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Die Schweizer Nummer drei muss es in diesem Jahr richten

Bilanz der Schweizer Clubs in der Champions Hockey League

Der Beginn der Champions Hockey League 2026/27 steht vor der Tür und die National League ist mit drei Teams vertreten. Der EV Zug scheiterte letzte Saison im Halbfinale, nun müssen die Schweizer das Turnier vom Fernseher aus verfolgen. Dafür können drei andere Teams vom CHL-Titel träumen.

Die Champions Hockey League wurde in der Saison 2014/15 wiederbelebt. Seither haben zwölf verschiedene Teams aus der National League an diesem Wettbewerb teilgenommen. Von den aktuellen 14 Mannschaften in der höchsten Schweizer Liga spielten lediglich der HC Ajoie und die SCL Tigers nie auf dieser internationalen Bühne. Alle anderen Teams haben wir unter die Lupe genommen.

Bilanz der Schweizer Klubs in der Champions Hockey League

Bilanz nach 60 Minuten: Siege - Unentschieden - Niederlagen
Stand: 31. August 2026

12. EHC Kloten: 0-1-5

Der EHC Kloten war bei der ersten Austragung des Turniers in der Saison 2014/15 mit dabei - allerdings ohne Erfolg. Gegen HV71, JYP und Red Bull Salzburg mussten die Flughafenstädter in allen sechs Partien als Verlierer vom Eis. Besonders offensiv tat sich Kloten schwer: Gerade einmal fünf Treffer gelangen in sechs Spielen, während man 22 Gegentore kassierte. Immerhin erkämpften sich die Zürcher auswärts in Jyväskylä eine Verlängerung. Für den Sieg reichte es aber auch dort nicht.

11. HC Ambri-Piotta: 3-1-2

Auch der HC Ambri-Piotta war bislang nur einmal im Turnier vertreten. Nach einer starken Saison qualifizierten sich die Leventiner für die CHL der Spielzeit 2019/20. In der Gruppenphase hatten es die Tessiner mit Red Bull München, Färjestad und dem HC05 Banská Bystrica zu tun. Gegen die Slowaken konnte Ambri beide Duelle für sich entscheiden. Auch gegen Färjestad gelang den Tessinern ein Sieg: Nach einer 1:2-Niederlage in Schweden revanchierte sich Ambri zu Hause mit einem 2:1-Erfolg. Gegen Red Bull München blieb dagegen ein Sieg aus. Nach einer 0:3-Niederlage in München erkämpften sich die Leventiner im zweiten Duell immerhin einen Punkt und mussten sich erst im Penaltyschiessen geschlagen geben.

10. SC Rapperswil-Jona Lakers: 7-4-5

Am Obersee durften die Fans zwei Saisons in Folge internationales Eishockey erleben - allerdings mit einem unterschiedlichen Ende. In der Saison 2022/23 war für die Lakers bereits nach der Gruppenphase Schluss. Neun Punkte reichten nicht für den Sechzehntelfinal, obwohl Rapperswil-Jona mit Tappara Tampere sogar in der Verlängerung einen der grossen Favoriten bezwingen konnte.

Ein Jahr später lief es deutlich besser: 2023/24 überstanden die Lakers die Ligaphase souverän und setzten sich im Achtelfinal auch gegen Adler Mannheim durch. Erst im Viertelfinale war Endstation. Zwar gewannen die Rosenstädter das Hinspiel gegen Vítkovice, im Rückspiel in Tschechien verlor Rapperswil-Jona aber deutlich.

9. EHC Biel-Bienne: 9-4-5

Der EHC Biel-Bienne nahm in der Saison 2023/24 zum zweiten Mal an der Champions Hockey League teil. Eigentlich wären die Seeländer schon während der Corona-Saison beim internationalen Turnier dabei gewesen, damals wurde die Austragung jedoch aus bekannten Gründen abgesagt. 2019 setzte sich Biel gegen Tappara Tampere, Klagenfurt und Frisk Asker durch. Auch im Achtelfinal liessen sich die Seeländer von den Augsburg Panthers nicht stoppen. Erst im Viertelfinale war Endstation - Frölunda erwies sich als zu stark. Dennoch war es das erfolgreichste internationale Jahr für die Seeländer.

Bei der zweiten Teilnahme kam das Aus eine Runde früher. Diesmal war mit Färjestad erneut ein schwedisches Team für das Ausscheiden der Bieler verantwortlich.

8. HC Lugano: 9-4-9

Die Luganesi durften sich schon länger nicht mehr auf dem internationalen Hockeyparkett beweisen. Zuletzt nahmen die Südtessiner 2021 an der Champions Hockey League teil - doch nach der Gruppenphase war das Europa-Abenteuer für Lugano bereits wieder vorbei. Da waren die Jahre zuvor ein wenig erfolgreicher.

In der Saison 2016/17 schaffte es Lugano in den Achtelfinal, um dort gegen den Ligakonkurrenten ZSC Lions auszuscheiden. Zwei Jahre später war erneut im Achtelfinale Schluss. Dieses Mal hiess der Gegner Frölunda.

7. Lausanne HC: 10-9-11

Der Lausanne HC gehört zu den Schweizer Teams, die in den letzten beiden Jahren an der Champions Hockey League teilnehmen konnten. Die Waadtländer erlebten allerdings eine durchwachsene europäische Kampagne im letzten Jahr: Gegen Lukko Rauma, Frölunda, Ingolstadt und Grenoble ging das Schweizer Team als Verlierer vom Eis. Einzig gegen Belfast und Mountfield konnte das Team in der Verlängerung gewinnen. Das war zu wenig, um die nächste Runde zu erreichen.

Unvergessen bleibt die Saison zuvor, als es Lausanne zwar ins Sechzehntelfinale des Turniers schaffte, danach aber vom Ligakonkurrenten Genève-Servette regelrecht abgeschossen wurde. Der grösste Erfolg war jedoch der Viertelfinal in der Saison 2019/20.

6. HC Davos: 16-6-10

Nach drei Jahren Abwesenheit kann der Vize-Schweizermeister dieses Jahr wieder einmal an der Champions Hockey League teilnehmen. Die Bündner gehören zu den fünf Schweizer Teams, die in der CHL bereits einen Halbfinal erreicht haben. Neben den Bündnern gelang dies auch dem GSHC, HCFG, EVZ und ZSC.

Dominik Egli spielt künftig nicht mehr mit Frölunda in der Champions League.
(Bild: Michael Erichsen/Bildbyran/freshfocus)

Davos schaffte dieses Kunststück in der Saison 2015/16, als erst Frölunda den Lauf der Bündner stoppte. Konstanz war in der CHL allerdings nicht unbedingt die Stärke des HCD. 2017/18 etwa legte Davos mit einem 10:1-Kantersieg gegen die Cardiff Devils einen Traumstart hin. Danach folgten jedoch zwei Niederlagen gegen die Växjö Lakers sowie eine bittere Overtime-Pleite in Wales, womit die gute Ausgangslage verspielt wurde.

Bei der bislang letzten Teilnahme 2022/23 schafften es die Bündner immerhin bis ins Achtelfinale. Dort erwies sich Tappara Tampere allerdings als zu stark.

5. Genève-Servette HC: 17-9-11

Obwohl Genève-Servette HC nun von Bern überholt wurde und einen Platz verloren hat, dürfen sich die Grenats gemeinsam mit den ZSC Lions als einzige CHL-Sieger aus der Schweiz nennen. In den vergangenen beiden Spielzeiten entwickelte sich Genf zum Spezialisten für internationale Wettbewerbe.

Bei der dritten CHL-Teilnahme 2023/24 gelang den Calvinstädtern der ganz grosse Coup: Der GSHC stemmte am Ende die Trophäe in die Höhe. Damit feierte erstmals seit der Neuauflage der Champions Hockey League 2014/15 ein Team aus der National League den Titel.

Sami Vatanen gewann 2024 mit Servette die CHL.
(Bild: Laurent Daspres/Freshfocus)

Bereits bei der ersten Teilnahme 2014/15 wussten die Genfer international zu überzeugen. In der Gruppenphase mussten sie sich lediglich Frölunda geschlagen geben und zogen souverän in die K.o.-Phase ein. Dort war im Achtelfinal gegen SaiPa Lappeenranta allerdings Endstation. In der Saison 2015/16 folgte das frühe Aus: Aus vier Partien resultierte lediglich ein Sieg.

In der vorletzten Saison war Genf als Titelverteidiger automatisch für die CHL qualifiziert und besiegte mit Lausanne einen Ligakonkurrenten, verlor im Halbfinale aber gegen die ZSC Lions. Nach einem Jahr Pause ist das Team vom Genfersee zurück auf der europäischen Bühne.

4. SC Bern: 21-14-19

Fünf Jahre nach der letzten Teilnahme konnten sich die Mutzen letzte Saison wieder einmal auf der internationalen Bühne präsentieren. Das Comeback gelang den Bernern mit einem Sieg gegen Grenoble perfekt - ohnehin war es keine schlechte Kampagne. Der SCB kratzte sogar an der Viertelfinalteilnahme, schied jedoch nach der Overtime gegen Brynäs aus.

2019/20 lieferten sich die Mutzen zuvor letztmals in der PostFinance Arena europäische Duelle. Im Achtelfinal war damals gegen Luleå Endstation. Mit dem Aus gegen Brynäs im vergangenen Jahr erwies sich damit erneut ein schwedischer Vertreter als Stolperstein für die Berner.

Davor gehörte der SCB praktisch zum festen Inventar der CHL. Von der ersten Austragung bis 2020 waren die Berner bei jeder Ausgabe dabei. Zweimal stiess der SCB bis in den Viertelfinal vor, 2016/17 und 2017/18. Dafür waren die ersten beiden CHL-Jahre mit sechs Niederlagen und einem Sieg alles andere als leicht.

3. HC Fribourg-Gottéron: 23-14-11

Als erstmaliger Schweizer Meister möchte der HC Fribourg-Gottéron die nächste Trophäe holen. Denn nach dem Schweizer Meistertitel und dem Spengler Cup fehlt der CHL-Pokal noch in Fribourg. Die Saanestädter gehören ohnehin zu den erfahrensten Schweizer Teilnehmern der Champions Hockey League. Dieses Jahr sind die Fribourger zum siebten Mal beim internationalen Wettbewerb dabei.

Wie GSHC, der HCD, der EVZ und die ZSC Lions zählt auch Gotteron zu den fünf Schweizer Teams, die mindestens einmal den Halbfinal erreicht haben.

In den fünf anderen CHL-Kampagnen verlief die Reise weniger weit. Viermal war im Achtelfinal Schluss, einmal scheiterten die Drachen bereits in der Gruppenphase. Auch beim letzten Auftritt war für Fribourg im Achtelfinal Endstation.

2. EV Zug: 34-13-25

Zwar erlebte der EV Zug letztes Jahr eine Saison zum Vergessen und schaffte in der Liga nur knapp die Playoffs, dennoch gab es für die Kolinstädter auch etwas Erfreuliches. Die Zuger erreichten zum zweiten Mal in der Geschichte den Halbfinal der Champions Hockey League. Zuletzt gelang dies dem EVZ 2023, als man gegen Tappara Tampere den Final verpasste.

Auch beim letzten Wettbewerb war es wieder ein skandinavisches Team, das den Zugern kurz vor Schluss ein Bein stellte. Gegen Luleå verloren die Innerschweizer zweimal denkbar knapp.

Auf der Scorerliste haben die Zuger aber gleich doppelt gewonnen. Stürmer Gregory Hofmann war der beste Torschütze der vergangenen Champions Hockey League, und sein Teamkollege und Liga-Topscorer Dominik Kubalik folgte ihm mit gleich vielen Punkten, aber weniger Toren dicht auf den Fersen. Ohnehin zeigen die Zuger eine europäische Konstanz: Bereits zehnmal waren sie Teil der CHL.

1. ZSC Lions: 39-19-19

Gleich wie der EVZ waren auch die ZSC Lions insgesamt zehn Saisons Teil der Champions Hockey League. Nun müssen die Zürcher erstmals seit 2023 den Wettbewerb auslassen, da sie sich in der vergangenen Saison nicht mit ihrer Leistung qualifizieren konnten. Die Lions müssen sich aber keine Sorgen machen: Mit 39 Siegen stehen sie noch immer an der Spitze der Schweizer CHL-Bilanz.

Mikko Lehtonen holte mit ZSC den CHL-Pokal.
(Bild: Claudio Thoma/freshfocus)

Bereits beim alten Wettbewerb holte der ZSC 2009 den CHL-Sieg, 2025 gewannen die Zürcher zum zweiten Mal den Wettbewerb. Seit der Neuauflage der Champions Hockey League war der Auftritt der Zürcher allerdings unterschiedlich. Einmal kam man nicht über die Gruppenphase hinaus, dann scheiterte man in den Viertelfinals oder war schliesslich nur unter den besten 32.

In der letzten Saison konnten die Lions nicht an den Erfolg vom Frühling 2025 anknüpfen, als sie Karlstad im Final bezwangen. Für Zürich war es im vergangenen Jahr bereits im Sechzehntelfinale vorbei.

Durch den CHL-Titel der Zürcher waren sie auch in der Saison 2025/26 vertreten. Mit den ZSC Lions, dem Lausanne HC, dem SC Bern und dem EV Zug starteten gleich vier Schweizer Teams. In der kommenden Saison fehlen die Lions, dafür sind mit Fribourg, Genf und Davos wieder altbekannte Teams mit dabei.

Champions Hockey League EHC Biel-Bienne EHC Kloten Eishockey EV Zug Genève-Servette HC HC Ajoie HC Ambri-Piotta HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Lausanne HC SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers SCL Tigers Soraya Sägesser ZSC Lions

2026-09-01 15:15:42