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Ex-Ambri-Spieler knackt bald 100’000 Instagram-Follower und macht Party mit Paris Hilton

Er spielt heute in Graz

Noch vor zwei Jahren spielte Kilian Zündel in der Schweiz für Ambri-Piotta, heute feiert der Österreicher mit Paris Hilton, reist mit Rita Ora nach Mykonos und steht kurz vor 100'000 Instagram-Followern. Dazwischen liegt ein Meistertitel mit Graz - und eine bemerkenswerte Entwicklung abseits des Eises.

Zuerst ein Fotoshooting zwischen den Hochhäusern in New York, später eine Party mit Realitystar Paris Hilton, und zum Schluss Kurzferien auf Mykonos mit der Sängerin Rita Ora. Der Sommer von Kilian Zündel war turbulent. Während die Teamkollegen des Eishockeyspielers in Graz das Sommertraining machten, schwitzte der Österreicher in den Fitnessstudios weltweit - denn er ist primär Eishockeyspieler und nicht Influencer. Doch genau diese Rollen verschmelzen bei Zündel immer stärker miteinander.

Vor zwei Jahren spielte der 25-jährige Österreicher noch beim HC Ambri-Piotta. In der ersten Saison kam er auf 38 Partien, im zweiten Jahr harzte es allerdings. Er kam zu lediglich 14 Spielen und wurde nach Wien ausgeliehen. Nach zwei Jahren in der Leventina wechselte er zu den Graz99ers in die Steiermark.

"Manche Sachen vermisse ich in der Schweiz", sagt Zündel und fügt hinzu: "Zum Beispiel das Rivella, die Zweifel-Chips und die Paninis in Ambri." Der Österreicher lacht. Im österreichischen Nachbarland hat er einige Freundschaften geschlossen. "Und ja, die Schweiz und auch das Tessin fand ich schon cool", sagt er. Weniger cool war der Aufenthalt in Ambri. "Es war cool, wenn ich gespielt habe, aber ich habe nicht so viel gespielt, deswegen …", sagt er rückblickend. Während ihm in der ersten Saison noch viel Vertrauen geschenkt wurde, musste er im zweiten Jahr um Eiszeit kämpfen.

Kilian Zündel beginnt seine dritte Meisterschaft mit den Graz99ers.

Mit Graz wurde er letzte Saison Meister

In Österreich sah dies anders aus. Dort erhielt er von Anfang an einen Platz im Team. Das österreichische Eishockey liegt hinter demjenigen der Schweiz. Das bedeutet, dass er in Graz zu den besseren Spielern gehört. "Aber Österreich macht langsam einen Schritt nach vorne", hat Zündel bemerkt. Er findet, dass allgemein das Niveau in Österreich besser geworden ist. Dennoch würde er die Ice Hockey League immer noch hinter der National League und der Deutschen Eishockey Liga klassieren.

Im ersten Jahr war es eine gewöhnliche Saison für das Team aus der Ice Hockey League, das gemeinsam mit Teams aus Österreich, Italien, Ungarn sowie Slowenien spielt. Noch an Weihnachten lag Graz in der Tabellenmitte, einige Monate später stemmte der Vorarlberger den Meisterpokal in die Höhe. Der Grund für diesen Lauf dürfte der langjährige NHL-Assistenztrainer Dan Lacroix sein, der im November das Team übernahm. "Nach dem Trainerwechsel ging es aufwärts", bilanziert Zündel nach der Saison.

Das Ziel des Österreichers war es, Meister zu werden. Einmal wurde er bereits vor seiner Zeit in Ambri mit Salzburg Meister. Auf seinem Arm ist der Meisterpokal für diesen Meilenstein abgebildet. Darunter zwei Striche. Welcher Eishockeyspieler träumt nicht von zwei Meistertiteln? Bei den Grazern sah es jedoch leicht aus. Sie spazierten regelrecht durch die Playoffs und besiegten den Südtiroler HC Pustertal in der Finalserie mit 4:0. Nach zwei durchwachsenen Saisons im Tessin schien Zündel endlich angekommen zu sein. Er kam auf 54 Partien. Und obwohl seine Arbeit eigentlich eher das Verhindern von Toren ist, schoss er drei Tore und verbuchte einen Assist.

Nach dem Meistertitel feierte das Team zunächst in Ibiza - natürlich auch mit dem silbernen Pokal im Gepäck. Zurück nach Graz kam die Trophäe ohne Henkel - die Party in Ibiza war wohl für den Pokal zu viel. "Ich habe eine Bar gemietet und mit meiner Familie und den engsten Freunden in dieser Bar einen Abend mit der Trophäe gefeiert", sagt Zündel zu seinen Plänen in Österreich mit der Trophäe.

Sein Instagram ging durch die Decke

Obwohl er das Kapitel in Ambri längst abgeschlossen hat, steht er nach wie vor mit einigen ehemaligen Teamkollegen in Verbindung. Er nennt etwa Nando Eggenberger, der mittlerweile bei den SCL Tigers spielt, den Bieler Fabio Hofer sowie die beiden Ambri-Söldner André Heim und Dario Wüthrich. Auch neben dem Eishockey hat er nette Leute kennengelernt, mit denen er immer noch in Kontakt steht. Zündel kann sich nicht vorstellen, zurück in die Schweiz zu wechseln. "Zurück in die Schweiz zu kehren, ist für mich kein Thema, ausser es klopft jemand Grosses an", witzelt er. In seinem Heimatland fühlt er sich wohl. Wenig verwunderlich startet er nun in seine dritte Saison in der Steiermark.

Neben dem Eishockey startete er mit Social Media. In Ambri waren es noch ein paar tausend Follower. "Damals habe ich mich nicht so getraut, weil es immer wieder blöde Sprüche in der Kabine gab", erzählt er. Mittlerweile knackt er auf Instagram bald die Hunderttausend-Marke. Damit hätte selbst der Österreicher nicht gerechnet. "Es war immer mein Wunsch, dass ich das in einem grösseren Stil machen kann, aber ich hätte nie gedacht, dass es jetzt so läuft - auf diesem Niveau quasi in der heutigen Zeit", sagt er. Doch seine Bilder und Videos kommen gut an. Der Vorarlberger weiss, was seine Follower sehen möchten: die blauen Augen, sein Sixpack und ganz viel Hintergrund aus dem Sportleralltag. Seine Videos aus der Kabine haben teils über 50’000 Aufrufe.

Auch von seinen Teamkollegen bekommt er heute viel mehr Rückendeckung. "Wenn ich es wegen der Meinung anderer nicht mache, bereue ich es wahrscheinlich in zehn Jahren", ist heute seine Einstellung. Für Zündel gibt es kein Limit nach oben. "Ich will wachsen, weiterhin Spass haben und irgendwann davon leben können", sagt er. Bereits heute verdient er Geld mit Kooperationen. "Rein theoretisch könnte ich schon heute davon leben", gibt er zu.

Er durfte mit Hilton, Beckham und Tyga feiern

Sein Instagram führte ihn nicht nur zu Kooperationen, sondern auch zu neuen Bekanntschaften. Einer davon ist ein guter Freund, der jeweils Partys in Los Angeles organisiert. "Er ist der beste Freund von Rita Ora und hat mich zu seinen Partys eingeladen", erzählt er. Dort waren auch Paris Hilton, Brooklyn Beckham und Rapper Tyga dabei. Auch mit Paris Hilton hat er sich ausgetauscht. "Mein Kollege hat mich Paris Hilton vorgestellt und gesagt, dass ich der Eishockeyspieler aus Österreich sei", erzählt er mit einem Grinsen.

Zur selben Zeit wurde er für eine Kooperation mit der Deo-Firma Axe ins Fussballstadion eingeladen, um der österreichischen Nationalmannschaft die Daumen zu drücken. Später ging er mit einer Gruppe auf Mykonos. "Diese Partys sind eigentlich keine richtigen Partys, diese Anlässe sind mehr dafür da, dass man gesehen wird", sagt er und fügt hinzu: “In der Regel gehst du hin, trinkst etwas und machst Fotos, dann gehst du wieder.

In Zukunft möchte er seine beiden Leidenschaften weiterverfolgen. Ein Wechsel ins Vorarlberg kann er sich aber nicht vorstellen. "Ich will nicht zu Hause spielen", sagt er. Denn Zündel wohnt lieber in grossen Städten. Wenn er einmal genügend Geld mit Social Media verdient, kann er sich vorstellen, nach New York zu ziehen, sagt er

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2026-09-03 23:30:47