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Ex-Langnau-Import kommt bei Debüt in Deutschland ganz schön ins Schwitzen

Er verliess die Emmentaler endgültig

Sean Malone hat den Sprung von Langnau in die DEL gewagt. Beim Testspiel-Debüt mit den Augsburger Panthern muss der Amerikaner zwar eine 2:4-Niederlage hinnehmen, fühlt sich in seiner neuen Heimat aber bereits pudelwohl. Nur an eines muss er sich noch gewöhnen.

Sean Malone steht vor der Spielerbank im Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg. Der ehemalige Langnau-Stürmer wartet auf seinen Einsatz. Noch ist für den 31-jährigen Amerikaner vieles neu. Das Stadion, das Team, die Liga. Und zudem ist es seine erste Partie mit den Augsburger Panthern im Testspiel gegen die Löwen Frankfurt. Bei seinem Debüt muss er eine Niederlage verkraften. Sein Team verliert 2:4.

Nach der Partie steht er vor der Kabinentür. Das Trikot hat er längst ausgezogen. Darunter trägt er ein schwarzes Shirt, das man nach der Partie aber wie einen Waschlappen ausdrücken könnte. Dass er geschwitzt hat, klingt irgendwie untertrieben. Malone sieht eher aus, als wäre er mit der Ausrüstung schon in der Dusche gestanden. Zudem dampft er, als wäre er gerade aus dem Ofen gekommen.

Entsprechend fällt sein Urteil zum Spiel aus. "Oh, es war hart", bilanziert er seine erste Partie mit seinem neuen Team. Zuvor hatte er nicht viele Einheiten auf dem Eis. "Daher war es für mich persönlich schwer." Es war aber nicht nur sein Debüt, das das Spiel erschwerte, sondern auch die vielen Strafen, die Augsburg kassieren musste. "Gefühlt waren wir das ganze Spiel über in Unterzahl. Wenn man so viel in Unterzahl spielt, macht das die Partie für niemanden einfach."

Sean Malone spielt künftig für die Augsburger Panther. (Bild: Imago)

Er schätzte es, dass er in der Schweiz spielen durfte

Während er sich auf dem Eis noch finden muss, hat er sich in der Stadt bereits bestens eingelebt. "Ich finde, Augsburg ist eine tolle Stadt, hier ist eine super Atmosphäre und ein grossartiges Stadion", schwärmt er. Bisher könne er von seinem Abenteuer in Deutschland nur Positives berichten. "Es war bisher fantastisch", sagt er. Nun hofft er, dass es bis zum Saisonstart auch im Team besser zusammenpasst. "Wir versuchen, die Vorbereitung zu nutzen, um als Team Schritte nach vorn zu machen, und nehmen es Tag für Tag."

Letzte Saison spielte er noch bei den SCL Tigers. Zunächst startete er seine Saison aber bei Örebro. Nach 30 Partien in Schweden löste das SHL-Team gemeinsam mit dem Amerikaner den Vertrag auf. Damit war der Weg für eine Rückkehr ins Emmental geebnet. Ohnehin war Malone in Langnau kein Unbekannter. Die letzten zwei Saisons trug er bereits das Tigers-Trikot. In beiden Jahren kam der Stürmer auf über 30 Scorerpunkte.

"Es war fantastisch und ein besonderer Ort", sagt er über seine Zeit in Langnau. Er könne gar nicht genug Gutes über seine Zeit in der Schweiz sagen. Die Qualität des Spiels und vor allem die Fans haben es ihm angetan: "Ich schätze mich sehr glücklich, dort gespielt zu haben, und habe die Zeit wirklich genossen."

In Augsburg spielen gleich fünf seiner Landsleute

Nun kehrt er der Schweiz endgültig den Rücken. Vor dem Wechsel habe er mit vielen Jungs gesprochen, mit denen er in der AHL spielte und welche die Deutsche Eishockey Liga kennen. "Sie schienen ihre Zeit in der Liga sehr genossen zu haben", sagt er und fügt hinzu: "Ausserdem gibt es hier viel mehr Nordamerikaner." Er grinst und seine Zahnlücke kommt zum Vorschein. Das war im Emmental anders. "Dort war ich meistens der einzige Nordamerikaner, so ist es schön, wieder mehr Leute aus meiner Heimat um mich zu haben." In Augsburg besitzen sechs Spieler den US-amerikanischen Pass.

Obwohl er nun wieder mehr Mitspieler aus der Heimat hat, wird er auch einiges aus der Schweiz vermissen. "Es ist ein wunderschönes Land", schwärmt er. Die Fahrzeiten zu den Auswärtsspielen seien viel kürzer, was Malone geschätzt hat. "Unsere Busfahrten hier sind jetzt etwas länger, das wird eine Umstellung sein", sagt der Amerikaner.

Der US-Amerikaner machte über 30 Punkte pro Saison in Langnau.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Auch das Niveau in Deutschland wird eine Umstellung für ihn sein. Da er erst eine Partie bestritt, kann er nur wenige Unterschiede nennen. "Ich habe auch die anderen Vorbereitungsspiele gesehen, und wenn wir gegen Schweizer Teams gespielt haben, war das definitiv ein anderer Eishockeystil", sagt er und fügt hinzu: "Ich würde aber sagen, dass es hier physischer und stärker von viel Arbeit geprägt ist." Noch braucht er aber einige Partien, um sich richtig einzustellen. Am Freitag, 18. September, startet er auswärts gegen Frankfurt in die Meisterschaft.

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2026-09-08 11:37:41