sport.ch

Niederreiter mit einer Kampfansage vor seinem fünften WM-Final

Erholung vor dem grossen Tag

Vier Silbermedaillen sind genug. Nino Niederreiter bläst zum Angriff auf den Weltmeistertitel und will die Lehren aus der Vergangenheit nutzen. Dank des frühen Halbfinal-Siegs gegen Norwegen geniesst die Schweiz einen wertvollen Zeitvorteil bei der Erholung. Dominik Egli betont derweil, dass am Sonntagabend nicht der Gegner, sondern nur das eigene Eishockey über Gold oder Silber entscheiden wird.

Um den Final am Sonntagabend zu gewinnen und sich erstmals zum Weltmeister zu küren, braucht die Schweizer Nationalmannschaft genügend Energie. Deshalb steht nun die Erholung an oberster Stelle. Gegen Norwegen im Halbfinale nahm vor allem das erste Drittel Energie und Kraft in Anspruch.

Danach fielen die Tore fast von selbst ins norwegische Tor. Zwar hat die Schweiz bereits eine Medaille auf sicher, aber noch muss zuerst der Final gespielt werden, um herauszufinden, welche Farbe diese hat. "Wenn man nach zwei Niederlagen wieder im Final steht, will man jetzt WM-Gold gewinnen", sagt Dominik Egli nach dem Spiel in der Mixed Zone. Die Schweizer Nati möchte sich auf ihr Eishockey konzentrieren. ”Es spielt keine Rolle, wer auf der anderen Seite steht”, sagt der Verteidiger und fügt hinzu: "Wir haben es jetzt neunmal geschafft und jetzt siegen wir zum zehnten Mal."

Die Erholung steht im Fokus

Um dies zu tun, braucht die Schweiz Erholung. Gut, dass sie das Nachmittagsspiel hatten, so haben sie die frischeren Beine als Kanada oder Finnland, die heute Abend um den Final spielen. "Wir müssen uns gut vorbereiten für morgen", sagt Egli. Jeder das, was er brauche, ergänzt er und zählt Erholung sowie Massage auf. Er wird sich auf seinen Körper konzentrieren, etwas essen und noch kurz den Kraftraum besuchen. "Gut essen und schlafen, denn morgen ist einer der grössten Tage in unserem Leben", sagt er.

Für Nino Niederreiter wiederholt sich dieser "grösste Tag im Leben" zum fünften Mal. Der Bündner Stürmer holte bereits vier Silbermedaillen. "Ich erinnere mich, als die Schweiz 2013 in der gleichen Situation wie Norwegen war, als niemand wirklich dachte, dass wir es schaffen würden", sagt er. Danach schaffte die Schweiz die Finalqualifikation. Deshalb wusste Niederreiter, dass das Spiel gegen die Norweger alles andere als leicht werden würde. Auch vor dem Finalgegner mahnt er Vorsicht: "Wir dürfen uns nicht zurücklehnen, sondern müssen angreifen." Niederreiter macht gleich eine Kampfansage: "Wenn wir geschlagen werden, dann müssen wir aggressiv geschlagen werden." Er will mit seinem Team nicht warten, bis irgendetwas passiert.

Für ihn und das Team geht es nach der gewonnenen Partie ins Hotel zurück. "Jede Stunde, die du mehr hast, um rechtzeitig ins Bett zu gehen, ist sicher gut für jeden Spieler", so der Stürmer. Dennoch heisst ins Bett gehen noch längst nicht schlafen. Die Natispieler werden die Partie zwischen Kanada und Finnland anschauen. "Das schauen wir uns natürlich an", sagt er. Seine Vorfreude widerspiegelt sich in seinen Augen.

Dominik Egli Eishockey Eishockey A-Nationalmannschaft Eishockey National Teams IIHF World Championships Nino Niederreiter Soraya Sägesser

2026-05-30 20:25:31

Event

30.05.2026 15:20
Schweiz 6:0 Norwegen

Liveticker

Spieler