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Für die Feldspieler im ersten Aufgebot der Schweiz wird es ein steiniger Weg an die WM

Zahlreiche Spieler werden noch dazustossen

Es dauert noch mehr als einen Monat, bis die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz eröffnet wird. Am Mittwoch hat allerdings Patrick Fischer seinen Kader für die erste Vorbereitungswoche bekannt gegeben und wie jedes Jahr stellt sich die Frage, wer davon schlussendlich an der WM mit dabei sein wird.

"Our Home. Our Time." Es ist das Motto, das die Schweizer Nationalmannschaft in den nächsten Wochen auf ihrer Mission begleiten soll. Die Heim-Weltmeisterschaft stellt ein noch aussergewöhnlicheres Highlight dar, als es die WM ohnehin schon ist. Eine Teilnahme an dieser Weltmeisterschaft dürfte so manch einen Kindertraum erfüllen. Vorläufig sind es 24 Spieler, die sich auf den Weg in Richtung dieses Traums begeben. In der ersten Vorbereitungswoche steht die Schweiz in der Slowakei zweimal im Einsatz.

Die Vorbereitung auf ein solches Turnier ist allerdings lang. Insgesamt zehn Spiele wird das Team von Patrick Fischer bestreiten. In regelmässigen Abständen wird sich die Mannschaft verändern, natürlich auch immer in Abhängigkeit vom Verlauf der Playoffs in der National League und auch in der NHL.

Vor zwei Jahren bestand der finale Schweizer WM-Kader am Ende aus einem Drittel der Spieler, die bereits ab der ersten Vorbereitungswoche mit von der Partie waren. Im Vorjahr waren es dann deutlich weniger. Die beiden Torhüter Leonardo Genoni und Stéphane Charlin bestritten die gesamte Vorbereitung und reisten dann zur WM. Unter den Feldspielern überstanden Tim Berni, Grégory Hofmann, Tyler Moy und Dario Rohrbach alle Kadercuts und reisten ans Turnier nach Schweden und Dänemark. Rohrbach wurde dann allerdings nicht registriert, womit nur 5 von 25 Spielern bereits in der ersten Vorbereitungswoche dabei waren.

Die Torhüter haben die besseren Aussichten als die Feldspieler

In diesem Jahr besteht das erste Aufgebot nur fast ausschliesslich aus Spielern aus der National League, die maximal bis ins Playoff-Viertelfinale vorgestossen sind. Dominik Egli, der mit Frölunda bereits aus den SHL-Playoffs ausgeschieden ist, wird sich ebenfalls in der ersten Woche beim Nationalteam einfinden. Um eine Prognose zu wagen, wer daraus am Ende im WM-Kader stehen wird, muss man in Betracht ziehen, wer überhaupt noch alles zum Team stossen wird.

n diesem Jahr kann das Olympia-Team als Vergleich hinzugezogen werden. Neben der grossen NHL-Fraktion standen vorwiegend Schweizer im Aufgebot, die bei den vier Playoff-Halbfinalisten unter Vertrag stehen. Die Ausnahmen sind Torhüter Leonardo Genoni, Calvin Thürkauf vom HC Lugano und die beiden Stürmer Damien Riat und Ken Jäger vom Lausanne HC.

Anders als an den Olympischen Spielen wird aber nicht die komplette Schweizer Fraktion aus Übersee anreisen können. Akira Schmid und Janis Moser werden ziemlich sicher in den NHL-Playoffs eingespannt sein. Selbst im Falle einer Playoff-Teilnahme der Nashville Predators ist es fraglich, ob sie so weit kommen, dass Roman Josi nicht an die WM reisen könnte. Derweil verpassen die New Jersey Devils die Post-Season definitiv, dieses Schweizer Trio für das Nationalteam dürfte damit sein. Realistischerweise ist wohl mit sieben NHL-Spielern zu rechnen.

Dann stossen im weiteren Verlauf noch die Spieler der ZSC Lions, des HC Davos, des HC Fribourg-Gotteron und des Geneve-Servette HC zum Nationalteam. Mit dem Olympia-Kader als Referenz ist mit mindestens neun weiteren Feldspielern zu rechnen, der verletzte Sandro Schmid wurde dabei bereits ausgeklammert. Im Vorjahr schaffte es etwas überraschend auch Nicolas Baechler in den WM-Kader, womit es schliesslich mehr als diese neun Feldspieler werden könnten. Hoffnungen machen darf sich auch noch der Schweizer Topscorer der letzten WM, bei Tyler Moy stehen vorerst aber genaue medizinische Untersuchungen noch aus.

So bleibt unter dem Strich wohl Platz für circa sechs Feldspieler aus dem aktuellen Team. In der Offensive dürften dabei Grégory Hofmann und Calvin Thürkauf praktisch gesetzt sein. Auch Ken Jäger und Theo Rochette haben ausgesprochen gute Karten, um im finalen Aufgebot zu stehen. Nach der ganz knapp verpassten WM-Teilnahme im letzten Jahr ist auch Dario Rohrbach ein ganz heisser Kandidat auf einen Platz im finalen Team von Patrick Fischer.

In der Defensive ist womöglich nur ein einziger Kaderplatz zu vergeben. Ist eine defensive Rolle gesucht, wäre Sven Jung vom HC Davos eine Option und würde damit den Vorzug vor den derzeit aufgebotenen Spielern erhalten. Aus dem aktuellen Kader hätten wohl Dominik Egli als Offensivverteidiger und die beiden Zwei-Weg-Lösungen David Aebischer und Tobias Geisser die besten Karten.

Am aussichtsreichsten ist sicherlich die Situation für die Torhüter. Es ist speziell bei den Goalies ein Vorteil, sich bereits in den Wochen vor dem Turnierbeginn ins Team integrieren zu können. Davon abhängig, wer am Ende ins Playoff-Finale einzieht, sind aber natürlich auch Reto Berra, Stéphane Charlin oder der derzeit wirklich in beeindruckender Form spielende Sandro Aeschlimann ein Thema. Es ist aber denkbar, dass nur einer aus dem oben genannten Trio noch Ludovic Waeber ersetzen wird.

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2026-04-09 19:23:54