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IIHF-Präsident Tardif spricht über Russland und die jährliche WM-Austragung

WM-Abschlusspressekonferenz

Am Sonntag geht in Zürich die Eishockey-WM 2026 zu Ende. Zum Abschluss des Turniers in der Schweiz zogen am Sonntagnachmittag die Veranstalter Bilanz und IIHF-Präsident Luc Tardif gab auch Auskunft zu den Themen, die den Eishockeyweltverband derzeit beschäftigen.

466.000 Zuschauer, 299.000 davon in Zürich, zählte die Eishocky-WM 2026 in der Schweiz. 20.000 Schüler aus der ganzen Schweiz wurden zum ersten Mal zum Eishockey auf WM-Niveau eingeladen. Die Pressekonferenz der IIHF und der Schweizer Veranstalter war auch dazu da, erstmals über die Zahlen zu sprechen, die das stimmungsvolle Turnier in Zürich und Fribourg bot.

"Manchmal wird eine WM nach dem Markt kalkuliert, auch wenn ich verstehe, dass für die Schweizer Spiele mehr Plätze zu füllen gewesen wären", sagte IIHF-Präsident Luc Tardif zu den neunmal ausverkauften Spielen der Schweizer Mannschaft in der Swiss Life Arena vor jeweils 10.000 Zuschauern. Bei einigen dieser Partien war auch die Fan Zone restlos gefüllt.

Der Däne Henrik Bach Nielsen sagte zum Vergleich der WM in der Schweiz mit dem letztjährigen Co-Austragung in Herning (Dänemark): "In Herning hatten wir ein Spiel mit einer elektrisierenden Atmosphäre. Hier waren es neun, jedes einzelne Spiel mit Beteiligung der Schweizer Mannschaft."

IIHF-Präsident äussert sich zu Russland und jährlicher WM

Gelobt wurden zum Abschluss des Turniers auch die unzähligen Volunteers an beiden Standorten, die in diversen Aufgabenfeldern für einen reibungslosen Ablauf des gesamten Turniers sorgten. Und auch den 970 Medienschaffenden, die rund um die WM 2026 in verschiedenste Länder berichten, wurde gedankt.

Ein weiteres Thema war der Zeitplan für eine Rückkehr von Belarus und Russland auf A-WM-Level. "Es gibt Leute, die denken, dass sie den Krieg in 24 Stunden beenden können. Aber so einfach ist das nicht, es ist kompliziert", sagte Tardif zu einer möglichen Rückkehr von Russland und Belarus in die A-WM. Weshalb Belarus zum Beispiel im U18-Bereich wieder eingegliedert wurde, begründete Tardif auch damit, dass die Sicherheitsmassnahmen bei kleineren Turnieren deutlich weniger aufwendig wären als bei einer A-WM. Spätestens beim Halbjahreskongress im Herbst wird sich die IIHF erneut mit dem Thema beschäftigen müssen, so Tardif.

Was die Austragung einer jährlichen WM angeht, sagte der IIHF-Präsident: "Diese Weltmeisterschaft ist wirklich wichtig für die IIHF, Jahr für Jahr. Und diese Weltmeisterschaft gibt uns die finanziellen Möglichkeiten, alle weltweiten Turniere in den unteren Divisionen und im Nachwuchs sowie Programme in Sachen Schiedsrichter, Trainer und Nachwuchsarbeit zu finanzieren."

"Wenn wir als Weltverband das nicht machen würden, würde diese Förderung niemand machen", sagte Tardif zum Wert einer jährlichen Weltmeisterschaft.

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2026-05-31 15:44:05