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Eine Rote Karte als dramatischer Wendepunkt bei einem starken Thuner Auftritt

Niederlage in der Verlängerung

Der FC Thun versteckt sich auch im Rückspiel gegen Dinamo Zagreb nicht. Nach einer beeindruckenden ersten Halbzeit führen die Berner Oberländer mit 2:0. Ein Platzverweis gegen Marco Bürki leitet dann die Wende ein, wobei sich die Thuner bis in die Verlängerung gegen das Ausscheiden in der Champion-League-Qualifikation sträuben.

Ein gellendes Pfeifkonzert im Stadion Maksimir stand zur Pause symbolisch für das, was der FC Thun in diesem Rückspiel geleistet hatte. Den späten Ausgleich im Hinspiel vor einer Woche konnte der Schweizer Meister in der Startphase gänzlich ausblenden. Die Berner Oberländer erwischten einen Traumstart in die Partie. Mit dem allerersten Angriff brachte Brighton Labeau (4.) die Thuner, wie schon im Hinspiel, in Führung. Die Vorarbeit zu diesem Treffer leistete mit Nassim Zoukit der einzige Berner Oberländer, der im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen neu in die Startelf rückte.

Die Thuner liessen Dinamo Zagreb keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten. Niklas Steffen im Tor hatte eine ruhige Startphase. Gleichzeitig zeigte sich der Schweizer Meister vor dem gegnerischen Tor gnadenlos effizient. Einen auf den zweiten Pfosten getretenen Freistoss von Fabio Fehr köpfte Marco Bürki (22.) zum 2:0 in die Maschen. Es war zu diesem Zeitpunkt der zweite Thuner Abschluss aufs Tor von Ivan Filipovic.

Die unbekümmerten Schützlinge von Gian-Luca Privitelli brachten sich damit auf Kurs in Richtung der dritten Qualifikationsrunde. Mit diesem Erfolg hätte der Schweizer Meister eine Teilnahme an einer europäischen Ligaphase auf sicher. Gleichzeitig würde damit eine Serie anhalten. Der FC Thun ist in der Qualifikation der Champions League bislang ungeschlagen. Bei der einzigen Teilnahme in der Saison 2005/06 ging in der Qualifikation keine der vier Partien verloren.

Ein Platzverweis bringt Thun ins Wanken

Vom kroatischen Meister musste nach dem Seitenwechsel mehr kommen. Mit dem Polster im Rücken hielten die Gäste die Gefahr aber vom eigenen Tor fern. Der Wendepunkt sollte durch einen Eigenfehler von Marco Bürki eingeläutet werden. Als letzter Mann schoss er Lukas Kacavenda an und stoppte ihn dann mit einem Halten. Der Unparteiische bestrafte dieses Vergehen in Strafraumnähe erst mit einer Gelben Karte. Nach dem Studium der VAR-Bilder zückte er aufgrund einer Notbremse allerdings direkt Rot.

Der Platzverweis gegen den Captain war ein harter Rückschlag für den Schweizer Vertreter und gab Dinamo Zagreb gehörig Aufwind. Die Mannschaft von Mario Kovacevic schnürte den Gegner im eigenen Strafraum ein. Der Anschlusstreffer zeichnete sich ab und schliesslich gelang er Dion Beljo (74.) per Kopf. Und nur fünf Minuten später lag der Ball schon wieder im Tor. Nach einem Corner flipperte die Kugel durch den Thuner Strafraum, wo sie Kacavenda (79.) schliesslich über die Linie drückte.

Nun hatten die Kroaten endgültig Blut geleckt. Vehement drückten sie auf den Siegtreffer und darauf, die Entscheidung schon vor einer drohenden Verlängerung zu entscheiden. In dieser Phase konnten sich die Thuner aber gleich mehrfach auf Torhüter Steffen verlassen.

Dinamo Zagreb zieht den Hals aus der Schlinge

Die Entscheidung in Zagreb musste in der Zusatzschleife fallen. Den Thunern gelang es in der Verlängerung, sich aus der ganz engen Umklammerung aus der Schlussphase zu lösen. Ein Konter machte den dezimierten Gästen gar Hoffnung, das Spiel vielleicht sogar selbst noch durch einen Treffer entscheiden zu können. Michael Heules Abschluss zischte in der ersten Halbzeit der Verlängerung allerdings am Pfosten vorbei.

Gleichwohl blieb Dinamo Zagreb das gefährlichere Team und belohnte sich dafür in der 112. Minute mit dem entscheidenden Treffer. Moris Valincic konnte Steffen, der wenige Minuten zuvor noch glänzend parieren konnte, bezwingen. Nach einem langen Solo fand Valincic noch die Energie für einen kräftigen und unhaltbaren Abschluss. Es war das goldene Tor für den kroatischen Meister und der entscheidende Nackenschlag für die Thuner. So ist es Dinamo Zagreb, das in der dritten Qualifikationsrunde weiterhin um den Einzug in die Champions League kämpfen darf. Für den FC Thun geht es in der Qualifikation der Europa League weiter.

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2026-07-28 22:50:15

Event

28.07.2026 20:00
Dinamo Zagreb 3:2 FC Thun Berner Oberland

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