Johan Manzambi hat seine ersten Minuten in der Premier League absolviert. Der Schweizer Nationalspieler brachte nach seiner Einwechslung neuen Schwung in das Spiel von Aston Villa, konnte die 1:2-Heimniederlage gegen Nottingham Forest aber nicht verhindern. Die Lage beim Europa-League-Sieger wird damit zunehmend ungemütlich.
Darauf musste Johan Manzambi lange warten. Wegen der Knieverletzung, die er sich während der WM zugezogen hatte, verpasste der 20-Jährige die komplette Vorbereitung und den Saisonstart mit Aston Villa. Am Samstag war es nun so weit. In der 64. Minute schickte Unai Emery den Schweizer gemeinsam mit Ibrahim Mbaye beim Stand von 0:1 auf den Platz.
Und Manzambis Einwechslung machte sich bemerkbar. Villa hatte nach dem Seitenwechsel zunächst grosse Probleme, nachdem Liam Delap Nottingham Forest nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff in Führung geschossen hatte. Zehn Minuten nach Manzambis Einwechslung köpfte Alysson nach einer Flanke von John McGinn zum 1:1 ein. Eine direkte Torbeteiligung hatte der Schweizer zwar nicht, in seiner knappen halben Stunde wirkte Aston Villa offensiv aber deutlich belebter.
Der erhoffte Punktgewinn blieb dennoch aus. Ian Maatsen musste rund zehn Minuten vor Schluss verletzt vom Feld. Weil Emery sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, beendete Villa die Partie zu zehnt. Nottingham nutzte die Überzahl. Igor Jesus traf in der 88. Minute nach Vorarbeit von Morgan Gibbs-White zum 2:1-Endstand.
Für Manzambi endet mit dem Debüt zumindest persönlich eine lange Leidenszeit. Aston Villa hatte ihn im Juli nach seiner starken Saison beim SC Freiburg und einer auffälligen WM verpflichtet. Für die Schweiz gelangen ihm beim Turnier drei Tore und zwei Assists. Die Ablöse soll sich laut SRF auf bis zu 70 Millionen Euro belaufen. Damit avancierte der Genfer zum teuersten Schweizer Fussballer der Geschichte.
Die Stimmung rund um seinen neuen Klub dürfte trotzdem kaum ausgelassen sein. Aston Villa wartet auch nach vier Premier-League-Spielen noch auf den ersten Sieg und steht bei lediglich einem Punkt. Das 1:1 durch Alysson war sogar der erste Ligatreffer der gesamten Saison. Damit steckt der Champions-League-Teilnehmer im Tabellenkeller.
Dabei kommt Villa aus der erfolgreichsten Saison der jüngeren Klubgeschichte mit Platz vier in der Premier League und dem Gewinn der Europa League. Im Sommer folgte allerdings ein gewaltiger Umbruch. Unter anderem verliessen Morgan Rogers, Youri Tielemans, Emiliano Martinez und Ollie Watkins den Klub, Manzambi gehört zu den zahlreichen prominenten Neuzugängen.
Dass die neue Mannschaft durchaus funktionieren kann, zeigte sie erst unter der Woche beim 3:2 in der Champions League gegen Brügge. In der Premier League wartet Emery aber weiter auf die Trendwende. Manzambis gelungenes Debüt liefert dem Spanier zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer.
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