Heftige Gewitter haben am Freitagabend das Biathlonzentrum in Antholz getroffen. Geröll und Schlamm verwüsteten Teile der Südtirol Arena – Italiens Top-Biathletinnen blieben jedoch unverletzt.
Rund um die Südtirol Arena in Antholz bot sich am Freitagabend ein Bild der Verwüstung. Nach einem Gewitter trat der Riepbach über die Ufer und riss Geröll, Schlamm und Gestein mit sich. Die Mure zog durch den Wald beim Stadion, entlang der Tribüne bis auf den Parkplatz. Auch die Antholzer Strasse und die Rollerbahn wurden beschädigt. Darüber berichtet sportnews.bz.
Zum Zeitpunkt des Murenabgangs befand sich niemand im betroffenen Bereich. Besonders wichtig: Auch die italienischen Biathletinnen Rebecca Passler, Hannah Auchentaller, Lisa Vittozzi und Martina Trabucchi waren nicht im Stadion. "Die Athletinnen haben erst am Abend in ihrer Unterkunft davon erfahren", erklärte Biathlon-Sportdirektor Klaus Höllrigl laut sportnews.bz.
Die Wettkampfstätten scheinen glimpflich davongekommen zu sein. Zwar drangen Wasser und Schlamm in einige Räume ein und ein Abschnitt der Rollerbahn wurde verschüttet, doch die Schiessstandanlage blieb verschont. "Aktuell ist alles gesperrt", sagte Erika Pallhuber, Generalsekretärin des Antholzer Biathlonkomitees, gegenüber sportnews.bz.
Ob das Trainingslager der italienischen Frauen wie geplant bis zum 6. August fortgesetzt werden kann, ist noch offen. Die nächsten Stunden sollen zeigen, wie das Training organisiert wird. Für Samstag standen ohnehin längere Ausdauereinheiten ausserhalb des Biathlonzentrums auf dem Programm. Das Männer-Nationalteam mit Tommaso Giacomel trainiert derweil in Obertilliach in Osttirol und ist von den Unwettern nicht betroffen.
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