Nicht nur in der Super League sind bereits neun Runden gespielt, auch in der Challenge League wurde schon fleissig Fussball gespielt. Wir haben zehn bislang begeisternde Spieler herausgepickt, die früher oder später den Sprung in die höchste Schweizer Liga schaffen könnten.
Erst drei Gegentore hat Stade-Lausanne-Ouchy kassiert. Das ist ein geteilter Startrekord nach neun Runden. Statistisch gesehen hätte Stade-Lausanne-Ouchy aber rund zehn Gegentreffer kassieren sollen. Das rückt Laurent Seji in den Fokus. Der Schlussmann, der einmal krank fehlte, parierte bislang 89 Prozent seiner Schüsse aufs Gehäuse. Neben einem Elfmetergegentor wurde Seji nur ein weiteres Mal bezwungen. Es zeigt auf, wie stark der 22-Jährige hält.
Laurent Seji ist erst in diesem Sommer ins Waadtland gewechselt. Der kosovarische U-Nationalgoalie stammt aus dem Nachwuchs des Grasshopper Club Zürich. Nach einer komplizierten letzten Saison mit zehn Einsätzen in der vierthöchsten Liga und einem Leihintermezzo beim FC Rapperswil-Jona, mit vier Spielen in der Challenge League, hat sich Seji von seinem Jugendverein losgesagt. Einen besseren Schritt als jenen zur Nummer eins beim derzeitigen Überflieger im Unterhaus hätte Seji nicht machen können.
Der 19-jährige Cobel Sow wirbelt derzeit die Challenge League auf. In den ersten neun Ligaspielen steuerte der Spanier bereits ein Tor sowie vier Assists bei. Für den 19-Jährigen ist es bereits die zweite Station im Unterhaus. Den letzten Frühling verbrachte Sow beim FC Rapperswil-Jona. Dort sind der Offensivkraft in zehn Einsätzen drei Tore gelungen. Nun hat Sow nochmals eine Schippe draufgelegt, worüber sich vor allem der FC Basel freuen dürfte, denn die Bebbi besitzen die Transferrechte am Spieler. Nach dieser Spielzeit soll Sow mit viel Spielpraxis wieder ans Rheinknie zurückkehren. Eine Kaufoption besitzt der Leader der Challenge League nicht.
Als einziger Spieler im Schweizer Fussball hat Malko Sartoretti die letzten beiden Cupfinals absolviert. Unglücklicherweise konnte der 22-Jährige keinen Titel dabei feiern. 2025 spielte er auf Leihbasis beim FC Biel, ehe er danach zu Stade-Lausanne-Ouchy wechselte. Vor allem beim Run der Seeländer konnte Sartoretti überzeugen. Gleich sieben Tore steuerte er beim Fabellauf bis ins Finale bei. Mittlerweile ist der Stürmer beim Leader der Challenge League gesetzt. Mit fünf Toren in neun Spielen hat er einen mehr als nur ordentlichen Saisonstart hingelegt und ist für den Lausanner Höhenflug mitverantwortlich.
Stade-Lausanne-Ouchy führt mit 21 Punkten die Challenge League an. Das schlägt sich auch in diesem Artikel wider. Mit Theo Bouchlarhem findet sich noch ein vierter Akteur des Vereins in dieser Auflistung. Der 25-Jährige ist bereits etwas älter als die zuvor genannten Spieler, doch er ist für das Spiel der Lausanner nicht weniger zentral. Der Flügelspieler glänzt in verschiedenen statistischen Disziplinen. Unter anderem hat kein Spieler der gesamten Liga mehr Zweikämpfe als Bouchlarhem gewinnen können. Für einen Spieler auf seiner Position ist das sehr beeindruckend. Dazu hat der Franzose schon zwei Tore und zwei Assists auf dem Konto.

Würde es für Theo Bouchlarhem wieder mit einem Engagement in der Super League klappen, wäre das für den 25-Jährigen kein Neuland. Er stand schon während zweieinhalb Jahren beim FC Sion unter Vertrag. Dabei hat Bouchlarhem 49 Partien in der höchsten Schweizer Liga absolviert. Mittlerweile ist der Franzose aber nochmals ein Stück zielstrebiger geworden, was ihm helfen könnte, endgültig in der Super League Fuss zu fassen.
Der Krienser Malek Ishuayed glänzt in einer Statistik gemeinsam mit dem zuvor vorgestellten Theo Bouchlarhem. Mit 24 erfolgreichen Dribblings sind die beiden Flügelspieler in den Eins-gegen-Eins-Duellen die jeweils stärksten Spieler in der Challenge League. Die Servette-Leihgabe liefert dabei aber nicht nur brotlose Kunst ab. Mit einem Tor und zwei Assists führen seine Dribblings auch zu einem produktiven Output.
Ishuayed ist gerade einmal 19 Jahre alt und versucht, im Profifussball Fuss zu fassen. In der Innerschweiz gelingt ihm das derzeit hervorragend. In der letzten Saison hat der talentierte Spieler die ersten Einsatzminuten in der Super League sammeln können. Für den Servette FC hat Malek Ishuayed 13 Partien in der höchsten Liga bestritten. Nun soll er mehr Spielzeit in die Knochen bekommen.
Der Aufsteiger ist in dieser Auflistung doppelt vertreten. Für die Krienser ist es aber bitter, denn auch Elio Rufener ist nur eine Leihgabe. Eigentlich gehört die Offensivkraft dem BSC Young Boys. Der 19-Jährige hat vor dieser Saison nur in der dritthöchsten Liga für die U-21-Mannschaft der Berner gespielt, doch jetzt startet Rufener in der Challenge League so richtig durch. Bereits fünf Tore und zwei Assists hat der Nachwuchsspieler auf seinem Leistungsausweis stehen. Auch dank der zahlreichen Scorerpunkte Rufeners hält sich der Aufsteiger in der Challenge League richtig gut. Mit 14 Punkten liegt der SC Kriens nach neun Spieltagen auf Platz vier.
Ein Angreifer mit null Toren findet ebenfalls den Weg in diese Auflistung. Es mutet zwar etwas kurios an, doch es hat durchaus seine Berechtigung. In diesem Sommer wechselte der 22-Jährige vom FC Luzern zum FC Wil und dort kann der schweizerisch-niederländische Doppelbürger überzeugen. Schon drei Assists sind auf dem Konto Breedijks. Dazu ist er für den FC Wil ein extrem wichtiger Aufbauspieler. In Luftzweikämpfen zeigt sich Luuk Breedijk besonders stark. Damit kann er lange Bälle festmachen und weiterleiten. Eine Qualität, die im Abstiegskampf wichtig werden kann. Im akuten Abstiegskampf befinden sich die Ostschweizer zwar nicht. Aber sollte Stade Nyonnais auf dem letzten Platz ins Punkten kommen, kann es für den FCW auf Platz neun ungemütlich werden.
Im Sommer 2025 verpflichtete der FC Winterthur Theo Golliard. Der offensive Mittelfeldspieler sollte die Lücke schliessen, die Matteo di Giusto hinterliess. Es war ein Himmelfahrtskommando für den ehemaligen YB-Junior. Schon in der Super League zeigte Golliard gute Ansätze, aber es war am Ende gemeinsam mit den Teamkollegen zu wenig, um die Klasse zu halten.

Eine Liga tiefer tritt der 24-Jährige als Unterschiedsspieler auf. Drei Tore und vier Assists sind starke Werte, die der einstige Schweizer U-Nationalspieler in der Challenge League an den Tag legt. Kann der Winterthurer weiter solche Scorerwerte abliefern, führt sein Weg über kurz oder lange ohnehin zurück in die erste Liga - und zwar unabhängig davon, ob dem FCW der Aufstieg gelingt.
Wie beim Aufsteiger, hat auch der Absteiger zwei Spieler in den eigenen Reihen, auf die man ein besonderes Augenmerk legen sollte. Der Zweite im Bunde ist Yannis Odin. Obwohl der kleingewachsene Spieler erst 18 Jahre alt ist, hat sich Yannis Odin im Mittelfeld der Eulachstädter festgespielt. Wenn Odin fit ist, setzt Patrick Rahmen auf den Teenager. Angesichts der Ambitionen der Winterthurer und der Qualität im Kader ist das keine Selbstverständlichkeit. Den Sprung von der U 19 des Vereins in die erste Mannschaft hat Odin mühelos gemeistert. Noch in der Abstiegssaison war das Talent kein Thema für erste Einsätze in der Super League. Nun strebt er gemeinsam mit seinem Verein die Rückkehr in die höchste Liga an.
Den Abschluss macht ein ehemaliger FCB-Junior, der über den FC Lugano den Weg zum FC Rapperswil-Jona gefunden hat. Bei den Ostschweizern ist der 20-Jährige unumstrittener Stammspieler in der Zentrale. Ryter orchestriert das Offensivspiel und hat bereits fünf Scorerpunkte in der laufenden Saison auf seinem Konto. Angesichts seiner Position ist das ein herausragender Wert. Umso bitterer ist es für den FCRJ, dass Ryter bereits am zehnten Spieltag zum ersten Mal zuschauen muss. Der Mittelfeldspieler ist sich nicht zu schade, auch mal ein Foul zu ziehen. Damit hat er schon vier Gelbe Karten angehäuft und verpasst deshalb das Spiel gegen den Tabellenleader in einer Woche.
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