Am letzten Tag des Schweizer Transferfensters hat der BSC Young Boys in der Innenverteidigung nachgelegt. Moritz Jenz wechselt vom VfL Wolfsburg nach Bern. Im Willkommensinterview auf den YB-Kanälen spricht der 27-Jährige über seine spontane Anreise, alte Bekannte und seine Rolle als Führungsspieler.
Nach den ersten Gesprächen vor wenigen Tagen ging alles ganz schnell. "Vor zwei Tagen habe ich erfahren, dass es eine Möglichkeit gibt. Als ich davon gehört habe, fand ich es direkt super. Super Möglichkeit, super Verein", berichtet Moritz Jenz. Der Innenverteidiger setzte sich umgehend selbst hinters Steuer und absolvierte die achtstündige Fahrt nach Bern eigenhändig, um den Medizincheck zu absolvieren.
Die Schweizer Super League ist für den gebürtigen Berliner kein Neuland. Bereit in der Saison 2020/21 sammelte er beim FC Lausanne-Sport erste Erfahrungen im Profifussball. An diese Zeit denkt er gerne zurück: "Das war meine erste Erfahrung als Profi. Die Schweiz ist ein sehr schöner Fleck auf Erden." Auch mit der Schweizer Sprache hat er kaum Probleme, da ihn unter anderem sein Freund, der ehemalige YB-Stürmer Michael Frey, gelegentlich mit Schweizerdeutsch vertraut macht.
Die Spiele im Wankdorf gegen YB sind ihm aus seiner Lausanner Zeit noch bestens in Erinnerung. "Gegen YB war es immer schwer. Damals unter Gerardo Seoane waren sie sehr erfolgreich. Das war nicht gerade der Ort, an dem man sein wollte", erinnert sich Jenz. Nun wünscht er selbst dazu beizutragen, dass YB diese Dominanz fortsetzt.
In Bern trifft der Abwehrspieler zudem auf vertraute Gesichter. Neben Alvyn Sanches und Isaac Schmidt kennt er vor allem Cédric Zesiger bestens. Mit Letzterem spielte er gemeinsam beim VfL Wolfsburg. "Zesi ist ein super Typ, ein super Leader. Ich freue mich darauf, wieder mit ihm in einer Mannschaft zu spielen", so Jenz.
Über seine Rolle auf dem Spielfeld hat der Neuzugang klare Vorstellungen. Auf die Frage nach seinen Stärken definiert er sein Profil eindeutig: "Ich bin aggressiv, ein Leader, organisiere. Ich sage immer wieder: ein Fels in der Brandung, an dem man sich festhalten und dem man vertrauen kann. Jemand, der alles für die Mannschaft und den Verein gibt."
Mit der Verpflichtung des 1,90 Meter grossen Abwehrspielers, der bei YB mit der Rückennummer 4 auflaufen wird, reagieren die Berner Verantwortlichen auch auf die verletzungsbedingte Pause von Gregory Wüthrich. Der Nationalspieler zog sich eine Muskelverletzung in der Wade zu und fällt vier bis sechs Wochen aus. Jenz, der einen Kontrakt bis Ende Saison unterzeichnet hat, soll der YB-Defensive per sofort die nötige Stabilität verleihen.
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