns alle sei", nahm Stocker sich selbst, die gesamte Vereinsführung, aber auch die Mannschaft in die Pflicht.

Innerhalb von Jahresfrist geht der FC Basel demnach ein zweites Mal auf Trainersuche. Im Januar trennte man sich von Ludovic Magnin. Nun gilt es, auch dessen Nachfolger zu ersetzen. "Fakt ist, dass es in Basel eine herausfordernde Sache ist. Trotzdem birgt es auch ein riesiges Potenzial", zeigt sich Stocker der Herausforderungen der Position des Cheftrainers bewusst. "Es ist sicherlich so, dass es früher anders war. Dass man dort in den Grundfesten der Mannschaft eine andere Struktur hatte", zog er den Vergleich zu früher. Auch die finanzielle Situation habe dafür gesorgt, dass die Basler sich bei der Kaderzusammenstellung etwas anders ausrichten mussten.

Die Bebbi suchen einen gewillten Trainer, um sich genau diesen Herausforderungen in einer fussballbegeisterten Stadt mit einer grossen Erwartungshaltung, auch durch die Vereinsführung, anzunehmen. Man werde mit vielen Transfers und dennoch einer sehr talentierten Mannschaft mit Potenzial arbeiten können. Zumindest in einer Position herrscht vorerst etwas Konstanz. Zum Abschluss des SRF-Interviews bestätigte Stocker, weiterhin in seiner Rolle innerhalb der sportlichen Führung tätig zu sein.

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2026-09-13 17:25:44