Nach dem tragischen Tod von Laura Dahlmeier am Laila Peak im pakistanischen Karakorum herrschte zunächst Unklarheit darüber, ob ihre Leiche geborgen werden sollte, trotz ihres dokumentierten Wunsches, im Falle eines tödlichen Unfalls am Berg zurückgelassen zu werden. Nun haben die pakistanischen Behörden eine endgültige Entscheidung getroffen.
Laura Dahlmeiers Leichnam soll nun doch dort bleiben, wo die zweifache Biathlon-Olympiasiegerin tödlich verunglückt ist: am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge. Dies teilten die pakistanischen Behörden am Donnerstagnachmittag mit, wie die Bild berichtet. Dass sie nicht mehr geborgen wird, wenn das Risiko zu hoch sein sollte, war Dahlmeiers eigener Wunsch.
"Es war Laura Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille, dass in einem Fall wie diesem niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen", hatte Dahlmeiers Management mitgeteilt. "Ihr Wunsch war es, ihren Leichnam in diesem Fall am Berg zurückzulassen. Dies ist auch im Sinne der Angehörigen, die ausserdem ausdrücklich darum bitten, Lauras letzten Wunsch zu respektieren."
Zuvor gab es jedoch widersprüchliche Signale: Der pakistanische Bergverein Alpine Club of Pakistan (ACP) hatte angekündigt, man wolle eine Bergung der Leiche durchführen, allerdings nur, wenn ein sicherer Zugang zum Unglücksort möglich sei. "Wir stehen mit den lokalen Behörden in Kontakt, um den Bergungsprozess zu erleichtern und Dahlmeiers Andenken im Geiste der internationalen Bergsteiger-Solidarität zu ehren", hiess es damals in einer Stellungnahme des ACP.
Die Bedingungen am Laila Peak mit drohendem Steinschlag und instabiler Wetterlage machten einen solchen Einsatz jedoch hochriskant und kaum durchführbar. Am Donnerstag zogen die pakistanischen Behörden nun einen Schlussstrich: Es wird keinen weiteren Bergungsversuch geben. Damit folgt man letztlich dem Wunsch der verstorbenen Ausnahmeathletin und respektiert zugleich die Sorgen der Angehörigen.
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