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Philipp Kurashev und die Frage nach der Naivität eines Hockey-Stars

Eismeister Zaugg

Philipp Kurashev (26) arbeitet nach zehn Jahren in Nordamerika (davon sechs in der NHL) an einer Rückkehr in die National League. Er verordnet in diesen Tagen den Sportchefs eine heikle und kuriose Hausaufgabe.
 

Für den Spielerhandel gibt es in Nordamerika strenge Regeln. Ein nur bei der NHL registrierter Agent darf für seine Klienten keine Offerten aus anderen Ligen bearbeiten. Das bedeutet: Wer Philipp Kurashev verpflichten möchte, kann sich nicht an seinen berühmten NHL-Agenten Pat Brisson wenden. Weil Pat Prisson keinen offiziellen Partner in der Schweiz und keine entsprechende Bewilligung zum Vermitteln von Arbeitskräften in unserem Land hat.

Weil Philipp Kurashev keinen Agenten in der Schweiz mandatiert hat, ergibt sich eine so kuriose wie heikle Situation. Auf die Frage, was der russisch-schweizerische Doppelbürger nun vorhabe, seufzt ein NL-Sportchef: «Er sammelt Offerten.» Also sein Agent, oder? «Nein, nein, er hat in der Schweiz keinen Agenten. Er hat darum gebeten ihm die Offerten direkt zu übermitteln.» Dann müssen Sie nun also eine Offerte machen, so im Sinne: «Lieber Philipp, wir gedenken dir 900'000 Schtutz zu zahlen.»? – «So ungefähr.»

 

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2026-09-29 16:00:33