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'Es wird mich riesig freuen, zu versuchen, ihn ein bisschen grimmig zu machen'

Die NL-Klubvertreter zur CHL-Auslosung

Die Jagd auf Europas Thron ist eröffnet. Nach der Auslosung der Champions Hockey League herrscht bei den Schweizer Vertretern pure Vorfreude auf hochkarätige Roadtrips und emotionale Duelle. Während der HC Davos den "Schweden-Test" sucht, träumt man in Fribourg bereits offen vom nächsten grossen Pokal nach der Meisterschaft.

Einmal eine Losfee spielen - das können nicht alle National-League-Trainer in ihren Lebenslauf schreiben. Josh Holden aber schon. Der Headcoach des Vizemeisters HC Davos durfte am Mittwochabend die beschrifteten Pucks aus der Plastikbox nehmen und den Klubvertretern vor Ort und den digital zugeschalteten Fans die Teams präsentieren. Holden erhielt eine Anfrage per E-Mail.

"Da mein Sommerurlaub erst nächste Woche startet, hatte ich Zeit", sagt er und grinst. Er sei sich der Erwartungen nicht ganz im Klaren gewesen, was seine Aufgabe oder sein Job sein werde. "Aber ich durfte die Pucks ziehen und auf der Bühne ein Teil davon sein, das war wirklich cool", erzählt er stolz.

Neben ihm zog der finnische Ex-NHL- und NL-Torhüter Jussi Markkanen die anderen Teams und prompt auch den HC Davos. Als Markkanen das Pucklos des HCD in den Händen hielt, blickte er zuerst zu Holden, mit dem er einst bei den Zugern zusammenspielte, und grinste. Der Davoser Headcoach ist zufrieden mit den zugelosten Teams.

Für Holden ist die Champions Hockey League speziell. Er nahm einst mit dem EV Zug als Spieler und Assistenztrainer an der CHL teil. Nun kann er erstmals als Headcoach beim Turnier wirken. "Als Spieler darfst du es umsetzen und als Trainer muss ich diese Leistungsbasis managen", sagt Holden.

Er will Dan Tangnes ärgern

Als Assistenztrainer habe er viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt und nun als Headcoach müsse er alles überwachen. "Wie sieht die Reiseplanung aus? Wann können wir trainieren, damit wir uns nicht völlig verausgaben, wenn wir hoch in den Norden Schwedens, in den Süden Schwedens und nach Polen müssen?", stellt er sich die Fragen. Am Ende sei es für ihn aber eine Ehre, alle drei Positionen ausüben zu dürfen. "Ich möchte, dass wir als Team alles dafür tun, um zu gewinnen."

Für Davos sei es gut, die beiden schwedischen Teams zu bekommen. "Ich habe grossen Respekt vor der schwedischen Liga und denke, dass sie dort gute Spieler haben", sagt er. Bei Rögle wartet niemand Geringeres als Dan Tangnes, mit dem er hinter der Bande in Zug stand. "Es wird mich riesig freuen, ihn versuchen, ein bisschen grimmig zu machen", witzelt Holden. Auch auf Polen freut er sich, da er noch nie im Land war. Er weiss aber, dass das Eishockey sich dort verbessert hat. "Es sind nicht drei finnische Mannschaften oder drei Spiele gegen Bern, Ajoie und Biel - diese Abwechslung ist gut", sagt er.

Davos-Legende Andres Ambühl ist mit den Losen ebenfalls zufrieden. "Vor allem mit den zwei schwedischen Teams; das sind sicher Gradmesser, und darauf freut man sich eigentlich, wenn man Champions League spielt", sagt er. Besonders freut er sich auf das Duell gegen Skelleftea. "Die Schweden sind halt einfach ziemlich gut, und darum freut mich diese Partie am meisten", sagt er.

Schweizer Meister freut sich auf CHL

Auch der Schweizer Meister Fribourg Gotteron freut sich auf die Gegner. "Es sind spannende Gegner, gegen die wir eigentlich noch nie gespielt haben", sagt Sportchef Gerd Zenhäusern. Vor allem auf die beiden österreichischenTeams -- Graz99ers und KAC Klagenfurt -- freut er sich besonders. "Ich bewundere, wie Graz unterwegs ist", sagt er. Für ihn sei es eine gute Konkurrenz, um sich vergleichen zu öffnen.

Die Champions Hockey League hilft den Drachen auch bei einer besseren Vorbereitung auf die Saison. "Für die Sportler ist es etwas Schönes, wenn sie in der Vorbereitung schon Partien spielen, in denen es um etwas geht", sagt er weiter. Nach dem Spengler Cup und der Schweizer Meisterschaft ist nun der nächste Pokal das Ziel. "Ich würde gerne die Champions Hockey League gewinnen", sagt er und grinst.

In Genf freut man sich ebenfalls auf das Turnier, schliesslich hat Servette in der Saison 2023/24 die CHL gewonnen. "Vor allem die Auswärtsreisen nach Schweden und in die Tschechische Republik mit Skelleftea und Vítkovice sind für uns sicher spannend", sagt Sportchef Marc Gautschi. Er freut sich genauso wie Ambühl auch auf die schwedischen Teams. Die Champions Hockey League sei eine coole Erfahrung. Er sagt: "Es geht immer um einen Titel, und das ist immer wichtig, dass wir dort mitmischen können."

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2026-05-27 20:42:29