In der National League herrscht derzeit Sommerpause. Die Teams bereiten sich auf die neue Saison vor, während die Stürmer im Training an ihrem Abschluss feilen. Doch welche Spieler erzielten seit der Saison 2000/01 in einer einzigen Spielzeit die meisten Tore? Dieser Frage sind wir auf den Grund gegangen.
Hinweis: Die Zahlen stammen von Elite Prospects. Berücksichtigt wurden sämtliche Tore aus Qualifikation und Playoffs. Erzielen zwei Spieler gleich viele Treffer, entscheidet die Anzahl absolvierter Spiele als Tie-Breaker.
Knapp nicht in den Top 10 landeten mehrere bekannte Namen. Aufgrund der höheren Anzahl Spiele mussten sie sich im Ranking hinter den zehn effizientesten Torjägern einreihen.
- Matej Stransky (HC Davos) | 2025/26: 35 Tore (63 Spiele)
- Marcus Sörensen (Fribourg-Gottéron) | 2023/24: 35 Tore (63 Spiele)
- Julien Sprunger (Fribourg-Gottéron) | 2016/17: 35 Tore (60 Spiele)
- Josh Holden (EV Zug) | 2009/10: 35 Tore (59 Spiele)
- Dale McTavish (EV Zug) | 2007/08: 35 Tore (56 Spiele)
- Ville Peltonen (HC Lugano) | 2005/06: 35 Tore (56 Spiele)
Der Schwede war in der Saison 2014/15 der gefährlichste Torjäger der National League. Nach seinem Wechsel aus der KHL nach Lugano entwickelte sich Pettersson schnell zum Schlüsselspieler der Bianconeri und erzielte 33 Tore in der Qualifikation. Damit sicherte er sich die Auszeichnung als bester Torschütze und wurde zudem zum besten Stürmer der Liga gewählt.
Mit seinem gefürchteten Direktschuss vom linken Bullykreis war Pettersson vor allem im Powerplay eine ständige Gefahr. Zwei weitere Treffer in den Playoffs erhöhten seine Ausbeute auf insgesamt 35 Tore. 2021 beendete der Schwede seine erfolgreiche Karriere.
Der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte ist eng mit dem Namen Teemu Hartikainen verbunden. Der Finne war in der Saison 2022/23 die prägende Offensivfigur von Geneve-Servette und gehörte zu den wichtigsten Leistungsträgern des späteren Schweizer Meisters. Bereits in der Qualifikation erzielte er 28 Tore und bestätigte seine Abschlussqualitäten auch in den entscheidenden Wochen der Saison.
Mit seinen 106 Kilogramm war Hartikainen vor dem gegnerischen Tor kaum zu bewegen. Dank seiner körperlichen Präsenz, seiner starken Scheibenkontrolle und seinem ausgezeichneten Stellungsspiel war er sowohl als Torschütze als auch als Vorbereiter enorm wertvoll. Acht weitere Treffer in den Playoffs machten ihn endgültig zu einer der Schlüsselfiguren auf dem Weg zum Meistertitel.
Grégory Hofmann spielte in der Saison 2017/18 von seiner Torausbeute die beste Saison seiner Karriere. Der Schweizer Nationalspieler erzielte zunächst 22 Tore in der Qualifikation, ehe er in den Playoffs nochmals deutlich zulegte. Insgesamt kam der Flügelstürmer auf 36 Treffer und führte Lugano bis in den Playoff-Final.
Vor allem seine Schnelligkeit machte Hofmann kaum zu verteidigen. Mit seinem explosiven Antritt und seinem präzisen Handgelenkschuss erzielte er in den Playoffs beeindruckende 14 Tore in 18 Partien. Die starke Saison ebnete ihm später den Weg zum EV Zug sowie zu einem kurzen NHL-Abstecher nach Columbus.
Der NHL-Lockout 2004/05 brachte zahlreiche Superstars in die Schweiz. Einer der grössten Namen war Rick Nash. Der damalige NHL-Torschützenkönig verstärkte den HC Davos im Alter von erst 20 Jahren und sorgte gemeinsam mit Joe Thornton für eine der spektakulärsten Sturmreihen, die je in der National League aufgelaufen sind.
Nash kombinierte enorme Physis mit erstaunlicher Geschwindigkeit und einem herausragenden Torriecher. Nach 27 Treffern in der Qualifikation legte er in den Playoffs neun weitere nach. Seine starke Saison trug entscheidend dazu bei, dass Davos sowohl den Schweizer Meistertitel als auch den Spengler Cup gewann.
Erik Westrum benötigte nur wenige Monate, um sich in Ambri-Piotta zum Publikumsliebling zu entwickeln. Der US-Amerikaner wechselte aus der AHL in die Leventina und dominierte die National League in seiner ersten Saison nach Belieben. Mit 36 Toren und 45 Assists führte er die Liga als Topskorer an und war der offensive Motor des HC Ambri-Piotta.
Westrum überzeugte allerdings nicht nur mit seiner Produktivität. Der Angreifer scheute keinen Zweikampf und spielte mit einer Intensität, die perfekt zur Identität von Ambri passte. Seine 175 Strafminuten zeigen eindrücklich, wie kompromisslos er auftrat.
Kaum ein Spieler war in der Saison 2010/11 so effizient wie Petr Sykora. Der Tscheche fand unter Trainer Arno Del Curto beim HC Davos ideale Voraussetzungen vor und entwickelte sich zur gefährlichsten Offensivwaffe der Liga. Bereits in der Qualifikation erzielte er 35 Tore - und das in lediglich 43 Spielen. Für diese herausragenden Leistungen wurde Sykora zum besten Stürmer der National League gewählt.
Vor allem sein präziser Direktschuss machte ihn für die gegnerischen Torhüter kaum berechenbar. Auch wenn ihn in den Playoffs Verletzungen bremsten und er nur neun Partien bestreiten konnte, steuerte er ein weiteres Tor zum Meistertitel des HC Davos bei. Seine Torquote zählt bis heute zu den beeindruckendsten der Neuzeit.
Tony Salmelainen brachte eine Spielweise in die National League, mit der viele Verteidiger grosse Mühe bekundeten. Der flinke Finne war einer der wichtigsten Bausteine im System von Chris McSorley und führte Geneve-Servette in der Saison 2009/10 bis in den Playoff-Final. Seine Kombination aus Tempo, Technik und Abschlussstärke machte ihn zu einem der spektakulärsten Spieler der Liga.
Während Salmelainen die Qualifikation mit 25 Toren abschloss, drehte er in den Playoffs nochmals auf. Zwölf Treffer in 18 Endrundenspielen sorgten dafür, dass er die Saison mit insgesamt 37 Toren beendete. Kaum ein Spieler steigerte seine Torgefahr in den entscheidenden Wochen einer Saison so eindrücklich wie der Finne.
Der Kanadier war nicht nur für seine kompromisslose Physis bekannt, sondern überzeugte gleichzeitig mit aussergewöhnlichem Torriecher und hoher Spielintelligenz. Nach dem Meistertitel mit Lugano im Vorjahr bestätigte er seine Klasse mit einer historischen Offensiv-Saison.
Mit 30 Toren in der Qualifikation und weiteren zehn Treffern in den Playoffs knackte Maneluk als einer von nur drei Spielern seit der Jahrtausendwende die 40-Tore-Marke. Auffällig war auch seine körperbetonte Spielweise: 155 Strafminuten zeigen, dass der Kanadier keinen Zweikampf scheute und dennoch zu den produktivsten Spielern der Liga gehörte.
In der Saison 2005/06 spielte Hnat Domenichelli im Trikot des HC Ambri-Piotta die beste Saison seiner Karriere. Der technisch herausragende Flügelstürmer war einer der elegantesten Offensivspieler seiner Generation und stellte seine Qualitäten Woche für Woche unter Beweis.
Bereits in der Qualifikation erzielte Domenichelli beeindruckende 35 Tore, ehe er in den Playoffs vier weitere folgen liess. Im Gegensatz zu vielen anderen Top-Torjägern lebte sein Spiel weniger von der Physis als vielmehr von Übersicht, Technik und einem ausgezeichneten Stellungsspiel. Später wechselte der schweizerisch-kanadischer nach Lugano zurück und übernahm dort nach seinem Karriereende das Amt des Sportchefs.
Den Spitzenplatz belegt Michel Riesen. Der erste Schweizer Erstrunden-Draftpick der NHL-Geschichte kehrte nach mehreren Jahren in Nordamerika zum HC Davos zurück und erreichte unter Arno Del Curto den Höhepunkt seiner Karriere.
Bereits in der Qualifikation sicherte sich Riesen mit 37 Treffern souverän die Torjägerkrone. In den Playoffs gelangen ihm fünf weitere Tore, womit er den HC Davos zum Meistertitel führte und die Saison mit insgesamt 42 Treffern abschloss. Bis heute hat kein Spieler seit der Saison 2000/01 mehr Tore in einer einzigen National-League-Spielzeit erzielt - Riesens Rekord hat damit weiterhin Bestand.
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