Bitterer Rückschlag in der Vorbereitung auf den neuen Winter: Jesper Nelin, einer der erfolgreichsten Biathleten Schwedens, hat derzeit mit einer schweren Knieverletzung zu kämpfen. Ein Meniskusriss, zugezogen während eines intensiven Trainings, zwingt den 33-Jährigen zur Pause.
"Es ist leider schwer zu sagen, wie genau es passiert ist, aber es geschah während einer sehr harten Trainingseinheit", erklärte Nelin gegenüber Expressen. Die Operation verlief zwar erfolgreich, doch der Olympiasieger und Weltmeister hofft nun auf eine schnelle Heilung. "Hoffentlich reichen ein paar Wochen Ruhe", sagte er. Noch im Februar hatte Nelin mit der schwedischen Herren-Staffel die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen. Mit der Staffel eroberte er in der Vergangenheit auch schon Olympia- und WM-Gold.
Das Verletzungspech bringt für den Biathleten aber auch eine unerwartete positive Seite mit sich. Nelin wurde im April Vater eines Sohnes und kann nun mehr Zeit mit seiner jungen Familie verbringen. "Das ist schön. So kann ich etwas mehr Zeit mit ihm verbringen. Es ist wohl ein Glück, dass ich mich ausgerechnet in diesem Jahr erstmals verletzt habe und zu Hause sein darf", so der Skijäger. Nelin sieht das Vatersein inzwischen als neue Priorität in seinem Leben. "Es gibt Dinge, die ausserhalb des Biathlons einfach viel wichtiger sind."
Die schwedische Biathlon-Nationalmannschaft bereitet sich derweil in Südfrankreich auf die kommende Saison vor – allerdings ohne ihren Star Nelin. Es bleibt abzuwarten, wann der Top-Athlet wieder ins Training einsteigen kann. Sein Sohn hat sicherlich nichts dagegen einzuwenden, dass er länger als erwartet zu Hause sein kann.
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