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Das grosse Werweissen über die Zukunft Zeki Amdounis

Der Abgang des Schweizers steht unmittelbar bevor

Es wird wohl nicht mehr lange gehen, bis Zeki Amdouni bei einem neuen Verein unterkommt. Doch wo, in welcher Liga, wird der Nati-Crack spielen? Wieso hat es in der Premier League nicht geklappt? Und wie geht die Karriere des Schweizers weiter?

Die Ausgangslage

Im vergangenen Sommer wechselte Zeki Amdouni vom FC Basel zum englischen Premier Ligisten Burnley FC. Als Super-League-Überflieger kam er auf die Insel und wollte dort den grossen Durchbruch schaffen. Dieser blieb ihm aber verwehrt. Zu Beginn der Saison durfte er im Team vom jetzigen Bayern-Trainer Vincent Kompany noch starten - mangelnde Torbeteiligungen sahen ihn im Verlaufe der Saison jedoch auf die Rolle des Jokers abfallen. 

Einhergehend spielte auch Burnley keine gute Saison, stieg nach Ablauf der Spielzeit in die zweitklassige Championship ab. Nun haben die Clarets den Saisonauftakt bereits hinter sich, im Aufgebot suchte man den Namen Zeki Amdouni vergeblich. Grund dafür ist in erster Linie, dass die Chefetage der Engländer nicht mehr mit dem Schweizer planen. Es soll ein Abnehmer gefunden werden, der den Nordengländern mindestens so viel Geld einbringt, wie sie dem FC Basel dereinst zahlten (18 Millionen). 

Mit lediglich fünf Toren und einer Vorlage hat sich der Genfer allerdings wohl nicht bei vielen Premier-League-Teams auf den Wunschzettel gespielt. Da sein Vertrag auf der Insel noch bis 2028 läuft, scheint eine Leihe mit Kaufoption (von ca. 18 Mio.) wohl die realistischste Option zu sein. Doch wohin mit dem Nati-Star?

Ein Weg in die Bundesliga

Wer in der Super League begeistern konnte, versucht sich in der deutschen Bundesliga - dies haben Schweizer Fussballfans schon oft mitangesehen. Amdouni jedoch ging einen Schritt weiter, versuchte es mit der Premier League gleich in der besten Liga der Welt. Nun könnte er sich mit einem Jahr Verspätung dennoch in Deutschland einfinden wollen. 

Da die Bundesliga doch noch eine Qualitätsstufe unter der Premier League zu liegen kommt, würde wohl auch ein konkurrenzfähigerer Verein drin liegen. Die deutschen Abstiegskandidaten dürften sich den 23-Jährigen wohl nicht leisten können und auch das Interesse Amdounis würde sich in Grenzen halten. Realistischer wäre wohl ein Transfer zu einem Team, dass sich im Tabellenmittelfeld befindet und mit dem Schweizer einen europäischen Platz ergattern wollen würde. 

Eine Option womöglich die TSG Hoffenheim. Die Siebtplatzierten der Vorsaison hätten auf der Stürmerposition sehr wohl Bedarf, hat man doch Maximilian Beier an Borussia Dortmund abgegeben und muss zudem den Ausfall des verletzten Ilhas Bebou kompensieren. Auch Wout Weghorst verlässt Hoffenheim nach einer einjährigen Leihe und kehrt zu seinem Stammverein (Burnley FC) zurück - es könnte also gleich zu einem fliegenden Wechsel kommen.  

Französisch könnte er schon

Eine weitere Möglichkeit befände sich in Frankreich. Als gebürtiger Genfer und nach etlichen Jahren beim FC Lausanne-Sport kann Zeki Amdouni bereits französisch, dürfte sich bei einem Ligue-1-Verein also gut einfinden können. 

Konkrete Gerüchte über einen möglichen Wechsel nach Frankreich lassen allerdings noch auf sich warten. Einzig Stade Rennais wurde mal ganz am Rande mit dem Schweizer in Verbindung gebracht, so richtig zum Brodeln kam die Gerüchteküche allerdings nie. Die Situation in Frankreich wäre also jener in Deutschland ähnlich: Mittelklassige Vereine, die sich den europäischen Fussball zum Ziel setzen, dürften sich den Namen Amdouni einmal durch den Kopf gehen lassen. 

Neben Stade Rennais gäbe es ein paar solcher Kandidaten: Dass Jonathan David von LOSC Lille derweil ein begehrter Mann ist, dürfte seinem Club bewusst sein - womöglich sollte man sich mit der Verpflichtung eines Backups auseinandersetzen. In Lens hat man sich jüngst von Elye Wahi getrennt und muss offensiv ebenfalls konkurrenzfähig bleiben. Schliesslich gäbe es da noch den OGC Nizza, der als Partnerclub des FC Lausanne-Sport bereits eine entfernte Beziehung mit Amdouni innehat. 

Im Waadtland gelang Zeki Amdouni dereinst der Durchbruch

Die Serie A hätte Stürmerbedarf

Aus den Top-5-Ligen ist die Serie A für Super-League-Abgänger ebenfalls eine äusserst beliebte Adresse. Der italienische Fussball wusste in den vergangenen Jahren an Qualität zuzulegen: Die neunjährige Schreckensherrschaft von Juventus Turin ist nun endgültig zu Ende, die Liga ist konkurrenzfähiger und attraktiver denn je. 

Ein Problem: Von den Topclubs sind fast sämtliche Vereine auf den Stürmerpositionen bereits mehr als zufriedenstellend besetzt. Da der Burnley FC allerdings so oder so Interesse an einem Leihgeschäft mit einem Verein haben könnte, bei dem sich Amdouni als Starter beweisen kann, gilt es die Teams aus dem Tabellenmittelfeld genauer anzuschauen. Dort lässt sich eine interessante Adresse ausmachen: 

Der CFC Genoa stieg im Sommer 2023 nach einem Jahr in der Serie B wieder in die oberste Spielklasse auf und spielte eine starke Saison. Mit dem elften Tabellenplatz kam man nur knapp unter dem Vorjahresmeister aus Neapel zu liegen, wusste besonders offensiv zu begeistern. Nun jedoch klafft im Sturm eine Lücke: Neuner Mateo Retegui verliess die ligurische Hauptstadt jüngst in Richtung Bergamo, um den verletzten Gianluca Scamacca zu ersetzen und auch Sturmpartner Albert Gudmundsson soll vor dem Absprung stehen - die Fiorentina ist besonders heiss auf den Isländer. 

Der Wechsel scheint ein wenig aus der Luft gegriffen, würde jedoch für einen Spieler von Amdounis Klasse und Position durchaus Sinn machen. Es stellte sich lediglich die Frage, ob der explosive Stürmer mit dem eher langsamen und taktischen Spielstil des italienischen Fussballs zu Schlag kommen würde. Dass er gegen italienische Teams treffen kann, stellte der Schweizer allerdings bereits unter Beweis: 

Eine Zukunft ausserhalb der grossen Fünf?

Es muss nicht immer die absolute Spitze sein. Eine letzte Möglichkeit, die wir für die Zukunft des Ex-Bebbi in Betracht ziehen, wäre ein Kapitel ausserhalb der europäischen Topligen. 

Eine aufstrebende Adresse für Schweizer Kicker scheint die belgische Jupiler Pro League darzustellen. Mit Ardon Jashari, Andi Zeqiri und Cameron Puertas befinden sich bereits drei etwas grössere Schweizer Namen im Norden Europas. Der Wettbewerb wird als achtbeste Liga Europas eingestuft und könnte auch für einen Zeki Amdouni einige Anreize bereithalten. 

Platz Sechs im europäischen Liga-Klassement hält die niederländische Eredivisie inne. Teams wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder Feyenoord Rotterdam sind den meisten Fussballfans ein Begriff und wussten sich in den vergangenen Jahren auch auf der europäischen Bühne zu beweisen. 

Schliesslich gäbe es da noch die siebtbeste Liga Europas mit dem einfachen Namen Liga Portugal. Die Südwesteuropäer mögen bei Schweizern zwar eine eher unkonventionelle Adresse sein, haben jedoch in Sachen attraktivem Fussball einiges zu bieten. 

Gemäss UEFA sind dies die besten Ligen Europas

Fazit

Die Zukunft Amdounis steht noch immer völlig offen. Einem Verbleib beim FC Burnley steht einiges im Wege, ein Wechsel in die Premier League scheint ebenfalls nicht sonderlich realistisch. Mit einem Team ausserhalb der Top-5-Ligen dürfte eine Einigung schwieriger zu erzielen sein, zumal Zeki Amdouni - berühmt für sein gesundes Selbstvertrauen - wohl seinerseits grössere Ambitionen hat. 

Fans des Genfers dürften also hoffen, dass Clubs aus Deutschland, Frankreich und Italien den Burnley-Kicker auf die Liste geschrieben haben. In gut zwei Wochen schliesst das diesjährige Sommertransferfenster - dann dürfte Zeki Amdouni für einen neuen Verein stürmen. 

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2024-08-14 16:00:46