Cruz Hewitt hat ein fantastisches Debüt auf der ATP Tour gefeiert. Der australische Tennisspieler, Sohn der Legende Lleyton Hewitt, durfte in Washington zum ersten Mal auf höchstem Niveau antreten und tat dies hervorragend. Der erst 17-jährige „Sohn von“ besiegte als Qualifikant den Lokalmatador Marcos Giron in der ersten Runde des Hauptfeldes.
Hewitt junior hatte bereits in den vergangenen Tagen in der Qualifikation des ATP-500-Turniers beeindruckt. In beiden Duellen hatte er das Glück, dass seine Gegner aufgaben, wodurch er nicht „offiziell“ gewinnen musste. Allerdings lag er gegen den deutlich höher platzierten Serben Lajovic und den Amerikaner Svajda zum Zeitpunkt der Aufgabe jeweils bereits in Führung. Mit viel Selbstvertrauen durfte er am Dienstagabend (MEZ) gegen Giron antreten und tat dies überzeugend.
Als Nummer 612 der Welt waren dennoch alle Augen auf Hewitt gerichtet. Sein Nachname lässt immer noch aufhorchen. Cruz' Vater Lleyton gewann in der Vergangenheit die US Open und war eine Zeit lang die Nummer 1 der Welt. Dennoch musste sich der Sohn mit einem Match auf Platz vier der Tennisanlage begnügen und so konnten nur wenige Fans die ersten Spiele des 17-jährigen Australiers sehen. Der erste Satz ging mit 6:3 mühelos an Hewitt und auch im zweiten Satz schlug der Youngster beeindruckend zu.
Gegner Giron wirkte nervös und wurde im Laufe des Matches frustriert über sich selbst. Die Nummer 85 der Welt hatte sich ebenfalls über die Qualifikation für das Hauptfeld qualifiziert, verlor aber sofort gegen Hewitt. Der zweite Satz und damit das Match gingen mit 6:4 an „den Sohn von“. Hewitt hatte sich mit seiner Qualifikation für das Hauptfeld bereits fast 8.500 Euro gesichert, doch sein Konto steigt nun rasant an. Sein Platz in der zweiten Runde bringt ihm bereits über 31.000 Euro ein.
Hewitt beendete seine Juniorenkarriere Anfang dieses Monats in Wimbledon. Beim Juniorenturnier verlor er das Finale gegen Jason Lee. Danach wechselte er, genau wie das niederländische Toptalent Thijs Boogaard, endgültig zu den Senioren. Vor seinem ATP-Debüt in Washington war er die Nummer 612 der Welt, ist aber durch die drei überstandenen Runden virtuell auf Platz 365 der Welt geklettert.
In der zweiten Runde von Washington, einem Turnier, das sein Vater Lleyton einst in seiner Karriere gewann, trifft Hewitt auf den Sieger der Partie Alex De Minaur gegen Stefanos Tsitsipas. De Minaur ist der beste Australier der Welt auf Platz sechs. Hewitts Landsmann ist in Washington an Position eins gesetzt.
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