Die tragische Nachricht vom Tod der ehemaligen Biathlon-Königin Laura Dahlmeier (†31) erschüttert die Sportwelt. Die erfahrene Bergsteigerin verunglückte am 28. Juli durch einen Steinschlag am Laila Peak im Karakorum.
Obwohl ihr Körper noch immer in 5700 Metern Höhe unterhalb des Gipfels liegt, nahmen Familie und Freunde in Garmisch-Partenkirchen Abschied von der Ausnahmesportlerin. Eine Trauerfeier fand bereits am 11. August in der Wallfahrtskirche St. Anton statt, wie die Bild-Zeitung erfuhr. Pfarrer Konitzer hielt gemäss der genannten Quelle die Trauerrede.
Die Wahl des Ortes hätte passender nicht sein können: Die Kirche aus dem 18. Jahrhundert bietet einen atemberaubenden Blick auf die Zugspitze - eine würdige Kulisse für eine Frau, die die Berge so sehr liebte.
Bemerkenswert ist, dass Dahlmeier, die auch ausgebildete Bergführerin war, verfügt hatte, ihren Leichnam im Falle eines tödlichen Unfalls in den Bergen nicht zu bergen. Der Sprecher der Provinzregierung von Gilgit-Baltistan, Faizullah Faraq, bestätigte: "Uns wurde gesagt, dass es Laura Dahlmeiers Wunsch war, ihren Körper nach ihrem Tod auf dem Berg zurückzulassen. Das war ihr Traum. Nun ist ihr Wunsch erfüllt, daher prüfen wir, ob wir ihren Körper dort belassen können."
Diese Entscheidung wurde auch vom bayerischen Alpinisten Thomas Huber, der Teil des Rettungsteams war, unterstützt: "Als erfahrene Bergsteiger haben wir uns entschieden, sie soll bleiben. Weil es ihr Wunsch war."
In ihrer Heimatgemeinde wurde ein provisorischer Gedenkort eingerichtet: Ein Foto von Dahlmeier auf einer Holzstele, begleitet von einem Windlicht und einem Stein aus dem Gebirge mit Plakette. Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) plant, bei der nächsten Gemeinderatssitzung den Antrag zu stellen, den Kurpark von Partenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umzubenennen.

Die Sportwelt und insbesondere die Biathlon-Gemeinschaft trauern um eine aussergewöhnliche Athletin, die nicht nur auf der Loipe, sondern auch in den Bergen ihre Leidenschaft fand. Laura Dahlmeiers Vermächtnis wird in den Herzen vieler weiterleben, während ihr Körper an dem Ort ruht, den sie am meisten liebte - in den majestätischen Bergen des Karakorum.

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