Rafael Nadal sprach über die langjährige Rivalität mit Novak Djokovic und erklärte, warum er die Matches gegen den serbischen Tennisspieler als einige der anspruchsvollsten seiner Karriere empfand.
Im Gespräch mit Andy Roddick betonte der ehemalige spanische Tennisstar, dass es gegen Djokovic nahezu unmöglich war, eine klare Schwachstelle in dessen Spiel zu finden.
Nadal erklärte, dass es gegen Djokovic nicht ausreichte, einen Plan zu haben, sondern man über das gesamte Match hinweg ein Höchstmass an Spielniveau aufrechterhalten musste.
"Wenn ich gegen Novak Djokovic spiele, ist es etwas anders. Wir können eine Strategie haben, aber am Ende geht es nur darum, dass ich sehr gut spielen muss. Ich meine, ich muss die ganze Zeit sehr gut spielen. Das war so schwierig. Gegen Roger kann man einen Weg finden, seinen Rückhand zu attackieren, aber gegen Novak habe ich dieses Gefühl nicht. Das Gefühl ist, dass ich so lange gut spielen muss. Und ich weiss, dass ich mich anpassen muss, dass ich seinen Rückhand nicht so lange attackieren kann. Besonders hohe Bälle, denn dann beschleunigt er das Spiel und bringt dich in eine schwierige Lage. Deshalb nutze ich oft den Slice gegen ihn und manchmal ist es gut, direkt durch die Mitte des Feldes zu spielen. Um ihm nicht viele Winkel zu geben."
Der ehemalige Gewinner von 22 Grand-Slam-Titeln hob besonders hervor, dass er Djokovics Spielkontrolle als die beste ansieht, die er in seiner Karriere je erlebt hat.
"Mit Novak, wenn du seine Schläge nicht zu sehr unter Druck setzt, öffnet er dich leicht. Was die Kontrolle angeht, denke ich, dass er der Spieler ist, der das am besten macht, den ich je gesehen habe."
Djokovic und Nadal trafen insgesamt 60 Mal aufeinander. Der serbische Tennisspieler beendete die Rivalität mit 31 Siegen gegenüber 29 für den Spanier.
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